
Vielleicht wird sich jeder einmal im Laufe seines Lebens mit Immanuel Kant beschäftigen oder versucht es zumindest. Wer es darauf anlegt, den fast tausend Seiten Wälzer der Kritik der reinen Vernunft, der praktischen Vernunft und der Kritik der Urteilskraft zu lesen, der weiß, dass die Sprache, die Grammatik und die schier endlosen Sätze jeden normal begabten ohne Fachhilfe in die Knie zwingen kann. Denn so klare Sätze wie § 7 der Kritik der reinen praktischen Vernunft: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten können«, sind eher gezählt in Kants Werk. Daher hatte ich mir von der Graphic Novel ehrlich gesagt eine verständliche Übersicht von Kants Grundsätzen/Kritiken erhofft. Vielleicht war ich etwas zu naiv mit meinem Anliegen!
Was es aber definitiv geworden ist: Es ist eine super Graphic Novel, um etwas über Kant zu erfahren, um einen ersten Einstieg in sein Leben, seine stringenten Routinen, sein Kauzigkeit und sein Genie zu erhalten. Außerdem sind die Illustrationen sehr schön gemacht. Jedoch sollte man, um über Kants Lehren etwas zu erfahren, lieber einen Philosophiekurs belegen.

Der kürzlich verstorbene Autor Paul Auster sagte in etwa: „um ein Buch zu schreiben, muss man alle seine Dämonen durchleben“. Wenn es dann zu einem Ergebnis führt wie bei Anna Janssons „Mädchenfeuer“, dem vierten Fall für Kommissar Bark und sein Team, ist ein großer Wurf gelungen. Als Gotländerin und immer noch dort lebend, wuchert sie mit ihren Pfründen – sie kennt die Insel zu jeder Tages- und Jahreszeit, kennt die Menschen, ihre Eigenarten und wohl auch ihr Abgründe und schafft entspannt, nicht gewollt, eine atmosphärische Dichte mit viel Lokalkolorit, die überzeugt. Sie weiß Spannung aufzubauen und zu halten. Hat es vielfach bewiesen. Und sie kann eine glaubhafte Geschichte erzählen, die nie
Ein Koch, der ohne Liebe kocht, das schmeckt man unbewusst. Man kann es nicht beschreiben. Es ist im Unterbewusstsein da. Das Essen ist fad und langweilig. Gut es macht satt, aber reicht das? Man kann das ganz einfach beobachten, wenn die Gäste den Teller leeressen und mit dem Brot die letzten Saucenreste aufsaugen, dann war das Essen mit Liebe gekocht. Genauso ist es bei handwerklich produzierten Arbeiten, von Schreiner, Maler etc. oder Kunstobjekten und auch bei Musikern. Der eine übt und übt und übt, er gibt ein Konzert, doch der Applaus bleibt mehr als verhalten. Dann kommt ein Talent, übt zwar, aber das Talent weiß was es macht, tritt bei einem Konzert auf, verspielt sich vielleicht auch noch, doch das Publikum spürt, empfindet etwas im Unterbewusstsein etwas Besonderes. Da kommt etwas rüber, man kann es nicht beschreiben, das Publikum gibt Standing Ovation. Das ist die Protagonistin Charlotte Mondorf – Vollblutmusikerin mit Leidenschaft, Enthusiasmus und mit dem Streben irgendwann in einem weltberühmten Orchester ihr Talent und Können zu zeigen. Angela Perez hat in ihrem Buch „Angekommen …. nur die Liebe lässt auf sich warten“ eine wunderschöne, nachvollziehbare, mit höhen und Tiefen den Wirren des ganz normalen Lebens, den Werdegang von Charlotte Mondorf aufgezeigt.
75 Rezepte für Fans von Ramen. Lasagne, Udon, Soba, Wantan, Rigatoni und Co.
Wie ich herausfand, dass Familiencamping fröhlich macht, auch wenn es nicht immer lustig ist!
Darf ich vorstellen: Anna Blix. Mit so viel Berufen gesegnet, dass mir ganz schwindlig wird und ich mich ernsthaft frage, wie sie das alles mit Ehemann, Kind und dem Wunsch nach einem weiteren Kind unter einen Hut bringen kann. Sie kann! Und vielleicht ist es dank dieser Vielfalt zu dem besonderen, vorliegenden Ergebnis gekommen. „Runde 40 Wochen“ (sprachgebräuchlich für Schwangerschaft) allein auf ein Sachbuch zu reduzieren, würde ihm nicht gerecht. Zweifelsohne schreibt hier die Biologin in strenger, fachlicher Terminologie, wenn es darum geht, komplexe Wissenschaft darzulegen. Aber – sie beherrscht es zudem meisterlich, diese Sachverhalte für normale Menschen verständlich zu machen. Und das macht die erstaunlichsten Geschichten über Sexualität, Paarung, Schwangerschaft, Geschlecht und Geburt höchst unterhaltsam und
Einfach mediterran kochen! Von Spanien, Marokko und Levante. Ein Satz aus dem Buch, Seite 61. Unsere Erinnerungen an Essen sind oft vom „ersten Mal“ geprägt. Sie bleiben im Gedächtnis, und es ist schön, dass wir ähnlich wie bei der Musik, durch das Essen sofort an jenem Moment zurückversetzt werden. Ich kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Meine Mutter war eine exzellente Köchin. Sie hat uns Kinder jahreszeitlich bekocht, was der Hof und Garten hergaben. Und wenn ich heute irgendein Gericht bekomme, welches es auch zu Hause gab, stelle ich die Vergleiche mit zu Hause an. Meistens bin ich enttäuscht, wenn es nicht der Geschmack von meiner Mutter ist. Ich habe ihre Kohlrouladen, ihre Art Eintöpfe zu kochen geliebt. Legendär speziell ihren Grünkohl. Von vielen Orten und Restaurants kann ich sagen, dort müsst ihr das oder das Essen. Zum Beispiel habe ich mal in einem kleinen Fischrestaurant am Hafen in Holland „Moules mariniere“ gegessen, von denen bin ich heute noch begeistert. Ich habe fast drei Jahre gebraucht, um die Muscheln so nachzukochen. Genauso haben Sam und Sam ihre Gerichte für „Sol“ zusammengetragen und dokumentiert.
Rechtzeitig vor Urlaubsantritt landete „Der falsche Vogel“ auf meinem Schreibtisch. Schon allein die Flugzeit verhieß ungestörtes Lesevergnügen. Der pfiffige Titel und das smart gestaltete Cover gefielen mir und der Klappentext machte mich neugierig. Ein Debütroman, ein „cozy crime“, der in der Welt der Antiquitäten spielt: interessant, zumal die Mutter von C.L. Miller 120 (!) Bücher über Antiquitäten und Inneneinrichtung veröffentlichte und als Expertin gilt. Auch wenn das die Tochter nicht automatisch zur Fachfrau macht, merkt man, Miller weiß, wovon sie schreibt und kann mit ihrem Wissen glänzen. Allerdings erscheint der Plot streckenweise etwas zu gewollt, manche Charaktere wirken konstruiert und wenig ausgearbeitet. Ich hätte mir besonders für die Protagonistin Freya Lockwood etwas mehr Charme gewünscht und hier zeigt sich, dass Namen und deren