Schlagwort: Kriminalroman

Opfer 2117, Jussi Adler Olsen, der achte Fall des Sonderdezernats Q

Für alle Sonderdezernat Q Fans ist wieder einer, der ganz besonderen Fälle erschienen. Nach dem siebten Fall Selfies, der Roses Geschichte erzählte, geht es in Opfer 2117 endlich um Assads Hintergründe. Das lange Rätseln hat ein Ende und wir erfahren endlich von der qualvollen Lebens-Odyssee eines Mannes namens Zaid Al-Asadi.

Ups, nun das war es schon an Besprechung, denn wir wollen eigentlich kein Wort mehr dazu sagen, außer: Das Buch ist genial, spannend, aufregend, kosmopolitisch, aktuell und liebevoll geschrieben. Außerdem mal wieder ein Weltbestseller!!!

So tröstet es uns, dass es noch zwei weiter Romane der Serie geben wird. Wie Jussi Adler Olsen einmal sagte: Buch neun ist dann Carl Mørck Geschichte und Band zehn wird ein großes Feuerwerk!

Wir alle freuen und darauf, Jussi!

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Don Winslow: Die Jahre des Jägers

Das monumentale Werk das den Werdegang von Art Keller einem DEA Agenten beleuchtet, findet in diesem Buch seinen Abschluss. Wer etwas über die letzten 50 Jahre Amerikanischer Drogenpolitik wissen will muss diese Bücher lesen. Wer alles mitgemacht hat, wer seine Taschen voll gemacht hat. Welche brutalen Spiele mit Menschen gemacht wurden. Wie Amerika in seinem Hinterhof Mexiko geschaltet und gewaltet hat ist außerhalb einer normalen Vorstellungskraft. In den ersten beiden Werken ist der Kampf mit den Kartellen und deren Baronen geschildert. Im Vorliegenden Werk kommen wir der Echtzeit näher und damit den Verflechtungen der Politiker und der Bankiers. Don Winslow nutzt fiktive Namen, aber jeder der Zeitung liest weis um wen es sich handelt. Der „Mauerbau“ den Mr. Trump favorisiert ist auch ein Teil des Gesamtbildes. Ein Roman unglaublich spannend, erschreckend nah, politisch brisant und eine Anklageschrift gegen die amerikanische Drogenpolitik. Weiterlesen

Autorenlesung: Andreas Pflüger liest aus seinem aktuellen Thriller Geblendet

Lesung und Gespräch
Donnerstag, 12.09.2019, 19:00 Uhr
Galerie am Rathausplatz
Kurt-Schumacher-Straße 12
65769 Eschborn
Andreas Pflüger liest aus seinem aktuellen Thriller: Geblendet, erscheint am 12.8. 19
Im Anschluss im Gespräch mit Sabine Lohner, Leiterin der Bezirksgruppe Frankfurt des Blinden und Sehbehindertenbund Hessen
Moderation: Susanne Däbritz
Eintritt:
frei

Siehe auch

Christian v. Ditfurth: Ultimatum, Kommissar de Bodt ermittelt (5)

Diesmal lässt es der Autor wieder richtig krachen. Deutschland ist nich groß genug für das Verbrechen das sich sinistere Menschen ausgedacht haben. Zunächst versinken aber Deutschland und Frankreich im Chaos. Die Protagonisten auf beiden Seiten des Gesetzes sind so ziemlich dieselben. De Botd, Silvia Salinger und Ali Yussuf ermitteln mit dem KGB und der Französischen Polizei und stehen völlig im Dunkeln was der Zweck der Attentate ist. Da helfen auch die Zitate von Hegel, Hobbes und Nietzsche nicht. Ein Krimi, der auch in der Betrachtung der gegenwärtigen Weltlage und deren führende Personen, äußerst scharfsinnig ist. Weiterlesen

Roberto Saviano: Der Clan der Kinder/ Film: Paranza

Die Redaktion weist darauf hin, das der eben in die Kinos gekommene Film: Paranza seinen Ursprung im Buch von Roberto Saviano: Der Clan der Kinder hat. Deshalb hier noch einmal unsere Rezension:

Wer hinter die Kulissen des Reiselandes Italien blicken will, muss Roberto Saviano lesen. Sein Blick ist unverstellt und gerade und brutal direkt. Neapel, eine wunderschöne Stadt, brodelt geradezu im Untergrund. Die Quartiere sind unter den Bossen aufgeteilt und die Plätze unter den Anhängern der Bosse vergeben. Da macht sich ein Junge mit 15 daran dieses System mit einer „Paranza“ (eigentlich ein Fischgericht) aus Kindern bestehend aufzumischen. Dieser „Jungenclan“ geht wie seine großen Vorbilder mit Brutalität zur Sache. Saviano legt mit diesem Werk eine Tragödie vor, in der alle Verliere sind; die Bosse, die Kinder und deren Familien. Ein hartes Buch! Weiterlesen

Fernanda Melchor: Saison der Wirbelstürme

Ein Buch für das man starke Nerven braucht. Gewalt, Drogen, Suff und Perspektivlosigkeit prägen das Leben der Menschen in der mexikanischen Provinz. Besonders über Gewalt gegen Frauen wird in diesem Werk berichtet. Da es keine Perspektiven gibt, besonders keine für Mädchen werden diese zum Spielball von Männern die ihre Perspektivlosigkeit an den Frauen und Mädchen ausleben. Wenn es dann einmal einem Mädchen gelingt aus diesem System auszubrechen, wir es durch Brutalität wieder auf Spur gebracht.

 

 

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Martin Walker: Menu surprise, Der elfte Fall für Bruno, Chef de police

Es sind diese Bücher die man am liebsten in einem Rutsch durchlesen will. Walker ist die Literatur gewordene Werbeschrift für das Périgord. Das Herzland der französischen bodenständigen Küche. Es lebt in der Tradition der Einfachheit und der Frische seiner Produkte. Wen Bruno seinen Zuhörern erklärt dass bei der Verwendung einer Ente nur das Gefieder übrig bleibt, so ist das symptomatisch mit dem Umgang von Essen. Essen spielt eine gewichtige Rolle in Martin Walkers Romanen, was auch in seinen Kochbüchern zum Ausdruck kommt. Aber das Verbrechen schläft auch im Périgord nicht. Deshalb braucht es den pfiffigen Chef de Police der noch andere Aufgaben in seiner Gemeinde hat. Weiterlesen

Simone Buchholz: Mexikoring

Im Moment läuft die Diskussion um Clankriminalität wieder verstärkt in den Medien. Die Autorin Buchholz nähert sich dem Thema auf Ihre Weise. Als hochspannendem Kriminalroman. Sie lässt ihre Staatsanwältin Chastity Riley mit ihren Mitstreitern in diesem Milieu ermitteln. Aber diese Familienclans sind nur sehr schwer zu knacken. Buchholz bleibt aber nicht nur an der Oberfläche. Sie schildert nachvollziehbar was da in diesen Familien abläuft und welche Strategien entwickelt werden müssen, um diese Strukturen an unser Rechtssystem anzupassen oder zu zerstören. Dieser Roman ist nicht rechtslastig und besticht durch seine ruppige, manchmal rotzige Sprache. Weiterlesen

Andreas Heineke: Versuchung À la Provence

Der neue Roman von Andreas Heineke führt uns wieder in die Provence. Pascal Chevrier, der Protagonist von Andreas Heineke, der eigentlich dem Trubel und der Hektik der Pariser Großstadt entfliehen möchte , hat sich mit Absicht in den maleri-schen Ort Luberon in der Provence als Stadtgendarm versetzen lassen. Die Ruhe der Kleinstadt bei guten Essen und einem schönen Glas Rosé will er einen geruh-samen Dienst vollziehen.
Doch plötzlich wird er mit einem ungewöhnlichen Fall betraut. Es werden abgeschnittene Finger an die besten Restaurants der Region verschickt. Als Dorfgen-darm ist Pascal Chevrier für solche Fälle nicht zuständig. Doch die Police national bitte ihn, aufgrund seiner Erfahrung, bei diesem Fall um Hilfe. Weiterlesen

Heinrich Steinfest: Der schlaflose Cheng

Steinfest ist der Literarische Georg Kreisler. A bisserl schräg, gewitzt und ein ausufernder Erzähler. Er vermag eine spannende Kriminalstory mit Sience Fiktion, Länderbeschreibungen und Kulturgeschichte so zu vermischen, dass ein rundum gelungenes Buch herauskommt. Mit seinem einarmigen Detektiv, dessen fiktionalen Hund, schickt er uns in den entlegensten Winkel Islands. Auf dieser Reise treffen wir, die Leserschaft, die skurrilsten Menschen. Den isländischen Polizisten der ein Schweitzer ist, eine Sekretärin die eigentlich Detektivin sein sollte. Ein Buch wie ein Füllhorn mit ausgefallensten Einfällen. Weiterlesen