Schlagwort: Frankfurt

Jürgen Heimbach: Die Rote Hand

Frankfurt 1959, in dieser noch vom Krieg zerstörten Stadt, tummeln sich Kriegsgewinnler Geheimdienste und andere üble Gestalten. Einen Bombenanschlag auf einen Waffenhändler in Frankfurt nimmt der Autor zum Anlass, daraus eine auf Tatsachen beruhende spannende Geschichte zu schreiben. Die rote Hand hat tatsächlich existiert. Es war der Deckname des französischen Geheimdienstes, der in Deutschland Waffenschieber und Waffenhändler bedroht hat, die Waffen an die algerische Widerstandsbewegung geliefert haben.  Eine spannende Geschichte die in einer Atmosphäre spielt, die jeder der in Frankfurt einmal gelebt hat, nachvollziehen kann. Weiterlesen

Jan Seghers: Menschenfischer

Mit seinem Kommissar Marthaler hat Jan Seghers einen festen Platz unter den Krimibestenlisten. Er erzählt flüssig und spannend. Diesmal hat er den Aufsehen erregenden Fall des Timo Aus Frankfurt – Höchst zugrunde gelegt. Im Gegensatz zum tatsächlichen Fall löst Marthaler diesen. Zu diesen Fall verzweigen sich aber Handlungen zu anderen Fällen die sich in Frankfurt und Frankreich abspielen und die genau so spektakulär sind. Krimiunterhaltung auf gewohnt hohem Niveau. Weiterlesen

Dieter Aurass: Frankfurter Schattenjagd

Ein was wäre wenn, Roman. Was wäre, wenn es 1989 nicht nur in Tschernobyl zu einer Reaktorkatastrophe gekommen und es in 200 ähnlichen Reaktoren in China Japan, Korea, Indien und Pakistan zu einem Super GAU gekommen wäre. Aurass setzt fiktiv eine riesige Völkerwanderung nach Europa in Bewegung. Die Folgen beschreibt er intensiv. Dabei macht er Frankfurt zur Europäischen Hauptstadt und setzt eine internationale Polizeitruppe ein, um verbrecherische Organisationen, die natürlich mit eingewandert sind, zu bekämpfen. Interessante Gedankenspiele die auch die heutige Situation der Einwanderung beleuchten. Kriminalromane, zumal spannende, wie dieser, decken auch diese Themen ab. Weiterlesen

Ursula Neeb: Die Siechenmagd, Historischer Roman

Die SiechenmagdEin Roman, der Frankfurt aus der Perspektive der Unberührbaren zeigt. Genau so, wie im heutigen Indien, gab es im Frankfurt um 1500 eine Kaste der Unberührbaren. Das war der Henker und der Abdecker mit deren Familien. Die Autorin befasst sich mit der Situation der Leprakranken und deren Pflege. In den Mittelpunkt stellt sie eine junge Frau, die in diese Kaste der Abdecker hineingeboren wird und die keine Chance auf Veränderung hat. Auch das Gerichtswesen sowie die Ungleichbehandlung zu dieser Zeit, lässt die Autorin sehr drastisch vor den Augen der Leserschaft entstehen.

 

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