Schlagwort: Frankfurt

Uli Ächtner, Dieter Aurras, Eric Barnert, Franziska Franz, David Frogier de Ponlevoy, Christiane Geldmacher, Markus Hoffmann, Ivonne Keller, Michael Kibler, Ralf Köbler, Bernd Köstering, Richard Lifka, Andreas Roß, Andreas Schäfer, Roger Strub, Leif Tewes, Ella Theiss, Belinda Vogt, Fenna Williams: Banken, Bembel und Banditen, Mord in Rhein-Main

Die Metropole Rhein-Main ist nicht nur wirtschaftlich sehr stark, sie hat auch in ihrem Dunstkreis schreibstarke Kriminalautoren und Autorinnen. Immer wenn wir Krimis in Kurzgeschichten lesen, sind wir erstaunt, vielfältig und überraschend kurzweilig verschiedenen Autoren ihre Geschichten erzählen. Die Autorinnen und Autoren wissen selbst, wo es Hotspots ihrer Gegend gibt. Wer diese Autoren und Autorinnen sind, wird hin im Anhang ausführlich beschrieben. Dass die jeweilige Autorin oder Autor einen einsamen Krimi abgeliefert haben, ist nicht der Fall. Viele Autorinnen und Autoren sind der Redaktion von anderen Büchern wohlbekannt. Dieses Buch macht Lust sich über die 19 vorgestellten Werke mit den jeweils anderen Büchern der Autoren zu beschäftigen. Das Rhein-Main-Gebiet von seiner kriminellen Seite. Weiterlesen

Harald Lüders: Lass Gott aus dem Spiel, Mitch Bergers dritter Fall

Wenn Geld, Religion und politische Ränke zusammen kommen ist das ein hochexplosives Gemisch. Dieses Gemisch schildert uns der Autor unter Hochspannung. Das Frankfurter Bahnhofsviertel als Schauplatz dieser Aktivitäten ist geradezu ideal. Der Investitionsdruck vom benachbarten Bankenviertel, die Rotlichtkriminalität mit den benachbarten Hinterhofmoscheen und der politische Einfluss der Amerikaner in Frankfurt als ehemaliges Hauptquartier der 5. Armee ist überall brennglasmäßig zu sehen oder zu spüren. Der Hauptdarsteller ist ein neugieriger Journalist und ihn trifft des Amors Pfeil was ihn verwundbar macht. Klasse geschrieben, gut recherchiert ein echter Pageturner. Weiterlesen

Jürgen Heimbach: Die Rote Hand

Frankfurt 1959, in dieser noch vom Krieg zerstörten Stadt, tummeln sich Kriegsgewinnler Geheimdienste und andere üble Gestalten. Einen Bombenanschlag auf einen Waffenhändler in Frankfurt nimmt der Autor zum Anlass, daraus eine auf Tatsachen beruhende spannende Geschichte zu schreiben. Die rote Hand hat tatsächlich existiert. Es war der Deckname des französischen Geheimdienstes, der in Deutschland Waffenschieber und Waffenhändler bedroht hat, die Waffen an die algerische Widerstandsbewegung geliefert haben.  Eine spannende Geschichte die in einer Atmosphäre spielt, die jeder der in Frankfurt einmal gelebt hat, nachvollziehen kann. Weiterlesen

Jan Seghers: Menschenfischer

Mit seinem Kommissar Marthaler hat Jan Seghers einen festen Platz unter den Krimibestenlisten. Er erzählt flüssig und spannend. Diesmal hat er den Aufsehen erregenden Fall des Timo Aus Frankfurt – Höchst zugrunde gelegt. Im Gegensatz zum tatsächlichen Fall löst Marthaler diesen. Zu diesen Fall verzweigen sich aber Handlungen zu anderen Fällen die sich in Frankfurt und Frankreich abspielen und die genau so spektakulär sind. Krimiunterhaltung auf gewohnt hohem Niveau. Weiterlesen

Dieter Aurass: Frankfurter Schattenjagd

Ein was wäre wenn, Roman. Was wäre, wenn es 1989 nicht nur in Tschernobyl zu einer Reaktorkatastrophe gekommen und es in 200 ähnlichen Reaktoren in China Japan, Korea, Indien und Pakistan zu einem Super GAU gekommen wäre. Aurass setzt fiktiv eine riesige Völkerwanderung nach Europa in Bewegung. Die Folgen beschreibt er intensiv. Dabei macht er Frankfurt zur Europäischen Hauptstadt und setzt eine internationale Polizeitruppe ein, um verbrecherische Organisationen, die natürlich mit eingewandert sind, zu bekämpfen. Interessante Gedankenspiele die auch die heutige Situation der Einwanderung beleuchten. Kriminalromane, zumal spannende, wie dieser, decken auch diese Themen ab. Weiterlesen

Ursula Neeb: Die Siechenmagd, Historischer Roman

Die SiechenmagdEin Roman, der Frankfurt aus der Perspektive der Unberührbaren zeigt. Genau so, wie im heutigen Indien, gab es im Frankfurt um 1500 eine Kaste der Unberührbaren. Das war der Henker und der Abdecker mit deren Familien. Die Autorin befasst sich mit der Situation der Leprakranken und deren Pflege. In den Mittelpunkt stellt sie eine junge Frau, die in diese Kaste der Abdecker hineingeboren wird und die keine Chance auf Veränderung hat. Auch das Gerichtswesen sowie die Ungleichbehandlung zu dieser Zeit, lässt die Autorin sehr drastisch vor den Augen der Leserschaft entstehen.

 

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