Schlagwort: Sachbuch

ALEXANDER STEVENS: Aussage gegen Aussage, Urteile O H N E Beweise

Nach diesem Buch lobe ich die Vorabendkrimis, die es mit leichter Unterhaltung schaffen in fünfundvierzig Minuten einen Fall zu lösen und dazu ein Geständnis zu bekommen. Wie schwierig es dann doch ist an deutschen Gerichten Recht zu sprechen, wenn es Aussage gegen Aussage steht. Es heißt zwar immer: „Im Zweifel für den Angeklagten!“ Oder weit gefehlt? Aber wie soll ein Richter entscheiden, wenn zwei Aussagen gegeneinanderstehen. Wen kann der Richter verurteilen, wem kann er Recht geben. Kann ein Richter sich auf sein Bauchgefühl verlassen, wenn nur ein Zeuge eine Beschuldigung ausspricht. Ob das im Recht ist oder im Unrecht geschieht, um eventuell jemanden etwas auszuwischen, wie beim Sorgerechtstreit wenn der Partner plötzlich für Pädophil erklärt wird oder bei einer enttäuschten Liebe der Partner zum Schläger oder Vergewaltiger hingestellt wird. Sollte der Richter besser den Opfern glauben. Denn bei solch schwerwiegenden Beschuldigungen muss doch etwas dran sein. Wie kann ein Richter das erkennen oder wie soll er sich entscheiden, bevor er eventuell ein Leben zerstört. Weiterlesen

James Lovelock: N O V O Z Ä N, das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz, oder Retten die Cyborgs die Erde

Mit etwas Lebenserfahrung und als Vater zweier Söhne beobachtet man als interessierter Mensch die Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Umwelt und neue Zukunftstechniken. Man macht sich schon Gedanken, wo mag oder wird es hin gehen. Ist alles positiv oder wird es sich zum Negativen wenden. Und dann erfreut man sich an der Jugend, die versucht die Politiker und Wirtschaftskonzerne an ihre Verantwortung für den Erhalt der Erde zu ermahnen. Auch wenn man alles meint zu erkennen, schleicht sich eine eventuelle gefährliche Entwicklung, von uns Menschen selbst installierte Gefahr ein, die KI – die künstliche Intelligenz. Mit inspiriert wurde ich durch die Veröffentlichung von Max Tegmark  „Leben 3.0“,  Mensch sein im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Weiterlesen

Eva-Maria Schnurr, Uwe Klußmann: Die Macht der Geheimdienste

Gastbeitrag: Ulrich Steiner:

Wer ermöglichte den Siegeszug Napoleons hinter den Kulissen, wer baute den ersten professionellen englischen Geheimdienst auf und wie wurde die Enigma geknackt? Insgesamt 15 freie Journalisten, Autorinnen und Redakteure des Nachrichtenmagazins SPIEGEL haben in dem Buch über Agenten, Spione und Spitzel einen Einblick geschaffen, in das wahrscheinlich älteste der Gewerbe der Welt.

Obwohl bereits im alten Ägypten Spione organsiert im Einsatz waren und schon Moses laut dem Alten Testament der Bibel Kundschafter mit klarem Auftrag losschickte, gilt geschichtlich erst die Zeit ab dem Mittelalter als Beginn von professionalisierter Geheimdienstarbeit. Historiker mögen darüber streiten. Weiterlesen

Natascha Battus: Angstfrei! 5 Minuten gegen innere Unruhe, Angst und Panik

Ein bisschen reißerisch, ist der Titel dieses Buches schon. Es ist illusorisch, in 5 Minuten seine Ängste loszuwerden. Wer aber dieses Buch, dass viele Handlungsanweisungen beinhaltet, intensiv liest, wird besser mit seinen Ängsten umgehen können. Die Angst, von vielen verteufelt, ist ein lebensnotwendiges Gefühl. Ohne Ängste würden wir ungehemmt in Situationen geraten, die nicht mehr beherrschbar sind. Ängste, die uns zur Vorsicht raten, sind also per se nichts schlechtes. Mit dieser Angst umzugehen, lehrt uns dieses kleine Büchlein. Weiterlesen

Jutta Hajek: Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann.Die Geschichte erzählt Jutta Hajek. Da sie Journalistin ist berichtet sie, ohne zu werten. Sie überlässt der Leserschaft der eigenen Vorstellungskraft und der eigenen Lebenserfahrung wie man selbst mit solch einer Situation umgehen würde. Sie erzählt dies ohne Larmoyanz und mitleitstriefende Rührseligkeit die man oft in solchen Büchern findet. Deswegen ist das Buch lesenswert. Es ist die wahre bewegende Geschichte einer blinden Familie, die der lebende Beweis dafür ist, dass man jedes Hindernis im Leben bewältigen kann – mit starkem Willen. Weiterlesen

Katrin Tempel: Bewährte Hausmittel neu entdecken

Bewährte Hausmittel

Alle reden vom Klima und in den seltensten Fällen denken die Menschen daran, dass sie selbst, ohne auf wichtiges verzichten zu müssen, das Klima auch in ihrer näheren Umgebung beeinflussen können. Wie? Das erklärt uns Katrin Tempel in ihrem Buch. Selbermachen ist Trend – und schont Umwelt und Ressourcen. Über die 288 Seiten mit 95-farbigen Abbildungen führt uns die Autorin über die Themen: Apotheke und Drogerie, Haushalt, Küche und Garten durch die verschiedensten Gebiete in denen wir ohne große Anstrengungen etwas tun können. Im Vorwort sagt die Autorin selbst, dass in ihrem Buch nichts Neues steht. Das Wissen und die Rezepte die hier zur Anwendung kommen, sind alles altbekannte Hausmittel. Sie wurden aber über die Zeit vergessen, oder durch die schöne neue Werbewelt verdrängt nehmen wir zum Beispiel die Kernseife, in vielen Augen eine miefige Angelegenheit, die aber im Ergebnis kostengünstiger und umweltfreundlicher die gleichen Ergebnisse erzielt wie hochkonzentrierte Waschmittel. Das vorliegende Buch, gehört eigentlich in jeden Haushalt und ist durch die konzentrierte Schilderung der Anwendungsgebiete äußerst hilfreich. Weiterlesen

Catherine Nixey: Heiliger Zorn, Wie die frühen Christen die Antike zerstörten

Ich habe mich immer gefragt, warum sind alle Tempel der Antike zerstört der Serapeum oder Ruinen wie die Akropolis. Haben die Barbaren mit der Einnahme Roms diese Tempel zu Steinbrüchen gemacht, um ihre spärlichen Behausungen zu bauen? Wie ist es passiert, dass die Antike Kultur mit ihren Philosophen und schon weitreichenden wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Mathematik, Physik, Astronomie in Vergessenheit geraten konnte. Wo sind die Schriftrollen von der Bibliothek in Alexandria geblieben.  Es gibt sehr wenig Literatur darüber und selbst bei Google oder Wikipedia wird man immer nur auf Schriften vom Judentum oder Christentum hingewiesen. Wenig weißt auf die Kultur der Antike hin. Weiterlesen

Hans-Joachim Noack: Die Weizäckers

Die Weizsaeckers Eine deutsche Familie von Hans-Joachim Noack

Keine andere Familie hat die deutsche Geschichte der letzten 100 Jahre wohl mehr geprägt als die Weizäckers. Das interessante oder mal viel einfacher ausgedrückt, das Schöne an Biographien, es hat sich einer daran gemacht, recherchiert, nachgelesen, erzählen lassen und aufgeschrieben. So erfährt man immer etwas über eine Person und hier sogar über eine ganze Familie den „Weizäckers“. Kann es einer besser machen als Deutschlands Kanzlerbiographen Hans-Joachim Noack. Hans-Joachim Noack schreibt nicht nur das Recherchierte, das Gelesene oder Erzählte. Hans Joachim Noack ist durch seine Tätigkeit als Journalist ganz nah an die Weizäckers ran gekommen. Man kann ihn sozusagen als Zeitzeugen, wenn nicht sogar als Weggefährten sehen. Speziell zu unserem Bundespräsidenten Richard von Weizäcker. So ist es auch nicht verwunderlich, dass zum Schluss der Familienbiographie das Hauptaugenmerk auf Richard von Weizäcker liegt. Weiterlesen

Nicole Klauss: Die neue Trinkkultur, Speisen perfekt begleiten ohne Alkohol

Ja! Warum eigentlich nicht? Nicole Klauss beschwert sich in der Einleitung ihres Buches „Die neue Trinkkultur“ darüber, dass man, wenn man gut Essen geht, in einem gehobenen Restaurant meistens genötigt wird, Wein als Menübegleitung zu wählen. Viele dieser Restaurants haben dafür sogar einen Sommelier, also einen extra Weinkellner eingestellt. Dieser kommt nach der Wahl des Menüs an den Tisch und berät einen, welcher Wein zu den Gerichten passen würde. Diese Beratung ist auch fundiert und hilfreich. Nur warum muss man immer gleich zum Alkohol greifen? Warum kann man nicht alkoholfrei genießen? Warum gibt es dann nur Wasser still oder mit Kohlensäure versetzt? Eventuell noch Cola, Limonade oder Apfelsaftschorle. Nicole Klauss fragt zu Recht, warum gibt es in diesen guten Restaurants nicht auch eine Auswahl von alkoholfreien Getränken. Weiterlesen

Roberts, Andrew: Feuersturm, Eine Geschichte des Zweiten Weltkriegs

Ein wahrhaft grandioses Meisterwerk. Da versteht es ein Historiker ohne nur die Fakten zu schildern auch die Zusammenhänge sehr deutlich zu machen. Wie kam es dazu dass die Wehrmacht diesem Hitler und seinen Gefolgsleuten eine ganze Armee quasi bedingungslos überließen. Warum diese Treue der Soldaten zu einem Diktator. Die Kriegsschauplätze werden detailreich beschrieben und auch warum dieser Schlachtausgang sich so oder so gestaltete. Zum Teil bislang unveröffentlichte Dokumente veröffentlicht Andrew und erlaubt einen unverstellten Blick auf die Dinge. Das Buch ist sehr gut lesbar, im Mittelteil gibt es Fotos der Handelnden und ein umfangreiches Register. Weiterlesen