Alle Artikel von Lutz Reigber

Inge Löhnig: Ich bin Dein Tod

Ich bin dein Tod! Diese Warnung schriftlich oder per Mail erhalten, leichtfertig als Scherz abgetan, das hat tödliche Folgen. Inge Löhnig hat wieder zugeschlagen. Ein Krimi der besonderen Art. Ein Krimi in dem man mehr Verständnis für den Täter entwickelt und wenig Mitleid mit den Opfern hat. Ist das Rechtens? Worum geht es? Kommissar Dühnfort hat eine neue Stelle in der Abteilung Operative Fallanalyse dem OFK angetreten. Er muss sich als erstes bei den neuen Kollegen bewähren. Er selbst leidet unter den Spitzen der neuen Kollegen und, dass er vom operativen Geschehen ausgeschlossen ist. Als Profiler wird er mit seinem Team zur Fallanalyse zu mehreren Tatorten gerufen. Immer wenn die Kollegen nicht weiter wissen werden sie darum gebeten, ihre  Sichtweite mit in die Ermittlungen einfließen zu lassen. Bald erkennt er, dass ein Zusammenhang von den sehr unterschiedlichen Tatorten und Ausführungen der Morde besteht. Doch sein neuer Chef will von einem Serienmörder nichts wissen. Weiterlesen

Mary L. Trump: Zu Viel und Nie Genug, Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf

Es ist schon erstaunlich und es gehört sicherlich sehr viel Mut dazu. Zusätzlich muss man sich als engstes Familienmitglied, als Tochter von Freddy Trump, dem Bruder von Donald Trump über die eventuellen Folgen und der Familienächtung im Klaren sein, dieses Buch zu veröffentlichen. Mary L. Trump, die Nichte des derzeitigen Präsidenten der USA Donald Trump hat am Derner Institute of Advanced Psychological Studies in New York promoviert und lehrte in den Fachbereichen Trauma-Therapie, Psychologie und Entwicklungstherapie. Aus dieser fachlichen Ausbildung heraus und weil sie einen großen Teil ihre Kindheit im Hause ihrer Großeltern verbracht hat, sozusagen im Beisein von Donald Trump aufgewachsen ist, hat sie die persönliche Entwicklung von Donald Trump aufgezeichnet und mit psychologischem Hintergrund belegt. Weiterlesen

Tina Wagner Lange, Maurice K. Grünig, Judith Gmür-Stalder: Gong Fu Cha, Tee als Handwerkskunst und das bewusste Genießen

Die Beziehung zum Tee drückt Wünsche und Träume aus. Welchen Tee wir lieben, bestimmt die Zugehörigkeit zu einer spezifischen sozialen Gruppe. Dahinter stehen persönliche Bedürfnisse, politische Strategien und die soziale Realität einer Gesellschaft. (Auszug aus dem Buch Gong Fu Cha Seite 219). Was der Barrista für den Kaffee, ist der Zeremonienmeister für den Tee. Gong Fu Cha – die Chinesische Teezeremonie war die Inspiration für dieses Buch. Cha – bedeutet Tee.

 

 

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Madelyne Meyer: Endlich Wein verstehen

Das Buch sieht aus, als bekäme man eine lustige Mädchengeschichte. Frech, witzig, amourös. Abgebildet ist ein gezeichnetes junges Mädchen auf dem Rücken liegend. Die Beine mit nackten Füssen in die Höhe gestreckt. In der Hand eine Flasche Wein mit Strohhalm. Ist das nun eine lustige Mädchengeschichte, ein amouröser frecher Mädchenroman oder wie der Titel sagt ein Sachbuch, um Wein zu verstehen? Es ist ein Sachbuch. Ein Sachbuch besonderer Art. Einfach. Klar. Ungefiltert. Weiterlesen

Akiz: Der Hund

Obwohl der Hund zu den ersten von den Menschen domestizierten Tieren gehörte und somit als erster Begleiter der Menschen galt, war er im Christentum nicht besonders gut angesehen. Es wurde in verächtlicher Weise von ihm gesprochen und wurde als niedrige, verachtenswerte Kreatur bezeichnet. Mit beigetragen hat sicherlich das Verhalten der Hunde trotz Ablehnungen, Schmähungen und Misshandlungen dem Menschen unterwürfig zu folgen. Ein junger Mensch unter unwirtlichen Bedingungen aufgewachsen, schafft es zu fliehen und landet in einer großen Stadt. Dort ergibt sich durch Zufall die Möglichkeit in einem Dönerladen als Hilfskraft alle Drecksarbeiten zu machen. Mo, der einzige Angestellte, nimmt sich der Person an und übernimmt sozusagen seine Patenschaft. Durch seine immer gebückte Haltung und immer bereit alle Arbeiten auszuführen gibt ihm der Besitzer des Ladens den Namen Hund. Was noch keiner weiß, der Hund besitzt den absoluten Geschmack und kann diesen auch produzieren. Gegenüber vom Dönerladen ist das beste Sternerestaurant der Stadt. Täglich schauen Mo und der Hund hinüber. Als es im Dönerladen zum Eklat kommt, fliehen die beiden und setzen alles daran, als Köche in dem Sternerestaurant zu arbeiten und damit beginnt die Katastrophe….. Weiterlesen

Stephan Harbort: Blut Schweigt Niemals

Deutschlands bekanntester Profiler erzählt die spektakuläre Aufklärung von Cold Cases. Die Kriminalstatistik vom Jahr 2018 weißt 2.471 Tötungsdelikte an Mord, Totschlag oder Tötung auf Verlangen aus. 96,1 Prozent der Fälle werden, und das meistens schon innerhalb 72 Stunden, aufgeklärt. Trotz der konstant sehr guten Aufklärungsquote bleiben jährlich 60 bis 100 Tötungsdelikte ungelöst. Im Jahr 2018 waren das 96 Fälle. Bei diesen Fällen, wenn sie nicht gelöst werden können, egal aus welchem Grund, der oder die Mörder nicht gefasst werden, werden die Nachforschungen eingestellt. Das sind dann die sogenannten Cold Cases. Weiterlesen

ALEXANDER STEVENS: Aussage gegen Aussage, Urteile O H N E Beweise

Nach diesem Buch lobe ich die Vorabendkrimis, die es mit leichter Unterhaltung schaffen in fünfundvierzig Minuten einen Fall zu lösen und dazu ein Geständnis zu bekommen. Wie schwierig es dann doch ist an deutschen Gerichten Recht zu sprechen, wenn es Aussage gegen Aussage steht. Es heißt zwar immer: „Im Zweifel für den Angeklagten!“ Oder weit gefehlt? Aber wie soll ein Richter entscheiden, wenn zwei Aussagen gegeneinanderstehen. Wen kann der Richter verurteilen, wem kann er Recht geben. Kann ein Richter sich auf sein Bauchgefühl verlassen, wenn nur ein Zeuge eine Beschuldigung ausspricht. Ob das im Recht ist oder im Unrecht geschieht, um eventuell jemanden etwas auszuwischen, wie beim Sorgerechtstreit wenn der Partner plötzlich für Pädophil erklärt wird oder bei einer enttäuschten Liebe der Partner zum Schläger oder Vergewaltiger hingestellt wird. Sollte der Richter besser den Opfern glauben. Denn bei solch schwerwiegenden Beschuldigungen muss doch etwas dran sein. Wie kann ein Richter das erkennen oder wie soll er sich entscheiden, bevor er eventuell ein Leben zerstört. Weiterlesen

James Lovelock: N O V O Z Ä N, das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz, oder Retten die Cyborgs die Erde

Mit etwas Lebenserfahrung und als Vater zweier Söhne beobachtet man als interessierter Mensch die Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Umwelt und neue Zukunftstechniken. Man macht sich schon Gedanken, wo mag oder wird es hin gehen. Ist alles positiv oder wird es sich zum Negativen wenden. Und dann erfreut man sich an der Jugend, die versucht die Politiker und Wirtschaftskonzerne an ihre Verantwortung für den Erhalt der Erde zu ermahnen. Auch wenn man alles meint zu erkennen, schleicht sich eine eventuelle gefährliche Entwicklung, von uns Menschen selbst installierte Gefahr ein, die KI – die künstliche Intelligenz. Mit inspiriert wurde ich durch die Veröffentlichung von Max Tegmark  „Leben 3.0“,  Mensch sein im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Weiterlesen

Franz Keller: Ab in die Küche! Wie wir die Kontrolle über unsere Ernährung zurückgewinnen

Als ich den Titel las, dachte ich: „Ach schon wieder so ein Gesundbuch mit dem Dogma, sich ja richtig zu ernähren!“ Ich habe trotzdem zu diesem Buch gegriffen, weil es von Franz Keller ist. Ich habe Franz Keller zwar nie persönlich kennen gelernt, doch habe ich seinen Werdegang immer mit großem Interesse verfolgt. Mit großem Interesse und später mit großer Freude habe ich dieses Buch studiert, denn Lesen kann man das nicht nennen. Es ist kein Gesundbuch und auch kein dogmatisches Verzicht- oder Diätbuch. Nachdem Franz Keller sein Restaurant „Adler Wirtschaft“ in Hattenheim an seinen Sohn abgegeben hat, lebt er auf seinem (Bio-) Bauernhof, auf dem er Gemüse und Obst für sein Restaurant anbaut und Tiere artgerecht aufzieht. Weiter kann er auf ein vielfältiges Lebens- und Erfahrungsreichtum zurückgreifen. Weiterlesen

Claudia Zaltenbach: T O F U, Yuba & Okara

Wenn ich ganz ehrlich bin, mein erster Mozzarella hat mir auch nicht geschmeckt. Ich fand ihn fade, geschmacklos und uninspirierend. Erst nachdem ich ihn mit guten Tomaten (leider gibt es in den wenigsten Restaurants gute Tomaten, selbst beim Italiener nicht) und etwas gutem Olivenöl gekreuzt habe, kam ich in den Genuss. Seitdem bin ich Mozzarella-Fan und habe sogar einige eigene Rezepte kreiert. Als Involtini in Parmaschinken eingewickelt, lauwarm, mit einem frischen Tomaten – Olivenölfond übergossen. Ein Gedicht!

Genauso habe ich über Tofu gedacht, fade, geschmacklos, trocken. Wer will das den Essen? Ich kann gar nicht verstehen, was die Vegetarier und Veganer daran finden. Auch eigene Kreationen waren für mich nicht der Bourner. Irgendetwas musste ich falsch gemacht haben. Vielleicht hätte ich wie Claudia Zaltenbach auch mal Japan, China und Korea besuchen sollen und mich ebenso wie sie in Tofu –Restaurants überraschen lassen. Weiterlesen