Was für ein herrliches Hörspiel für Kinder, die beim Zuhören sofort animiert werden, mitzumachen. Was gibt es Schöneres, als wenn die Kinder zuhören und begeistert dabei aktiv sind? Dieses fröhliche Kinderlachen vergisst man nicht mehr. Bei „Weck den Weihnachtswichtel“ von Nico Sternbaum hatte ich sofort das Gefühl: Dieses Hörbuch möchte nicht nur einfach gehört werden – es fordert einen auf, gerade in der Gruppe oder im Kindergarten gemeinsam mitzumachen und zu lachen.
Alle Artikel von Lutz Reigber
Maria Nikolai „Die Schokoladenvilla-Backstube“, Rezepte zum dahinschmelzen
Es musste ja passieren und mit Recht, das Backbuch zu den Romanen von Maria Nikolai „Die Schokoladenvilla“. Schon beim ersten Durchblättern von „Die Schokoladenvilla-Backstube“ hatte ich das Gefühl, nicht einfach nur ein Backbuch in den Händen zu halten, sondern in die Welt von Maria Nikolai zurückzukehren. Das Buch verbindet über 50 süße und herzhafte Rezepte mit Bildern, Anekdoten, Interviews, ausgewählten Textpassagen und der erstmals veröffentlichten Geschichte „Böhmische Sinfonie“. Für mich entsteht dadurch ein liebevoll gestaltetes Lese- und Backvergnügen, das weit über eine gewöhnliche Rezeptsammlung hinausgeht.
René Anour „Die Gejagte“, Sie weiß nicht wer sie ist, er schon, Thriller
Sie weiß nicht, wer sie ist, er schon. Ein Survival-Thriller zwischen tödlicher Natur und wissenschaftlichem Ehrgeiz. Mit „Die Gejagte“ legt René Anour einen spannungsgeladenen Thriller vor, der seine Hauptfigur Jess ohne Erinnerung, verletzt und in Handschellen mitten im Dschungel erwachen lässt. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein schwer verletzter Mann und die Spuren eines Flugzeugabsturzes. Bevor Jess ihre Lage begreifen kann, wird aus der Hoffnung auf Rettung eine gnadenlose Verfolgungsjagd. Von diesem Moment an verbindet der Roman das Rätsel um ihre Vergangenheit mit einem kompromisslosen Kampf ums Überleben.
Bernd Stelter, „Die kalte Hand des Camping-Killers“
Die Gegner: „Camping ist nichts für mich!“ Im Zelt oder Wohnmobil ohne eigene Toilette: Nein! Die Gegenargumente der Camper: Man fühlt sich frei! Man kann jeden Tag mit seinem Wohnmobil in eine andere Stadt oder in ein anderes Land wechseln. Man findet überall schnell neuen Kontakt! Haben sie gewusst, dass ein großer Teil der Camper jedes Jahr zu dem einen Campingplatz fährt und schon in Erwartung ist, die Nachbarn vom letzten Jahr wiederzusehen, und das meisten bereits über 20 Jahre lang. Doch was passiert, wenn plötzlich der Campingplatz an ein Resort verkauft werden soll, das Luxus-Chalets bauen will? Hier verschwören sich die alteingesessenen Dauercamper zusammen. Und dann passiert es noch, dass der Immobilienmakler, der für den Umbau zuständig ist, tot in den Dünen entdeckt wurde. Das ist natürlich die besondere Herausforderung für die deutschen Camper und Hobbydetektive, zum Leidwesen von Inspecteur Piet van Houvencamp und seiner Assistentin Annemieke.
Marc-Uwe Kling, Bernd Kissel „Die Känguru-Rebellion“, illustrierteAusgabe
Eine politische Satire zwischen Rebellion, Gegenwartsdiagnose und Jugendlektüre. Als ich das Buch „Die Känguru-Rebellion“ vom Ullstein Verlag erhalten habe, habe ich mich gefragt, ob die Einordnung des Buches als „Jugendliteratur“ schon als Satire gemeint sein oder mich nur zum Schmunzeln bringen. Auch wenn dieses Buch auf einen Personenkreis mit politischer Bildung abzielt (es reicht Tagesschau oder Heute Wissen) würde ich mich sehr freuen, wenn viele Jugendliche sich dieser Literatur annehmen. Eigentlich sollte dieses Buch im Unterricht behandelt werden. Denn mit dieser frechen, lockeren, satirischen Aufmachung über Probleme in unserer jetzigen politischen Situation, kann man das Jugendlichen bestimmt gut vermitteln. Ein Anfang, um unsere junge Generation kritisch mit den Äußerungen, Versprechen, Rücknahmen, Handel und Nichthandeln umgehen zu lassen. Was gibt es da Besseres als Satire, die uns zum Lachen bringt, und uns gleichzeitig erkennen lässt, dass die Realität gar nicht zum Lachen ist?
Autorenfoto: Copytright ® Sven Hagolani
Marc-Uwe Kling schreibt Bücher (Kinderbücher, meine Satire). Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Die Känguru-Chroniken“, „QualityLand“, „Das Neinhorn“, „Views“ und „Spurenfinder“. Mit „Die Känguru-Rebellion“ legt er Teil 5 Der Känguru-Reihe vor. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Bernd Kissel hat die „Känguru-Comics“ und „Spurenfinder“ illustriert und ist seit vielen Jahren als Zeichner von regionalen und überregionalen Comics tätig. In dieser illustrierten Ausgabe unterstreichen seine Comics die Satire von Kling ganz besonders.
In diesem Buch ist das kommunistische Känguru mit den gesellschaftlichen Zuständen unzufrieden und startet gemeinsam mit dem Kleinkünstler aus seiner WG eine Rebellion. In kurzen, abwechslungsreichen Episoden treffen politische Diskussionen auf absurde Alltagssituationen. Marc-Uwe Kling arbeitet dabei vor allem mit schnellen Dialogen, Wortspielen und Übertreibungen. Die zahlreichen Illustrationen von Bernd Kissel lockern den Text zusätzlich auf und verstärken viele Pointen. Besonders gelungen ist die Satire auf die aktuelle Politik. Das Buch verspottet große Reformversprechen, komplizierte Kompromisse und politische Schlagwörter, die oft überzeugender klingen als die tatsächlichen Ergebnisse. Dadurch lässt es sich gut auf die heutige Bundesregierung beziehen, die Lösungen für wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Probleme finden muss, dabei aber häufig widersprüchliche Erwartungen erfüllen soll, und wie Lobbyisten sich immer wieder durchsetzen. Kling zeigt humorvoll, wie groß der Abstand zwischen Regierungssprache und dem Alltag vieler Menschen sein kann. Auch soziale Medien, Desinformation und politische Radikalisierung werden kritisch aufgegriffen. Die Pointen decken auf und regen zum Nachdenken an. „Die Känguru-Rebellion“ ist eine unterhaltsame, scharfzüngige und sehr aktuelle politische Satire. Marc-Uwe Kling und Bernd Kissel verbinden Humor mit deutlicher Gesellschaftskritik und fordern das Publikum auf, politische Aussagen kritisch zu hinterfragen. Auch wenn das Buch mehr auf Erwachsene abzielt, kann ich es unserer Jugend nur empfehlen. Unbedingt lesen. Dann seid ihr am Zeitgeschehen. Es geht auch um eure positive Zukunft. Ach, jetzt verstehe ich den Verlag, warum es als Jugendbuch geführt wird. Marc-Uwe Kling will, dass die Jugend sich damit befasst!
Marc-Uwe Kling, Bernd Kissel, Die Känguru-Rebellion, Ullstein, ISBN: 987-3-69086-020-8, Paperback, Klappenbroschur, Seiten 327, € 17.00, erschienen 25.08.2026.
Bruna Bonaca, Emanuele Mazzaroppi, AL DENTE AS F*CK, selbst gemachte Pasta, bei der sogar die Nonna ins Schwärmen gerät
Schon der Titel macht klar: Al Dente As F*ck will kein ehrfürchtig flüsterndes Standardwerk für die Vitrine sein. Bruna Bonaca und Emanuele Mazzaroppi – die beiden Köpfe hinter Pastology – treten als zwei sympathisch kompromisslose Pasta-Freaks auf. Ihr Ton ist frech, ihre Haltung rebellisch, doch beim Teig hört der Spaß auf: Hier zählen Präzision, Fingerspitzengefühl und die Bereitschaft, Mehl, Wasser und Ei wirklich zu verstehen. Ich habe schon sehr viele Bücher über Pasta, Nudeln und Teigwaren gelesen, und mich oft gefragt: Benötigen wir das noch? Es waren gute, schlechte, besondere, interessante und auch sehr gute Bücher dabei. Doch nun liegt ein Buch vor mir: „AL DENTE AS F*CK von Bruna Bonaca und Emanuele Mazzaroppi. Diese beiden sind keine Köche, sie sind Pasta-Freaks. Ihre manische Passion nur selbstgemachte Nudeln aus perfektem Teig, perfekter Formung, richtiger Salzmenge und perfektem Garpunkt – Al Dente, nur dann kann die Pasta die Sauce tragen. Schon beim Lesen ist man gefangen von ihrem beiderseitigen Enthusiasmus im Umgang mit Mehl/Grieß und Wasser oder Mehl und Ei. Dazu die handwerkliche Geduld, das Ertasten, Erfühlen des Teiges, wie wichtig die richtige Konsistenz ist. Ich selbst habe Köche nicht nach ihrem Können beurteilt, sondern danach, ob sie ein Gefühl für ihre Gerichte entwickeln. Diese schmecken trotz handwerklicher Fehler automatisch. Bei den anderen Köchen machen die Gerichte noch nicht mal satt, weil man sie nicht aufisst. Lassen Sie sich von Bruna Bonaca und Emanuele Mazzaroppi verführen und mitreißen.
Autorinnenfoto: Copyright ® MVG 8365
Bruna Bonaca wurde in Brasilien geboren und wuchs in Italien auf. Während eines Tiermedizinstudiums arbeitete sie im renovierten Drei-Sterne-Restaurant Le Calandre und entdeckte ihre Leidenschaft für Gastronomie. Anschließend besuchte sie die Kochschule in Cadzand und sammelte Erfahrung im Zwei-Sterne-Restaurant Pure C. Später übernahm sie das Fun-Dining-Konzept Ukly Duckling in Knokke.
Während der Coronazeit verpflichtet, zu Hause zu bleiben, aber mit zu viel Mehl daheim, gründete sie gemeinsam mit Emanuele Mazzaroppi 2021 „Pastalogy“. Aus dem zunächst als Leidenschaftsprojekt gestarteten Unternehmen entwickelte sich eine international bekannte Pasta-Marke. 2024 wurden beide für ihre handgemachte Pasta mit dem Gault & Millau Culinary Innovators Award ausgezeichnet.
Autorenfoto: Copyright ® MVG 8366
Emanuele Mazzaroppi ist italienischer Koch und Pasta-Spezialist aus Rom. Er wuchs im Bistro seiner Eltern auf und kam dadurch schon früh mit der italienischen Küche in Berührung. Mit 18 Jahren ging er nach London, um seine gastronomische Ausbildung zu vertiefen, und sammelte anschließend Erfahrungen in renommierten europäischen Sternerestaurants – unter anderem bei Gordon Ramsay in London, im Tetedoie in Lyon und im IL Tino in Italien. Später arbeitete er im Zwei-Sterne-Restaurant Pur C und im ebenfalls mit zwei Sternenausgezeichneten De Jonkman in Brügge.
Zwei Freaks – die größte Stärke des Buches liegt in der Konzentration auf den Weg vom Grundteig zur fertigen Form. Drei Teigvarianten mit und ohne Ei bilden das Fundament, aus dem Schritt für Schritt mehr als zwanzig Pastasorten entstehen. Damit behandeln Bonaca und Mazzaroppi Nudeln nicht als bloße Träger einer Sauce, sondern als eigenständiges Handwerk. Kneten, Ruhenlassen, Ausrollen und Formen werden zu einer zusammenhängenden Praxis: Konsistenz muss ertastet, Spannung aufgebaut und Dicke kontrolliert werden. Gerade diese körperliche Seite der Pastaherstellung vermittelt das Duo mit überzeugender Begeisterung. Dabei ergänzen sich die beiden Freaks scheinbar ideal. Ihre Erfahrung aus italienischen Familienküchen und anspruchsvoller Restaurantgastronomie sorgt dafür, dass überlieferte Technik nicht verklärt, sondern geprüft und für die heimische Küche übersetzt wird. Die Anleitungen versprechen Orientierung bei der Wahl des passenden Teiges und führen von breiten Pappardelle bis zu gefüllten, sorgfältig verschlossenen Caramelle. Das ist ambitioniert, wirkt aber nicht wie eine artistische Leistungsschau: Das Buch möchte, dass man selbst die Ärmel hochkrempelt. Nachdem man nun ausführlich und eindringlich Teige und Formen erlernen konnte, folgen 45 Gerichte von italienischen Klassikern mit bewusst unorthodoxen Ideen und dem Mut, durch die Welt zu gehen. Pasta sind international. Neben Tagliatelle mit Ragù oder Tortellini in Brühe stehen etwa Orecchiette mit Kimchi und schwarzem Trüffel, Trofie mit Mapo-Tofu-Sauce oder Cappelletti im Banh-mi-Stil. Entscheidend ist, dass die Experimente nicht von der Pasta ablenken. Im besten Fall zeigen sie vielmehr, wie Form, Füllung und Sauce gemeinsam gedacht werden können. Der etwas freche, aber sympathische Ton und die markante Food-Fotografie geben dem Buch Energie. Doch gerade die demonstrative Besessenheit der Autoren ist ansteckend: Fehler erscheinen nicht als Niederlage, sondern als Teil eines Lernprozesses, an dessen Ende man Teig nicht nur nach Rezept, sondern nach Gefühl beurteilt. Ein mitreißendes Buch, Pasta selbst herzustellen. Achtung, ihre Küche bekommt Mehl ab. Von mir eine besondere Empfehlung!
Al DENTE AS F*CK, Bruna Bonaca, Emanuele Mazzaroppi, Riva Verlag, ISBN: 978-3-7423-3016-1, Hardcover, Seiten 165, € 26, erschienen August 2026.
Philipp Racher „Whisky – Flüssiges Gold“, mit Whisky-Investments nachhaltig Vermögen aufbauen
Es fängt ganz klein an. Man probiert einen Whisky, oh … das ist aber interessant. Bekannte und Freunde bieten plötzlich Whisky an, man bekommt immer mehr Gefallen daran, man geht zu Whisky-Verkostungen und Whisky-Messen, bis man meint, unbedingt Irland, Schottland und speziell Isle of Islay zu besuchen. Man geht zu den bekanntesten Destillerien: Ardbeg, Laphroaig, Bruichladdich, Lagavulin, Bowmore, Bunnahabhain und viele mehr. Ein Traum, sich dort durchzuprobieren, und dann kommt es: Man kann flaschenweise die Whiskys erwerben oder halbe oder ganze Fässer kaufen, ganze, dort lagern lassen, bis sie die Lagerzeit erreicht haben, lässt sie in einem bestimmten Fass, Rotweinfass-Finish, Sherryfass, Portweinfass etc. und bekommt dann seinen Whisky geliefert. Entweder man trinkt alles selbst, verschenkt ihn an Freunde oder versucht ihn zu verkaufen. Bleibt ein Gewinn übrig? Und wie ist es mit dem Erwerben von Whiskys aus aller Welt: Japan, Dänemark, Irland, Wales, Deutschland? Lohnt es sich dort, bestimmte Mengen sich zuzulegen und nach entsprechenden Jahren wieder zu veräußern, gerade wenn der spezielle Jahrgang limitiert oder eine Sonderedition ist? Gibtes eine Börse für meinen als Anlage gehorteten Whisky? Hier die Antwort für jeden Whiskyfan von Philipp Racher „Whisky – Flüssiges Gold“. Mit Whisky-Investments nachhaltig Vermögen aufbauen oder Whisky – Meine Aktie!
Sam Kean „Geschichte zum Anfassen“, Von Azteken bis Wikinger: Wie experimentelle Archäologie vergangene Welten zum Leben erwecken
„Archäologie ist mehr als graben. Wenn sie wirklich erklären will, wie der Alltag früher aussah, muss sie sich den Erfahrungen der Menschen widmen.“ Sam Kean
Die experimentelle Archäologie hat den Vorteil, dass sie archäologische Funde und Theorien praktisch versucht nachzumachen und damit überprüfbar sind. Statt sich nur auf Vermutungen und Annahmen zu stützen, versuchen experimentelle Archäologen, Werkzeuge, Gebäude und Boote mit den damals vorhandenen Mitteln und Möglichkeiten nachzubauen oder wie bei den Polynesiern die Erfahrung mit dem Schiffsbau und der Navigation nachzufahren, die riesige Ausdehnung zu erfahren. Sam Kean hat vieles im Selbstversuch miterlebt. Er hat die Länder bereist, versucht, bei den Einheimischen die noch vorhandenen Techniken zu lernen und selbst zu erleben. Daraus ist die „Geschichte zum Anfassen“ herausgekommen. Dieses Buch wurde kurz nach der Veröffentlichung in New York von der New York Times als eines der zehn meist erwarteten Bücher ausgezeichnet und gehörte sofort zu den besten einundzwanzig.
Eva Almstädt „Die letzte Predigt“, Akte Nordsee – Kriminalroman
Mit „Die letzte Predigt“ beweist Eva Almstädt erneut, dass die Nordsee weit mehr ist als eine eindrucksvolle Kulisse. Das Wattenmeer, der Wind und die weite Landschaft prägen nicht nur die Atmosphäre des Romans, sondern spiegeln auch die Menschen wider, die dort leben. Hinter der oft rauen Schönheit der Küste verbergen sich Tradition, Zusammenhalt, Eifersucht und verschwiegene Geheimnisse. Eva Almstädts Darstellungen der kleinen Dörfer, in diesem Fall Estherwiek und Umgebung, wo jeder jeden kennt und die Erinnerungen dort Jahrzehnte zurückreichen und nie ganz verschwinden. Wer so wie ich auch in so einem kleinen Dorf aufgewachsen ist, kennt das aus eigenen Erlebnissen: die wachen Augen und Ohren der Nachbarn, aber genießt auch die Vorteile des dörflichen Miteinanders. Es gibt Geborgenheit und Verlässlichkeit. Da passen zwei hintereinander auftretende Leichen nicht hinein.
Lina Bengtsdotter „ Waldnacht“, Kriminalroman
Mit „Waldnacht“ startet Lina Bengtsdotter ihre neue Sakka-Pienni-Serie und entführt die Leser in einen düsteren, atmosphärischen, skandinavischen Krimi. Im Mittelpunkt steht die eigensinnige Ermittlerin Sakka Pienni, die in einem Mordfall im wohlhabenden Stockholmer Vorort Djursholm ermittelt und dabei nicht nur auf ein Netz aus Geheimnissen und Lügen stößt. Nichts scheint so, wie es dargestellt wird. Zumal Sakka Pienni als junge Frau selbst als Au-pair 4 Jahre in Djursholm gelebt hat und somit mit den Eigenheiten dieser sogenannten besseren Gesellschaft bestens auskennt. Lina Bengtsdotter gelingt es, eine spannende Mischung aus Ermittlungsarbeit, psychologischer Tiefe und nordischer Stimmung aufzubauen. Beeindruckend, wie es Lina Bengtsdotter gelungen ist, die vielschichtigen Figuren und die Art, wie sie Sakkas innere Konflikte mit der eigentlichen Handlung verknüpft.