Was haben wir gelacht und wie ist uns das Lachen im Halse steckengeblieben! Frauen als Inbegriff von anzüglichen, dämlichen Witzen, Tutti Frutti, touch-a, touch-a touch-her – „Wetten dass“ mit Herrn Gottschalk. Und nicht zu vergessen Harald Schmidt mit seinen frauenfeindlichen, geschmacklosen Zoten. Das waren die Zeiten, des deutschen Fernsehens, in denen die ersten Komikerinnen groß werden wollten, wenn sie denn konnten. Zeiten mit Fernsehsendungen, bei denen der Spruch, ›Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten‹, für Frauen niemals galt. Entertainerinnen wie Hella von Sinnen, Ester Schweins, Maren Kroymann, Gaby Köster und Bettina Böttinger gehörten zu der ersten Riege der Komikerinnen/Kabarettistinnen. Sie alle waren und sind intelligent, manche queer, hübsch und schlagfertig, aber in den Siebzigern, Achtzigern nicht immer mutig genug, sich zu wehren.

Szenenfoto 1 mit Copyrightinformation: Hella von Sinnen, Thomas Gottschalk
© Archiv: ZDF, Wetten, dass…?, 02.03.1991, Im Bild: Hella von Sinnen, Thomas Gottschalk
Hella von Sinnen war wohl in diesen Zeiten die Aufmüpfigste unter ihnen, eine Ikone des deutschen Fernsehens, die recht erfolgreich mit „frecher Schnauze“ über die Herren siegte. Ester Schweins wurde mit ›RTL Samstag Nacht‹ bekannt, wobei sie unter ihrer Attraktivität wahrscheinlich mehr litt, als dass sie Vorteile daraus ziehen konnte oder es überhaupt wollte!
Szenenfoto 2 mit Copyrightinformation: : Maren Kroymann, Hella von Sinnen
© Archiv: SWR, Nachtcafé: Männerhumor und Weiberwitz – wer lacht über was?, 17.02.1995
Maren Kroymann, die zurückhaltende, gut erzogene Kabarettistin mit Biss, die bei ihrem ersten Auftritt 1985 im ›Scheibenwischer‹ als dekoratives Element mitmachen durfte!
Szenenfoto 3 mit Copyrightinformation: Gaby Köster © BASIS BERLIN Filmproduktion / ZDF / Thomas Lütz
Gaby Köster, ein Original, das sich selbst immer treu blieb, und das macht sie in dem Film auch klar.
Szenenfoto 4 mit Copyrightinformation Bettina Böttinger, Harald Schmid
© Archiv: WDR, B. trifft … Harald Schmidt, 20.11.1998Im Bild: Bettina Böttinger, Harald Schmid
Und Bettina Maria Böttinger, die sich trotz aller Klugheit leider durch hampelmannhaftes Verhalten eines Harald Schmidt sehr betroffen fühlte. Wenigstens verließ sie Schmidts Sendung demonstrativ, wegen seiner Unverschämtheit. Bravo, manchmal muss man Geschmacklosigkeiten den Rücken kehren!
Klar, diese Komikerinnen oder Kabarettistinnen waren damals Vorreiterinnen, bedienten manchmal auch ungewollt Klischees. Was sollten sie auch machen, um überhaupt gesehen zu werden? Es ist aber in der heutigen Zeit umso verrückter, diese Film-Dokumentation zu sehen, weil wir, wie Hella von Sinnen es nennt, auf einem Rückweg sind. Es findet ein ›Backlash of Feminism‹ statt, und wir sind damit bei einem Trend angekommen, der eine Ohrfeige mitten ins Gesicht von allen Frauen ist. Tradewifes und Kardashians machen es vor und trotz aller #Metoo-Bewegungen, sind wir back towards the 50th.
Es ist ein toller Film, eine tolle Dokumentation, mit ungekünstelten Interviews und Kommentaren von gestandenen Frauen, von durch und durch klugen Frauen. Alle sind nur unscheinbar älter oder etwas jünger als ich und wir haben damit die gleichen Jahrzehnte hautnah erlebt. Auch ich kann mich live erinnern an den grenzwertigen Schmidt und die erste Ausstrahlung der wohl blödesten, sogenannten Erotik-Spiel-Show, Tutti Frutti, bei der niemand wusste, was da eigentlich gespielt wurde.
Daher öffnen sich jetzt bei den Filmszenen umso mehr die Augen. Kurz gesagt: Man ist empört über das Verhalten der Showmaster von damals, über die sexualisierten Witze auf Kosten der Frauen und der Ansicht, dass Frauen, kaum mehr als zum dekorativen Püppchen im deutschen Fernsehen taugten.
Es ist eine besondere Dokumentation, die vor allem jungen Frauen sehen sollten. Damit auch ihnen klar wird, warum Frauen wie Alice Schwarzer und Hella von Sinnen und wir alten Frauen, die für die Geleichberechtigung gekämpft haben, die Hände wieder über dem Kopf zusammenschlagen und fragen: Was passiert gerade mit dem Feminismus und warum stehen sich so viele junge Frauen selbst im Weg? Es darf keinen Pfad zurück zu Herd, Kind und Patriachat geben.
Die nachfolgenden Informationen sind der Pressemappe des Verleihs / von Port au Prince Pictures entnommen:
Ein Film von Eva Müller & Isabel Schneider, Regie & Buch: Eva Müller und Isabel Schneider – mit Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Esther Schweins, Bettina Böttinger und Gaby Köster
Eine Produktion von BASIS BERLIN Filmproduktion, In Koproduktion mit ZDF, gefördert von Deutscher Filmförderderfonds und Film- und Medienstiftung NRW
Im Verleih von Port au Prince Pictures, Holzmarkstraße 25, 10243 Berlin, Tel.: 030 319 555 14, pictures@port-prince.de
PRESSEAGENTUR: Filmpresse Meuser, Ederstraße 10,60486 Frankfurt am Main, Tel.: 069 405 80 40, info@filmpresse-meuser.de
Technische Angaben: WAS HABEN WIR GELACHT, Land: Deutschland, Jahr: 2026, Laufzeit: 98 Minuten, Seitenverhältnis: 2k, 1:85:, Bildfrequenz: 25 FPS, Ton: 5.1 Surround, Originalsprache: Deutsch, Untertitel: Englisch, FSK: 12
Logline, Kurzsynopsis und Pressenotiz aus der Pressemappe des Films:
WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die Geschichte des deutschen Unterhaltungsfernsehens der 90er und 00er Jahre erstmals aus Frauenperspektive – und fragt: Wer durfte witzig sein, über wen wurde gelacht, und was hat das mit Macht und Gleichberechtigung zu tun?
WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er und früher 00er Jahre erstmals aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt.
Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert – durch „Wetten, dass…?“, die „Harald Schmidt Show“ und später „TV total“. Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was haben Humor, Witz und Unterhaltung mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er und 00er. „Was haben wir gelacht“ – oder vielleicht doch nicht?


Der Pumuckl und sein Meister Eder sind jedem der Generation 1960 bis 1990 bekannt. 1982 wurde die Geschichte das erste Mal als Serie für das Fernsehen adaptiert. Es basierte auf den Kinderbüchern von Ellis Kaut, die 1965 veröffentlicht wurden. Drei Jahre, nachdem die Serie als Hörspiel für den Bayrischen Rundfunk über den Äther ging. Ob als Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener man liebte den Pumuckl mit seiner nervigen Stimme einfach. Gustel Bayrhammer als geduldiger Münchner Tischler war sein treues Pendant, bereits in den anfänglichen Hörspielen. Hans Clarin verlieh bis ins hohe Alter dem liebenswerten Kobold seine Stimme. Nach dem Tod von Gustel Bayerhammer und Hans Clarin wurde es ruhiger um den Pumuckl, auch wenn noch eine Kinofilm und ein Musical folgten.
Wenn man schon etwas länger auf der Welt weilt, weiß man, dass es Geschichten gibt, die alle Jahrzehnte wieder neu verfilmt werden. So wird behauptet, ›Die drei Musketiere‹ wurden bisher über fünfzig Mal verfilmt. Meine Lieblingsverfilmung war der Dreiteiler aus den siebziger Jahren mit einem unvergesslichen Michael York als D’Artagnan, Richard Chamberlain als Aramis und Faye Dunaway als bitterböse Milady de Winter. Damals etwas gestelzt und zu sauber verfilmt, aber ich habe die Filme dennoch geliebt.
Was die Neuverfilmung, die ich hier besprechen will, angeht, so haben Dimitri Rassam und Jérome Seydoux einen durch und durch französischen Film gemacht! Und das verleiht dem Zweiteiler eine echte Brillanz! Eine alte Geschichte, die neu aufgesetzt, ohne Spezialeffekte auskommt und von erstklassigen Schauspielern lebt. Zwar wurde der Roman nicht ganz zeilengetreu verfilmt, doch dafür spannend, glamourös und tief greifender, als die Saubermann-Musketier-Filme der Siebziger. Mein Highlight bei der Verfilmung: Das erste Mal gefiel mir Milady de Winters Hintergrund und auch ihre Person!

Freibad ist ein mittelmäßiger Klamauk, denn sehr viel mehr kann man beim besten Willen nicht in dem Film hineininterpretieren. Bestimmt hatte die Drehbuchautorin und Regisseurin Höheres geplant, doch der Anspruch ging unterwegs etwas verloren. Was eigentlich schade ist, denn das Thema ist super und hätte viel mehr hergeben können. Es hätte eine Satire oder eine zynische Erzählung aus unserer „Woke-Zeit“ werden können. In der das Wort „Woke“, eigentlich ein Ausdruck, der für das Bewusstsein gegen Rassismus und mangelnder sozialen Gerechtigkeit steht, sich langsam schon zu einem Negativum entwickelt hat. So spult sich ein manchmal witziger Film, der durch seine Schauspieler und nicht unbedingt durch seine Handlung wirkt vor unseren Augen ab. Das einzige Frauenbad Deutschlands wird zur Drehscheibe der Kulturen und vielem mehr. Frauen, die unterschiedlicher Kultur, Hautfarbe, Geschlechtsidentitäten und vor allem Meinungen sind. Richtig interessant ist es, das sich alle dort im Frauenfreibad über den Nächsten aufregen und manchmal zu Separatitinnen werden. Doch separiert man sie, passt das dann auch nicht.
Lamborghini, Ferrari und Maserati, das sind Namen und Auto, die für Luxus, Eleganz und den Jetset stehen. Doch was sind die Geschichten hinter den Erfolgen? Der Film Lamborghini, Der Mann hinter der Legende, nimmt genau diese Erzählung auf. Denn Ferruccio Lamborghini kam als junger mittelloser Soldat aus dem Krieg zurück auf den Hof seiner Eltern. Doch schon damals wollte er mehr und so tat er sich mit seinem Kriegskameraden zusammen, um erst einmal Traktoren zu bauen. Doch Ferruccio will mehr. In dem Film wird auch die Feindschaft zwischen Enzo Ferrari und Ferruccio Lamborghini aufgegriffen, die bis heute mal als Wahrheit, mal als Legende erzählt wird. Angeblich ärgerte sich Ferruccio Lamborghini über seinen eigenen Ferrari so sehr, dass er selbst einen Sportwagen baute und ihn Ferrari anbot. Der soll daraufhin dem Autogenie die kalte Schulter gezeigt haben und ihn zu seinen Traktoren zurückgeschickt haben. Es wird der wirtschaftliche Aufstieg der Lamborghini Sportwagen aber auch der familiäre Abstieg der Familie gezeigt.