Kategorie: Filmkritiken

Film: Was haben wir gelacht! Kinostart Deutschland am 16.07.2026

Was haben wir gelacht und wie ist uns das Lachen im Halse steckengeblieben! Frauen als Inbegriff von anzüglichen, dämlichen Witzen, Tutti Frutti, touch-a, touch-a touch-her – „Wetten dass“ mit Herrn Gottschalk. Und nicht zu vergessen Harald Schmidt mit seinen frauenfeindlichen, geschmacklosen Zoten. Das waren die Zeiten, des deutschen Fernsehens, in denen die ersten Komikerinnen groß werden wollten, wenn sie denn konnten. Zeiten mit Fernsehsendungen, bei denen der Spruch, ›Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten‹, für Frauen niemals galt. Entertainerinnen wie Hella von Sinnen, Ester Schweins, Maren Kroymann, Gaby Köster und Bettina Böttinger gehörten zu der ersten Riege der Komikerinnen/Kabarettistinnen. Sie alle waren und sind intelligent, manche queer, hübsch und schlagfertig, aber in den Siebzigern, Achtzigern nicht immer mutig genug, sich zu wehren.

Szenenfoto 1 mit Copyrightinformation: Hella von Sinnen, Thomas Gottschalk
© Archiv: ZDF, Wetten, dass…?, 02.03.1991, Im Bild: Hella von Sinnen, Thomas Gottschalk

 

Hella von Sinnen war wohl in diesen Zeiten die Aufmüpfigste unter ihnen, eine Ikone des deutschen Fernsehens, die recht erfolgreich mit „frecher Schnauze“ über die Herren siegte. Ester Schweins wurde mit ›RTL Samstag Nacht‹ bekannt, wobei sie unter ihrer Attraktivität wahrscheinlich mehr litt, als dass sie Vorteile daraus ziehen konnte oder es überhaupt wollte!

 

Szenenfoto 2 mit Copyrightinformation: : Maren Kroymann, Hella von Sinnen
© Archiv: SWR, Nachtcafé: Männerhumor und Weiberwitz – wer lacht über was?, 17.02.1995

 

Maren Kroymann, die zurückhaltende, gut erzogene Kabarettistin mit Biss, die bei ihrem ersten Auftritt 1985 im ›Scheibenwischer‹ als dekoratives Element mitmachen durfte!

 

Szenenfoto 3 mit Copyrightinformation: Gaby Köster © BASIS BERLIN Filmproduktion / ZDF / Thomas Lütz

 

 

Gaby Köster, ein Original, das sich selbst immer treu blieb, und das macht sie in dem Film auch klar.

 

Szenenfoto 4 mit Copyrightinformation Bettina Böttinger, Harald Schmid
© Archiv: WDR, B. trifft … Harald Schmidt, 20.11.1998Im  Bild: Bettina Böttinger, Harald Schmid

 

Und  Bettina Maria Böttinger, die sich trotz aller Klugheit leider durch hampelmannhaftes Verhalten eines Harald Schmidt sehr betroffen fühlte. Wenigstens verließ sie Schmidts Sendung demonstrativ, wegen seiner Unverschämtheit. Bravo, manchmal muss man Geschmacklosigkeiten den Rücken kehren!

Klar, diese Komikerinnen oder Kabarettistinnen waren damals Vorreiterinnen, bedienten manchmal auch ungewollt Klischees. Was sollten sie auch machen, um überhaupt gesehen zu werden? Es ist aber in der heutigen Zeit umso verrückter, diese Film-Dokumentation zu sehen, weil wir, wie Hella von Sinnen es nennt, auf einem Rückweg sind. Es findet ein ›Backlash of Feminism‹ statt, und wir sind damit bei einem Trend angekommen, der eine Ohrfeige mitten ins Gesicht von allen Frauen ist. Tradewifes und Kardashians machen es vor und trotz aller #Metoo-Bewegungen, sind wir back towards the 50th.

Es ist ein toller Film, eine tolle Dokumentation, mit ungekünstelten Interviews und Kommentaren von gestandenen Frauen, von durch und durch klugen Frauen. Alle sind nur unscheinbar älter oder etwas jünger als ich und wir haben damit die gleichen Jahrzehnte hautnah erlebt. Auch ich kann mich live erinnern an den grenzwertigen Schmidt und die erste Ausstrahlung der wohl blödesten, sogenannten Erotik-Spiel-Show, Tutti Frutti, bei der niemand wusste, was da eigentlich gespielt wurde.

Daher öffnen sich jetzt bei den Filmszenen umso mehr die Augen. Kurz gesagt: Man ist empört über das Verhalten der Showmaster von damals, über die sexualisierten Witze auf Kosten der Frauen und der Ansicht, dass Frauen, kaum mehr als zum dekorativen Püppchen im deutschen Fernsehen taugten.

Es ist eine besondere Dokumentation, die vor allem jungen Frauen sehen sollten. Damit auch ihnen klar wird, warum Frauen wie Alice Schwarzer und Hella von Sinnen und wir alten Frauen, die für die Geleichberechtigung gekämpft haben, die Hände wieder über dem Kopf zusammenschlagen und fragen: Was passiert gerade mit dem Feminismus und warum stehen sich so viele junge Frauen selbst im Weg? Es darf keinen Pfad zurück zu Herd, Kind und Patriachat geben.

Die nachfolgenden Informationen sind der Pressemappe des Verleihs / von Port au Prince Pictures entnommen:

Ein Film von Eva Müller & Isabel Schneider, Regie & Buch: Eva Müller und Isabel Schneider  –  mit Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Esther Schweins, Bettina Böttinger und Gaby Köster

Eine Produktion von BASIS BERLIN Filmproduktion, In Koproduktion mit ZDF, gefördert von Deutscher Filmförderderfonds und Film- und Medienstiftung NRW

Im Verleih von Port au Prince Pictures, Holzmarkstraße 25, 10243 Berlin, Tel.: 030 319 555 14, pictures@port-prince.de

PRESSEAGENTUR: Filmpresse Meuser, Ederstraße 10,60486 Frankfurt am Main, Tel.: 069 405 80 40, info@filmpresse-meuser.de

Technische Angaben: WAS HABEN WIR GELACHT, Land: Deutschland, Jahr: 2026, Laufzeit: 98 Minuten, Seitenverhältnis: 2k, 1:85:, Bildfrequenz: 25 FPS, Ton: 5.1 Surround, Originalsprache: Deutsch, Untertitel: Englisch, FSK: 12

Logline, Kurzsynopsis und Pressenotiz aus der Pressemappe des Films:

WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die Geschichte des deutschen Unterhaltungsfernsehens der 90er und 00er Jahre erstmals aus Frauenperspektive – und fragt: Wer durfte witzig sein, über wen wurde gelacht, und was hat das mit Macht und Gleichberechtigung zu tun?

WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er und früher 00er Jahre erstmals aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen,  Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt.

Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert – durch „Wetten, dass…?“, die „Harald Schmidt Show“ und später „TV total“. Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was haben Humor, Witz und Unterhaltung mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er und 00er. „Was haben wir gelacht“ – oder vielleicht doch nicht?

Film: Megalopolis, by Francis Ford Coppola, DVD und Blu-ray

Ich glaube, es ist mir noch nie so schwer gefallen, eine Rezension für einen Film zu schreiben. Dazu muss ich sagen ich bin ein Coppola Fan. Auch wenn die heroische Darstellung der Mafia im Paten eine berechtigte Kritik, genau wie die zwiespältige Meinung, ob ›Apocalypse Now‹ ein anti oder ein kriegsverherrlichender Film ist, völlig legitim sind. Dennoch habe ich den ›Paten‹, und zwar Teil I, II und III mehr als fünf Mal gesehen, genau wie ›Apocalypse Now‹. Denn es war und ist immer noch großes Kino. Jetzt kommt Coppolas Lebenswerk, das vierzig Jahre dauerte und selbst finanziert wurde, aus Mangel an Investoren, ins Kino und in unserem Fall auf DVD und Blu-Ray. Und ja, ich bin hin und hergerissen, wie ich den Film denn nun finden soll.

Er hat mich fasziniert, ich habe den Kopf geschüttelt. Er ist mit philosophischen Dialogen überfrachtet, ähnlich schwer zu verstehen, als wolle man die Ilias von Homer lesen, dennoch gruselt es einem bei den Parallelen zur USA von Präsident Trump. Die Bilder sind grell, funkelnd, bezaubernd, wirr und manchmal zusammenhangslos. Der Film ist schwer zu begreifen, aber das war der Stummfilm Metropolis von Fritz Lang 1927 bestimmt auch.

So ist meine Quintessenz dieses Films: Ja, ich werde mir ihn ein zweites Mal ansehen. Ja, ich empfehle Ihnen, liebe Leser und Filmliebhaber, sehen Sie sich ihn an. Am besten mit mehreren Freunden und reden sie über den Film. Denn auch wenn der Film umstritten ist in der Presse und eine verhaltene Reaktion in Cannes erhielt, so wird doch über ihn geredet! Weiterlesen

Film: Chantal im Märchenwald, Jugendfilm von den Machern von Fack ju Göhte

Man sollte schon den Film ›Fack ju Göhte‹ mögen, damit man sich an ›Chantal im Märchenland‹ erfreuen kann. Denn es sind viele der gleichen Charaktere dabei und selbst Elias M’Barek hat einen Gastauftritt. Es geht um Spaß und Humor und um richtig junge Leute, die man vielleicht in meinem Alter nicht mehr so versteht. Aber ganz so sinnfrei ist der Film nun auch nicht. Denn es geht im Großen und Ganzen darum, dass die alten Märchen, die vor hunderten Jahren geschrieben wurden eine ganz andere Gesellschaft repräsentieren. Da gab es den mutigen Ritter, der gegen Drachen kämpfte, die edle Jungfrau, die gerettet werden musste und hatte die Prinzessin ihren Prinzen, war sie wunschlos glücklich, und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Das lag dann wohl daran, dass die Gebrüder Grimm die Märchen etwa Ende des achtzehnten Jahrhunderts geschrieben und gesammelt haben. Die Erzählungen von Tausend und einer Nacht wurden sogar Anfang des 18. Jahrhunderts aus dem Arabischen ins Französischen übersetzt. Damals war das Patriarchat und die Heterosexualität die einzig akzeptierte offizielle Lebensweise in Europa und ist es heute in vielen der arabischen Staaten immer noch.

Was also passiert, wenn heutige Handyjunkies, die sowohl multikulti als auch sexuell irgendwie emanzipiert sind und sich eigentlich nur von ihren Follower und den entsprechenden Produktagenturen dominieren und manipulieren lassen, in eine völlig altertümliche Märchenwelt kommen. Das schreit schon nach einigen witzigen Situationen. Und das Chantal eigentlich gar nicht so doof ist, wie sie immer rüberkommt, wissen wir ja schon seit Fack ju Göhte!

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Film: Neue Geschichten vom Pumuckl, DVD und Blu-Ray

Der Pumuckl und sein Meister Eder sind jedem der Generation 1960 bis 1990 bekannt. 1982 wurde die Geschichte das erste Mal als Serie für das Fernsehen adaptiert. Es basierte auf den Kinderbüchern von Ellis Kaut, die 1965 veröffentlicht wurden. Drei Jahre, nachdem die Serie als Hörspiel für den Bayrischen Rundfunk über den Äther ging. Ob als Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener man liebte den Pumuckl mit seiner nervigen Stimme einfach. Gustel Bayrhammer als geduldiger Münchner Tischler war sein treues Pendant, bereits in den anfänglichen Hörspielen. Hans Clarin verlieh bis ins hohe Alter dem liebenswerten Kobold seine Stimme. Nach dem Tod von Gustel Bayerhammer und Hans Clarin wurde es ruhiger um den Pumuckl, auch wenn noch eine Kinofilm und ein Musical folgten.

Szenenbilder: Copyright ® Constantin Film Vertriebs GmbH

Tja und dann kommt das Jahr 2024 und dreizehn neue Folgen von Pumuckl und seinem Eder erscheinen. Dreißig Jahre sind vergangen, seit Meister Eder gestorben ist und seine Werkstatt geschlossen wurde. Sein Neffe Florian Eder will eigentlich die Werkstatt verkaufen, doch als er einen Eimer mit Leim umwirft und Pumuckl daran kleben bleibt, tritt das Koboldgesetz in Kraft. Er wird sichtbar und muss jetzt für immer bei diesem Menschen bleiben. Na, da hat sich der Florian Eder was ans Bein gebunden. Kurzerhand übernimmt er die Werkstatt und eröffnet die Tischlerei wieder. Sehr zu Freude seines kleinen Kobolds.

Die neuen Serien von Pumuckl anzuschauen, ist, wie nach Hause kommen. Als wäre es gestern gewesen, dass man über den kleinen Kerl gelacht hat. Mit Florian Brückner wurde ein solch sympathischer neuer Eder gefunden, dass es an nichts mangelt. Maximilian Schafroth leiht Pumuckl seine Stimme, und wird hier und da von einer KI unterstützt, die Hans Clarins Stimme in der Synchronisierung mit einbezieht. Natürlich sind die Animationen in den neuen Serien viel besser als Früher, doch Pumuckl bleibt einfach Pumuckl.

Man kann sich gar nicht vorstellen, dass es um den Pumuckl auch viel Streit gab. Die Autorin der Geschichten und die Zeichnerin, die Pumuckl visuell ein Leben gab, konnten sich erst nach langem Rechtsstreit einigen. Und als der 50. Jubiläumsband des ersten Pumuckl-Buchs 2015 erschien, meldeten sich die Leser und Fans des Kobolds. Man hatte doch wirklich dem Pumuckl sein kleines Bäuchlein weggezaubert. Empörung folgte auf den Fuß und so sah unser Pumuckl bei den weiteren Veröffentlichungen wieder so aus, wie er das immer tat.

Haben Sie als Kind, Jugendlicher oder sogar damals schon Erwachsener den Pumuckl und seinen Eder geliebt, dann sehen Sie sich die neuen Serien an. Es sind liebevolle, moderne Geschichten mit einem sehr sympathischen Eder und einem herzigen, frechen und lustigen Pumuckl. So wie wir ihn kennen!!!

Willkommen zurück lieber Pumuckl!

Constantin Film:

NEUE GESCHICHTEN VOM PUMUCKL
DIE SERIE

Hurra, hurra, der Pumuckl ist wieder da!

Ab 25. Juli 2024 auf DVD, Blu-ray & digital

Dicker Staub flockt durch die Luft, als Meister Eders Neffe Florian (Florian Brückner) die Werkstatt betritt. Mehr als 30 Jahre lang waren Hobelbank und Kreissäge eingemottet. Florian Eder und seine Schwester Bärbel haben die alte Schreinerwerkstatt ihres Onkels geerbt. Lange stand sie leer. Jetzt soll sie verkauft werden. Doch in der Werkstatt scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Es spukt! Und prompt wiederholt sich das Schicksal: Pumuckl bleibt am Leim kleben und wird für Florian Eder sichtbar. Der kann seinen Augen kaum trauen. Ein Kobold? Ein Koboldsgesetz besagt: Wenn ein Kobold für einen Menschen sichtbar wird, dann muss er für immer bei diesem Menschen bleiben. Eder beschließt, seinen Job zu kündigen, die Werkstatt wiederherzurichten und in der Wohnung darüber einzuziehen. Von nun an erleben Florian Eder und Pumuckl viele neue Abenteuer voller Spaß, Herzlichkeit und Schabernack.
Florian Brückner („Der Boandlkramer und die ewige Liebe“) übernimmt die Rolle von Meister Eders Neffen. In weiteren Rollen spielen u.a. Milan Peschel, Frederic Linkemann, Ilse Neubauer, Katharina Thalbach und Teresa Rizos. Behutsam und liebevoll wurde die Figur des “Pumuckl” modernisiert. Das Schauspiel und die Stimme von Kabarettist Maximilian Schafroth sind die Vorlage für die Animation des Kobolds. Außerdem wurde für Pumuckls Stimme zum ersten Mal überhaupt in diesem Umfang mittels KI die Stimme Schafroths in die unverkennbare Pumuckl-Stimme von Hans Clarin umgewandelt. Für alte und neue Pumuckl-Fans stehen beide Stimmversionen zum Schauen bereit.

Regie führt Marcus H. Rosenmüller. Er steht wie kein anderer für Filme mit Herz, darunter „Unheimlich perfekte Freunde“, „Wer früher stirbt, ist länger tot“, „Trautmann“ und die Trilogie „Beste Zeit“, „Beste Gegend“ & „Beste Chance“. Die Kamera übernimmt Stefan Biebl.

Die Serie beinhaltet alle 13 Folgen:

1.            Koboldgesetz
2.            Pumuckl wird verschenkt
3.            Der alte Eder
4.            Der verflixte Kaugummi
5.            Eder ist an allem Schuld
6.            Pumuckl und die Geburtstagsüberraschung
7.            Pumuckl geht angeln
8.            Pumuckl wird verzaubert
9.            Werkstatt in Gefahr
10.          Pumuckl und das Pferd vom Nil
11.          Pumuckl und die Spinne
12.          Pumuckl will Skifahren
13.          Pumuckl feiert Silvester
Darsteller:

Florian Brückner, Milan Peschel, Frederic Linkemann, Ilse Neubauer, Katharina Thalbach und Teresa Rizos
Regie:  Marcus H. Rosenmüller
Drehbuch:
Korbinian Dufter, Matthias Pacht, Moritz Binder, Katharina Köster

DVD-Ausstattung:

Bildformat: 1.78:1 in 16:9

Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0, Deutsch 5.1 KI-Stimme Hans Clarin, Deutsch Stereo KI-Stimme Hans Clarin
Jahr: Deutschland, 2023
Länge: ca. 77 Min.
FSK: ab 0 Jahren

Extras: Making-of „Aus dem Leben eines Kobolds“ (ca. 46 Min.)

DVD Kauf-EAN: 4011976910183

Blu-ray-Ausstattung:
Bildformat: 1.78:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0, Deutsch 5.1 KI-Stimme Hans Clarin, Deutsch Stereo KI-Stimme Hans Clarin
Jahr: Deutschland, 2023
Länge: ca. 77 Min.
FSK: ab 0 Jahren

Extras: Making-of „Aus dem Leben eines Kobolds“ (ca. 46 Min.)

Blu-ray Kauf-EAN: 4011976356684

Das Cover und die Szenenbilder wurden freundlicherweise honorarfrei vom der Constantin Film Vertriebs GmbH zur Verfügung gestellt. Die Szenenbilder werden einen Monat nach Erscheinen der Rezension wieder gelöscht.

Film: Die drei Musketiere. Teil I D’Artagnan, Teil II Milady, DVD und Blu-Ray, nach einem Roman von Alexandre Dumas

Wenn man schon etwas länger auf der Welt weilt, weiß man, dass es Geschichten gibt, die alle Jahrzehnte wieder neu verfilmt werden. So wird behauptet, ›Die drei Musketiere‹ wurden bisher über fünfzig Mal verfilmt. Meine Lieblingsverfilmung war der Dreiteiler aus den siebziger Jahren mit einem unvergesslichen Michael York als D’Artagnan, Richard Chamberlain als Aramis und Faye Dunaway als bitterböse Milady de Winter. Damals etwas gestelzt und zu sauber verfilmt, aber ich habe die Filme dennoch geliebt.

 

Was die Neuverfilmung, die ich hier besprechen will, angeht, so haben Dimitri Rassam und Jérome Seydoux einen durch und durch französischen Film gemacht! Und das verleiht dem Zweiteiler eine echte Brillanz! Eine alte Geschichte, die neu aufgesetzt, ohne Spezialeffekte auskommt und von erstklassigen Schauspielern lebt. Zwar wurde der Roman nicht ganz zeilengetreu verfilmt, doch dafür spannend, glamourös und tief greifender, als die Saubermann-Musketier-Filme der Siebziger. Mein Highlight bei der Verfilmung: Das erste Mal gefiel mir Milady de Winters Hintergrund und auch ihre Person!

Eine absolute Filmempfehlung, wenn Sie sich den Klassiker von Alexandre Dumas einmal ansehen oder wieder einmal neu ansehen möchten!

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Film: Perfect Addiction, für junge Erwachsene und Teenager, DVD und Blu-Ray

Perfect Addiction ist definitiv ein Film für junge Leute, Teenager und altersmäßig etwas darüber. In dem Alter hätte es mir der Film auch angetan, genau wie die Twilight Saga oder Dirty Dancing, um mal einen alten Film dieses Genres zu nennen. Es geht um die erste gefühlt große Liebe, den ersten Betrug, Rache und die Einsicht, dass man immer erst sich selbst verwirklichen sollte, bevor man sich auf einen Partner konzentrieren kann. Diese Dreiecks-Geschichte ist im Milieu der Marshall Art, des Ultimate Fighting Championship aber auch den verbotenen Fight Clubs angesiedelt. Eine harte Sportart, die wenn sie undercover geht, tödlich enden kann. Dort wird meist ohne Limits gekämpft. Erstaunlicherweise spielt Sienna, eine sehr sportliche junge Frau, die Trainerin eines dieser Champions. Ein junger Mann, der durch einen Motorradunfall fast nicht mehr auf die Beine kommt. Sienna gibt ihm sein Selbstbewusstsein zurück und durch Disziplin auch seine Fitness. Mittlerweile sind sie auch ein Liebespaar und leben zusammen. Wieder auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Fight Champion angekommen, dankt er es Sienna, indem er mit ihrer kleinen Schwester Sex hat. Sienna schwört Rache und trainiert ab dem Moment seinen größten Konkurrenten.

Ein netter Film, bei dem mir gefallen hat, dass die Hauptdarstellerin eine gestandene und selbstbewusste junge Frau ist. Sie lässt die beiden harten Kerle ganz schön schwitzen, nicht nur beim Sport, denn auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ein netter Film und gute Unterhaltung für einen kurzweiligen Abend.

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Film: Alle reden übers Wetter DVD und Blu-Ray

Definitiv sind die Adjektive „unaufgeregt“ und „tief“, wie für diesen Film gemacht. Die Ruhe mit der die zynisch, intellektuellen Hochschul-Kreisen in der Hauptstadt oder der kopfgesteuerte, saloppe Umgang mit Ex-Männern und deren neuer Familie gezeigt wird, macht den Zuschauer regelrecht kribbelig. Solange Clara, die Dozentin, die gerade ihren Doktor macht, in Berlin ist, wirkt auch sie unaufgeräumt. Sie kann sich weder für noch gegen ihre Affäre zu einem Studenten entscheiden. Ihrer Doktormutter Margot die Stirn zu bieten ist ebenfalls nicht drin, doch am schlimmsten ist es, wenn das Gespräch auf ihre ostdeutsche provinzielle Herkunft kommt. Als sie mit ihrer jugendlichen Tochter Emma zum 60. Geburtstag ihrer Mutter zurück in die Provinz fährt, scheint dort die Zeit stehen geblieben. Zwar wird Clara ruhiger bei den Leuten ihrer Vergangenheit, ist aber mittlerweile keine mehr von ihnen und wird selbst zur Beobachterin. Und im Endeffekt ist es egal, ob als intellektueller Überflieger im Westen oder Landpomeranze im Osten, in beiden Strukturen reden alle nur übers Wetter. Nur so kann man vermeiden, auf den schmerzhaften Kern der Dinge zu kommen.

Ich war durch und durch begeistert. Der Film fängt die Landbevölkerung im Osten genau wie die sogenannte hippe Berliner Society einem Dokumentarfilm gleich ein. Das pralle wahre Leben starrt einem entgegen. Nicht nur hat die Regisseurin Annika Pinske genau hingesehen, wie solche Strukturen funktionieren, sie hat die Menschen auch äußerst realistisch wiedergegeben. Das hat auch viel mit den schauspielerischen Leistungen zu tun. Nicht nur die Hauptprotagonisten, sondern auch alle Nebenrollen treffen den richtigen Ton. So wird der Zuschauer zum Voyeur und fühlt sich manchmal auch so. Sehr sehenswert! Weiterlesen

Film: Freibad, Doris Dörrie, DVD und Blu-ray

Freibad ist ein mittelmäßiger Klamauk, denn sehr viel mehr kann man beim besten Willen nicht in dem Film hineininterpretieren. Bestimmt hatte die Drehbuchautorin und Regisseurin Höheres geplant, doch der Anspruch ging unterwegs etwas verloren. Was eigentlich schade ist, denn das Thema ist super und hätte viel mehr hergeben können. Es hätte eine Satire oder eine zynische Erzählung aus unserer  „Woke-Zeit“ werden können. In der das Wort „Woke“, eigentlich ein Ausdruck, der für das Bewusstsein gegen Rassismus und mangelnder sozialen Gerechtigkeit steht, sich langsam schon zu einem Negativum entwickelt hat. So spult sich ein manchmal witziger Film, der durch seine Schauspieler und nicht unbedingt durch seine Handlung wirkt vor unseren Augen ab. Das einzige Frauenbad Deutschlands wird zur Drehscheibe der Kulturen und vielem mehr. Frauen, die unterschiedlicher  Kultur, Hautfarbe, Geschlechtsidentitäten und vor allem Meinungen sind. Richtig interessant ist es, das sich alle dort im Frauenfreibad über den Nächsten aufregen und manchmal zu Separatitinnen werden. Doch separiert man sie, passt das dann auch nicht.

Dieser Film von Doris Dörrie hat mich nicht überzeugt, aber er ist ein gutes Thema für Diskussionen mit Freunden. Daher sehen Sie ihn sich ruhig an. Er wird bestimmt einen interessanten Diskurs anregen, denn um ihn einfach von der Hand zu weisen, dafür ist er zu brisant. So kam der Film bei den Besprechungen der FAZ und Süddeutschen auch erstaunlich gut davon. Bei beiden Zeitungen hatte ich den Eindruck es war zwar kein Verriss, aber auch ein eher zögerliches Lob, das man zwischen den vielen Zeilen suchen musste.

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Film: Lamborghini, The man behind the legend, DVD und Blu-ray

Lamborghini, Ferrari und Maserati, das sind Namen und Auto, die für Luxus, Eleganz und den Jetset stehen. Doch was sind die Geschichten hinter den Erfolgen? Der Film Lamborghini, Der Mann hinter der Legende, nimmt genau diese Erzählung auf. Denn Ferruccio Lamborghini kam als junger mittelloser Soldat aus dem Krieg zurück auf den Hof seiner Eltern. Doch schon damals wollte er mehr und so tat er sich mit seinem Kriegskameraden zusammen, um erst einmal Traktoren zu bauen. Doch Ferruccio will mehr. In dem Film wird auch die Feindschaft zwischen Enzo Ferrari und Ferruccio Lamborghini aufgegriffen, die bis heute mal als Wahrheit, mal als Legende erzählt wird. Angeblich ärgerte sich Ferruccio Lamborghini über seinen eigenen Ferrari so sehr, dass er selbst einen Sportwagen baute und ihn Ferrari anbot. Der soll daraufhin dem Autogenie die kalte Schulter gezeigt haben und ihn zu seinen Traktoren zurückgeschickt haben. Es wird der wirtschaftliche Aufstieg der Lamborghini Sportwagen aber auch der familiäre Abstieg der Familie gezeigt.

Es ist das Porträt eines Genies, der nicht nur mit Autos erfolgreich war. Seine Erfolge als Hubschrauberkonstrukteur, Unternehmer und Winzer werden kaum angesprochen. Dafür aber der Fokus auf seine Ziele, den viele Genies haben und den fast immer die Familie, die Ehefrau und Kinder zahlen. Es ist ein interessanter und kurzweiliger Film, in dem Frank Grillo einen überaus glaubhaften Ferruccio Lamborghini spielt und Gabriel Byrne Enzo Ferrari gibt.

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Film: Hieronymus Bosch, Schöpfer der Teufel, Ein Film von Pieter van Huystee, DVD

Über Hieronymus Bosch, den Maler der Abgründe, einem für sein Jahrhundert so progressiven und außergewöhnlichen Künstler haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Es ist der Maler, der religiöse Motive, vor allem höllische Abgründe detailversessen, mit zu meist Ölfarben auf Holztafeln erschuf. Im Rahmen zu den Vorbereitungen des 500. Todestages 2016 hat das Bosch Research and Conservation Project Gemälde in Venedig, Madrid, Brügge, Berlin und Washington untersucht. Das Ergebnis war, dass 21 Gemälde und 20 Zeichnungen als von Bosch eigenhändig bewertet wurden. Um diesen Prozess, der Bewertung, des Vergleichs mit außergewöhnlichen Techniken, wie Röntgendiagnostik, Infrarot-Fotografie und Spektralanalysen, geht es in dieser Dokumentation. Eine Gruppe von Kunsthistorikern und Technikern versuchen, das Geheimnis von Hieronymus Bosch zu lüften.

Als Kunstliebhaber und vor allem als Bosch Liebhaber ist die Dokumentation ein Schmankerl. Dann nimmt man gerne den deutschen Untertitel in Kauf, denn es wird meist Holländisch oder Englisch gesprochen.

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