Schlagwort: Mord

Der Präsident, David Baldacci

Der Thriller erschien im Original bereits 1996 mit dem Titel Absolute Power. Es dauerte auch damals nicht lange, bis das Buch ein Jahr später von keinem Geringerem als Clint Eastwood verfilmte. Daher kann ich nicht nur dieses fantastische Buch, sondern auch den Film wärmstens empfehlen.

Denn das Thema ist wohl gerade jetzt wieder so top aktuell, dass man Baldacci für seine Weitsicht bewundern muss.

Der Präsident der Vereinigten Staaten, der Mann mit der absoluten Macht. Darum geht es in diesem Thriller. Luther Whitney ein in die Jahre gekommener notorischer Dieb und Einbrecher plant seinen letzten großen Coup. Während er in eine beachtliche, anscheinend momentan unbewohnte Villa einsteigt, um den Safe zu knacken, fährt ein Wagen vor. Er kann sich gerade noch so verstecken, als ein nobler, älterer Geschäftsmann mit einer jungen Frau das Schlafzimmer betritt. Luther kann es kaum fassen, als er den Präsidenten der Vereinigten Staaten erkennt. Das Pärchen ist angetrunken. Und was als heißer Sex beginnt, artet schnell aus, weil der Präsident gewalttätig wird. Doch die junge Frau wehrt sich, verteidigt sich mit einem Brieföffner und verletzt den Mann am Arm. Als Präsident Richmond aufschreit, erscheint der Secret Service und erschießt seine Gespielin. Luther wartet auf seine Gelegenheit, um zu entfliehen und dabei nimmt er den blutigen Brieföffner mit den Fingerabdrücken mit. Denn auch wenn er weiß, dass dieser Mord vertuscht werden soll, so einfach will er den skrupellose aber übermächtigen Mann nicht davonkommen lassen.

Ein typischer Baldacci, in dem es zur Sache geht. Wenn Sie den Film gesehen haben, scheuen Sie das Buch bitte nicht. Wie immer ist die Geschichte in einem Buch detaillierter, ein bisschen anders und in diesem Fall auch sehr pikant. Der Name Baldacci garantiert Spannung und erstklassige Unterhaltung. Daher widmen wir dem Autor dieses Mal eine ausführliche und lange Vita.

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Jo Nesbø: Ihr Königreich

Dieser neue Nesbø verarbeitet romanhaft alle Todsünden des alten Testaments. Er beschreibt die inneren Zustände einer Kleinstadt in Nordnorwegen. Mord, Betrug, Ehebruch, Hochmut, Habsucht lauern in vielen Bürgern und bilden einen Spannungsbogen der sich gewaschen hat. Der Autor lässt der Leserschaft den „Helden“ ans Herz wachsen um ihn dann in eiskalte mörderische Handlungen zu verwickeln. Eigentlich spielt sich das Leben in der Kleinstadt in ruhigen Bahnen ab bis, ja bis einer höher hinaus will als alle Anderen und die Menge mitzieht. Das Leben ist hart in dem kalten und kahlen Landstrich Norwegens. Im Inneren der Menschen aber brodelt es und kommt dann und wann zum Ausbruch. Stark! Weiterlesen

Die Lüge, Mattias Edvardsson

Die Luege von Mattias Edvardsson

Wie viele Familien heutzutage sind die Eltern von Stella in einer hilflosen Situation. Zwar ist sie jetzt bereits neunzehn, doch schon im zarten Alter von vierzehn Jahren war es ein Albtraum sie zu erziehen. Stella ist und war gewalttätig durch Impulskontrollverlust, trinkt, nahm Drogen und fand früh zu den Jungs. Das, obwohl ihr Vater Pfarrer ist und sich eigentlich immer nur liebevoll um sie kümmerte. Die Mutter ist erfolgreiche Rechtsanwältin und ihrer Tochter genauso zugewandt. Doch Stella fühlt sich im Gefängnis, kontrolliert und missverstanden.

Doch dann wird ein sehr reicher, dreiunddreißigjähriger Mann auf einem Spielplatz erstochen. Er verblutet und alle Indizien zeigen auf Stella. Sie landet in der Untersuchungshaft. Ab dem Zeitpunkt wird dann das Familienleben von drei Perspektiven erzählt und wird mit jeder Seite spannender. Nehmen Sie mich wörtlich, erst mit dem allerletzten Satz, erfährt man, wer der Mörder ist.

Ein Thriller, eine Sozialstudie unserer Zeit und ein fast ganz normales Familienleben.

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Bill Beverly: Dodgers

Ein echter Road Trip 3000 km durch ein Amerika, dass niemand so wahr haben will. Eine verwahrloste Gesellschaft. Da werden 4 junge Menschen, der jüngste 13 Jahre alt mit einem Mordauftrag los geschickt. Junge Menschen deren Lebensinhalt darin bestand Drogenhäuser zu bewachen. Der Autor bedient sich einer Sprache die kurz und knapp ist und keinen Raum für Schonung des Lesers lässt. Wer also auf diesem mörderischen Trip mitfährt, Nerven behalten.

 

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