Schlagwort: Familiengeschichte

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann, Fabio Genovesi

Einer der entzückendsten Familiengeschichten, die ich je gelesen habe. Man muss den sechsjährigen Fabio einfach lieb gewinnen, genau wie seine zehn schrulligen Großväter, bei denen der Fluch der Manchinis bereits zugeschlagen hat. Denn jedes männliche Mitglied der Familie, das bis zum vierzigsten Geburtstag nicht heiratet, wird irgendwie verrückt. Doch der kleine Fabio profitiert von der Verrücktheit seiner Opas und lernt dadurch Dinge, die ein normaler Junge sonst nie lernen würde.

Die Geschichte ist wunderbar elegant und gleichzeitig mit einer kindlichen, liebevollen Naivität geschrieben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Man lacht mit Fabio, vergießt ein paar Tränen und nimmt ein gehöriges Stück Lebensweisheit mit.

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Erika Swyler: Das Geheimnis der Schwimmerin; Interview mit Erika Swyler

66002648Swyler_Geheimnis_FIN.inddSimon Watson ist ein junger, erfolgloser Bibliothekar, ein Träumer und Romantiker. Er lebt in einem alten Haus an der Küste Long Islands und das Meer fordert seinen Tribut, denn mit jedem Tag, der vergeht, bricht ein Stück Küste ab und zerstört dieses Haus. So ist sein Haus, wie ein Synonym seiner Lebensgeschichte. Denn als er ein altes Buch zugeschickt bekommt, in dem es anscheinend um seine Familie geht, bröckelt auch seine Existenz langsam und wird in die Fluten gespült. Das Geheimnis seiner Mutter, die sich im Meer das Leben nahm, als er noch ein kleiner Junge war und das Schicksal seiner jüngeren Schwester offenbaren sich, mit jeder Welle, die auch ihn fortspült. Dieses wunderschöne geschriebene Buch erinnert an Danielle Wallace Roman Big Fish, der mit Evan McGregor 2003 verfilmt wurde. Bestimmt ließ sich die Autorin davon inspirieren, denn einer ihrer Hauptprotagonisten heißt Amos, wie der Zirkusdirektor in dem Film.

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