Kategorie: Buchbesprechungen

Onesiegurumi, Sascha Blase – Van Wagtendonk

Diese entzückenden kleinen Häkeltiere haben es mir ja angetan. Wie sie unten von den Fotos sehen können, bin ich bereits mehrfache Häkeltierhalterin. Leider bin ich für die Herstellung selbst nicht so geschickt, dafür aber meine Schwägerin. Die zaubert mit einer Häkelnadel oder mit Stricknadeln nicht nur tolle Jacken, Decken, Pullover und Socken, sondern auch diese Amigurumis. Wobei ich ja diese Worte Amigurumi und  Onesiegurumi etwas lächerlich finde, so ähnlich wie das Wort Manga. Häklelieblinge oder drollige Häkletierchen hätten es für meinen Geschmack auch getan. Aber wir lernen ja nie aus, das Wort amu kommt aus dem Japanischen, wie das Wort gurumi und auch Onesie. Bedeutung in der Reihenfolge: stricken, umhüllen und Kleidungsstück. So, dass haben wir auch erledigt, jetzt zu den handwerklichen Anleitungen. Nicht nur die Resultate, ob Füchse, Dinos, Schweinchen, Igel, Otter oder Seehunde, sie sind alle zum Fressen niedlich und darin bin ich der Experte. Meine Schwägerin meint zu dem Buch vom DK-Verlag: gute Anleitungen, durchweg machbar auch für Häkellaien und echt kreativ.

Liebe Handarbeitsfans hergehört, hier kann man das Hobby mit dem Herzen der Beschenkten verbinden, denn jeder, der nicht so toll ist mit den Nadeln freut ich über ein niedliches gehäkeltes Kuscheltier, von mir aus auch Amigurumi!

Weiterlesen

Ursula Poznanski, Die Burg, KI-Thriller

Angekündigt wird dieses Buch mit: Willkommen zu einem unwiderstehlichen Spiel. Willkommen in einem Labyrinth, wo künstliche Intelligenz das Mittelalter zu mörderischem Leben erweckt. Willkommen auf der Burg.

KI ist das neue Thema. Das Thema mit seinen noch vielen unerforschten Möglichkeiten inspiriert viele Autoren. Ursula Poznanski hat es zur Spitze gebracht. Lange bevor Chat GPT bekannt wurde, habe ich das Buch „Leben 3.0“ gelesen. In dem Buch wird die KI – Künstliche Intelligenz erklärt und auf positive und negative Auswirkungen, Möglichkeiten beleuchtet. Speziell die Frage, kann die KI sich selbständig machen. Ursula Poznanski hat das in ihrem neusten Buch „Die Burg“ Wirklichkeit werden lassen.

Weiterlesen

Christian Langer (Hrsg.): WIR HABEN DIE WAHL! – INTERNATIONALE CARTOONS ZU DEMOKRATIE UND RECHTSSTAAT

Zugegeben, ich bin ein großer Freund des politischen Cartoons. Dankenswerterweise hat der Lappan Verlag über die Jahre seine Reihe „Beste Bilder“ mit politischen Cartoons der letzten Jahre in der Bundesrepublik veröffentlicht. Nun ist das Jahr 2024 ein Superwahljahr in verschiedenen Ländern dieser Welt. Zu diesen Wahlen haben Cartoonisten einiges zu sagen. Zusammen mit dem Hamburger LawCom.Institute, das sich international für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie einsetzt, hat der größte deutsche Cartoon-Verlag, LAPPAN, einige der besten und meinungsstärksten politischen Karikaturist*innen der Welt versammelt, um im Superwahljahr auf das wichtigste Gut unserer Zeit hinzuweisen: Demokratie! Von Themen wie Wahlrecht und Gewaltenteilung bis zur Freiheit und individueller Verantwortlichkeit ist WIR HABEN DIE WAHL! Weiterlesen

Leo Vardiashvili, Vor einem großen Walde, Roman

Eine aufwühlende georgische Familiengeschichte zwischen Vertreibung, Hoffnung und Versöhnung.

Bestellt habe ich mir dieses Buch, aus meinem Interesse für Länder und deren Geschichte. Auch weil Georgien durch den Angriffskrieg von Putin auf die Ukraine, eventuell das nächste betroffene Land sein könnte. Zumal Georgien den eigenen Bürgerkrieg durch die Abspaltung Ossetien, die Einmischung Russlands und die Verhärtung der Fronten noch nicht überwunden hat. Das Buch wurde im Vorfeld schon von vielen Stimmen positiv erwähnt.

Ich kann meinen Vorredner, die bereits ein Besprechung vor Veröffentlichung gaben,  nur zustimmen: „Ein unglaublich gutes Buch – mehr als lesenswert!“

Weiterlesen

Camus muss sterben, Giovanno Catelli

Ein Buch, das von sich selbst behauptet: »Eine hochspannende Mischung aus Investigativ-Roman und Spionagethriller zu sein, glänzend recherchiert und packend erzählt.«

Definitiv ist es aufregend erzählt. Anfänglich mit ein paar schleppenden Hintergrundinformationen nimmt es rasant zu und man kann es bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen. Es erinnert an einen Spionagethriller. Vor allem weil der Autor den möglichen Schlussfolgerungen, die ihn zu der Theorie führen, dass Camus ermordet wurde, einen stetigen ›wahren‹ Anstrich verleiht.

Das passiert durch die glänzend recherchierte Geschichte über de Gaulle, die Infiltration des französischen Geheimdienstes durch den KGB, mit Pasternaks Verfolgung und natürlich durch die vielen bewundernswerten Artikel und Schriften Albert Camus’. Aber die wohl wichtigsten Seiten, die einen schlussendlich überzeugen könnten, dass man Camus durch die Geheimdienste ermorden ließ, befinden sich auf den letzten zwölf Seiten. Sie geben kursiv gedruckt ein Statement wieder, von jemand, den man als schillernde Person bezeichnen kann, Jaques Vergès. Sie sind so überzeugend, dass ich nach dem ersten Lesen dachte, warum nicht so etwas am Anfang steht, das würde jeden Leser in den Bann schlagen. Nur wenn man ein wenig von Jaques Vergès weiß, dem Mann, der seine Autobiografie, ›Ich der brillante Drecksack‹ nannte, wäre an der Stelle definitiv mehr Erklärung zu seiner Vita von Nöten gewesen.

Mein Résümé: Es ist ohne Zweifel ein sehr, sehr spannendes Buch. Für Camus Liebhaber und auch die, die Albert Camus nicht so gut kennen. Es ist ein nachdenklicher Abriss über die Nachkriegsgeschichte, den Kalten Krieg und dessen perfide Machenschaften. Und damit ist es wichtig, um sich Geschichte vor Augen zu halten. Gerade in der heutigen Zeit. Aber ob das Buch den Anspruch erheben kann, den Tod von Albert Camus entschlüsselt zu haben, ist dahingestellt. Aber das weiß der Autor, denn sein Aufruf am Ende des Buchs vielleicht den Funken auszulösen, der der Wahrheit näherkommt, sagt es deutlich. Ob Jaques Vergès den Funken beigetragen hat, kann ich nicht beurteilen, aber es ist noch nicht aller Tage Abend.

Weiterlesen

Tina Ullmann: Mein wunderbarer Topfgarten

Ich bekenne, ich bin ein großer Fan von Topfpflanzen im Garten und war deshalb sehr gespannt auf das Buch. Als erstes sticht die hochwertige, ansprechende Aufmachung ins Auge. Es ist wirklich eine Freude, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Schön anzusehen und schön anzufassen. Die Grafik überzeugt durch Übersichtlichkeit. Tina Ullmann hat ihren Ratgeber in „Alles für den Topfgarten“, „Gut im Topf“, „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“, „Winter“ und „Gut zu wissen“ gegliedert. Im Einstieg ins Thema ist Ullmann sehr persönlich, erzählt freimütig von ihren Erfahrungen und – auch von den leidvollen Verlusten. „Mein wunderbarer Topfgarten“ ist sowohl für Einsteiger als Weiterlesen

Every day, Graphic Novel, David Levithan, Dion MBM

Every day ist ein recht berühmtes Jugendbuch, das in der neuen Ausgabe als Graphic Novel aufgelegt wurde. Die Illustrationen von MBD sind klar, minimalistisch und auf die Emotionen der Personen abgestimmt, die keine Schnörkel brauchen. Auf jeden Fall ist diese Umsetzung sehr gut gelungen. Was die Geschichte angeht, ist es eine utopische Geschichte eines Wesens, das sich A nennt und jeden Tag im Körper eines anderen gleichaltrigen Menschen aufwacht. Bei dem Vorgang unterdrückt er den wahren Charakter der Person und nimmt ihn bis Mitternacht in Besitz. Dabei ist es egal, welches Geschlecht, welche Hautfarbe, welche sexuellen und emotionalen Präferenzen die ursprüngliche Person hat. Das ist A’s Leben, es kannte nie ein anderes. Aus dem Grund versuchte es, jetzt im Teenageralter auch der Liebe aus dem Weg zu gehen, denn sie hat keine Zukunft. Denn A kann nicht bestimmen, in welchem Körper es wieder erwacht. Doch die Liebe passiert trotzdem. An einem Tag, da A im Körper eines afroamerikanischen Jugendlichen erwacht, der eine Freundin hat, Rhiannon. Die Beziehung des wahren Justin mit Rhiannon ist nicht besonders gut. A macht jedoch den einen Tag, in Justin Körper in Rhiannons Leben zu etwas sehr besonderen. So sind beide verliebt, doch am anderen Morgen ist A weg und der wahre Justin erinnert sich kaum an gestern …

Bestimmt ein philosophisches, nachdenkliches Jugendbuch, das sehr geeignet ist für den Schulunterricht. Für meinen Geschmack an manchen Stellen zu Amerikanisch, was aber bei einem US-amerikanischen Autor nicht anders zu erwarten ist. Für einen Jugendlichen, heranwachsenden Teenager eine gute Graphic Novel, um sich mit Themen wie Rassismus, gleichgeschlechtlicher Liebe und dem Menschsein in der Gesellschaft gedanklich zu beschäftigen.

Weiterlesen

Tanzplatz der Toten, Tony Hillermann, Navajo Police-Serie

Bei der Besprechung des zweiten Teils der Serie erwähnte ich, dass die Bücher gerade von Robert Redford und George R. R. Martin als Serie verfilmt wurden. Endlich habe ich die erste Staffel gesehen und es ist eine wahnsinnige Verfilmung. Sie trifft den Ton der Bücher und die Authentizität der beiden Navajo-Polizisten. Die Naturaufnahmen erschlagen einen geradezu und der Rest wird von Cast und Crew beigetragen. Daher möchte ich auch gleich dafür eine Empfehlung weitergeben. ›The Dark Winds‹ ist bereits in englischer Sprache als DVD und Blu-Ray erschienen und kommt bald auch auf Deutsch heraus. Das sollten Sie nicht verpassen°

Jetzt aber zurück zu den Büchern von Tony Hillerman. Das dritte Buch der Reihe, das wir im Eschborner Stadtmagazin besprechen ist ›Der Tanzplatz der Toten‹, ein Joe Leaphorn Standalone. Dieses Mal verschwindet ein vierzehnjähriger Navajo-Teenager auf dem Gebiet der Zuni. Er war mit einem Zuni-Jungen, dem zwölfjährigen Ernesto Cata gut befreundet. Auch dieser Junge erschien nicht in der Schule. Jedoch findet man an dem Platz, an dem sich die beiden immer trafen, Unmengen von Blut. Es ist Catas Blut und der Verdacht des Mordes fällt auf den Navajo-Jungen. Joe Leaphorn soll ihn ausfindig machen. Nur ist der Junge ein ebenso guter Spurenleser und Jäger wie der Polizist und kann sich unsichtbar machten wie ein Geist.

Wie immer sind die Leaphorn und Jimmy Chee Romane spannend, voller indianischer Mystik und geben einen Einblick in die Denkweise der Navajo und Zuni. Viel näher an die Sichtweisen der Navajo Dinè kam wohl kaum ein Weißer als Tony Hillerman. Und er wurde dafür von seinen indigenen Freunden mit dem Spezial Friend of the Diné Award ausgezeichnet.

Weiterlesen

Lucie Flebbe: Bad Business – Deal mit dem Tod

Bereits mit ihrem ersten Krimi »Der 13. Brief«, zeigte Lucie Flebbe was für ein Potential in ihr steckt und gewann eine Leserschaft, die sich stetig vergrößert. Während die Autorin in ihren vorangegangenen Kriminalgeschichten die Privatdetektivin Lila Ziegler und die Kommissarin Eddie Beelitz in Bochum ermitteln ließ, wird es in ihrem neuesten Krimi politisch und für ihre Protagonistin Mieke Jentsch entwickelt sich die vermeintliche berufliche Chance zur lebensgefährlichen Falle. Schritt für Schritt findet die zur Klinikchefin avancierte Mieke Erklärungen für die Ereignisse, die im Zusammenhang mit der Privatisierung von mehreren Kliniken stehen und deren Wurzeln Jahrzehnte zurückliegen. Wie passt die Künstlerin Ocean O‘Donn ins Bild? Und hätte sie, Mieke, das Ganze ohne die Hilfe von Samis Vater Mo überlebt? Versiert erzählt Flebbe ihre Geschichte, die von den gut ausgearbeiteten – teils Weiterlesen

Prof. Dr. Volker Nüssler, Stark gegen Krebs

Wie wichtig Sie mit der richtigen Ernährung vorbeugen, die Heilung unterstützen und neue Kraft schöpfen.

Ein starker Satz mit starker Aussage! Da ich schon eine Rezension über das Buch „Die beste Medizin kommt aus der Küche“ von Prof. Dr. Nüssler geschrieben habe, mit dem Zusatztitel: Wie eine gesunde Ernährung zur Rettung des Planeten beiträgt!  Wollte ich wissen, was hat Herr Nüssler Neues zu sagen. Die Rezension vom Buch „Die beste Medizin kommt aus der Küche“ ist am 17. März 2023 im Eschborner Stadtmagazin erschienen.  Das Buch ist mehr als informativ und hilfreich, also lesenswert. Das Buch „Stark gegen den Krebs!“  ist genauso informativ und regt an, seine Ernährung, ohne sich zu Kasteien, für einen gesunden Körper und somit zu einem positiven Leben einzustellen. Vorbeugend und Heilung unterstützend.

Weiterlesen