
Der Mondmann ist mein erster Grönland-Thriller. Man weiß ja mittlerweile, dass the meisten eiskalten Thriller aus dem hohen Norden, die Leser vor Spannung gehörig ins Schwitzen bringen. Doch in kältere Gegenden, als zu den Samen war ich geografisch bei Krimis nie gekommen. Umso interessanter war es einen Thriller zu lesen, bei dem es um die Inuit geht, dem Volk die seit viertausend Jahren in Grönland leben. Der Mondmann ist ein sehr spannender Thriller ohne Längen. Es geht Schlag auf Schlag, nachdem die Hauptprotagonisten erst einmal eingeführt sind. Die Morde, die an den indigenen Einwohnern einer kleinen Eisfjord-Bucht-Siedlung in Grönland geschehen sind grausam und auf eine Weise absurd. Schnell geht das Gerücht um, dass ein mystisches Monster der Inuit wieder sein Unwesen treibt. Der mehr oder weniger strafversetzte Profiler Jens Lerby hält das ganze erst einmal für einen Witz, doch das ändert sich rapide, als er die Wesensart der Inuit zu verstehen beginnt. Pally, die Enkelin des ansässigen Schamanen wird ihm eine Partnerin, um den brutalen Mörder zu stellen.
Ein rasanter Thriller, bei dem man die Wesensart und Geschichte der Inuit kennenlernt. Hochinteressant, unterhaltsam und topaktuell! Denn die Gier nach dem schnellen Geld macht auch nicht vor Grönland halt. Ich persönlich freue mich auf die nächste Begegnung mit Lerby und Pally! Weiterlesen
Ostern ist gerade vorbei, der Garten muss noch warten, denn ich habe gerade das allerneuste Werk, die allerneuste Lektüre von Elke Nansen, meiner Lieblingskriminalautorin vor mir liegen. Und ich weiß eins schon vorab, auch wenn jetzt die Sonne rauskommen würde, der Garten muss warten: ich muss Elke Nansens „Tödlicher Ostfriesenschwindel“ erst fertiglesen. Genauso war es auch. Eigentlich könnte ich die Rezensionen für die morbiden Ostfrieslandkrimis von Elke Nansen nur abschreiben, immer mit den Worten beginnend, besser kann man es nicht machen! Pünktlich zur Som-mer-, Ferien-, Reisezeit ist die Musslektüre für die Nord- und Ostseeküste, bei gutem Wetter im Strandkorb und bei schlechtem Wetter, nach der ostfriesischen Teestunde, auf dem gemütlichen Zimmer das neuste Buch von Elke Nansen in die Hand zu nehmen und in der Ostfriesischen Landschaft einzutauchen. Begleitet von dem Emdener Krimiteam um Richard Faber, seiner Frau Rike Waatstedt, dem exzentrischen Forensiker Schorlau, Opa Knut und nun auch der kleine Benny. Nicht zu vergessen, die ostfriesischen Originale im ganzen Team der Emdener Kriminalpolizei.
Wenn man der Liebe wegen die Heimat verlässt und in der Fremde sein Glück findet, lässt man sich auch für seine Liebesgeschichte und deren Charaktere etwas Besonderes einfallen – wie Pernille Hughes. Ihrer sterbenden Protagonistin Ally wird die Rolle der Kupplerin zuteil, damit die zwei Menschen, die sie am meisten liebt: Charlie, ihren Mann und Becca, ihre beste Freundin, zueinander finden können. Eine hoch emotionale Geschichte, deren Traurigkeit, Freude und Wut sehr spürbar sind. Mit gefällt, wie sich die Figuren von Charlie und Becca im Verlauf der Geschichte entwickeln, besonders der von Becca, die zum Schluss meine Freundin sein könnte. Und das spricht für die Autorin und deren Fähigkeit Personen zu entwickeln, 
Schon wenn man die ersten Seiten dieses Buches öffnet stellt man fest, dass es mit sehr viel Herzblut und Fachwissen geschrieben wurde. Auch hat die Fotografin Annette Timmermann die kleinen und großen Gärtner*innen ins Bild gesetzt. Wie es sich ein Fachbuch gehört fängt man mit dem grundsätzlichen an, der Erde. Um eine Erde zu gewinnen die gute Früchte trägt oder auch schöne Blumen hervorbringt muss man sich auch mit dem Regenwurm beschäftigen. Diese lockert mit seiner Tätigkeit im Boden diesen auf und schafft die Grundlage. Alle Tätigkeiten die in diesem Buch beschrieben wurden sind leicht nachzuvollziehen. Die Materialien zum Beispiel um kleine Behausungen Tiere zu bauen werden ausführlich beschrieben. Eine Fülle geradezu Überfülle von Ideen auch für Kleinstgarten sind in diesem Buch beschrieben.
Wenn ich es richtig interpretiere, soll „Schwarze Tage“ von Andrea Tozzio eine neue Serie von Krimigeschichten mit Laura Gabbiano und Carlo Carlucci in Florenz mitten in der Toscana geben. Das erste Werk lohnt sich! Der Ort ist jedenfalls hervorragend gewählt und allein die Ortsbeschreibungen lohnen sich, das Buch in die Hand zu nehmen. Florenz, die Stadt der Medicis. Die die Stadt im 15. und 16. Jahrhundert zu einem Finanz- und Handelszentrum aufgebaut haben. Viel Geld in die Bildende Kunst investierten. Es war sozusagen die Wiege der Renaissance. Florenz, die Stadt von Leonardo Da Vinci, Michelangelo, Galileo Galilei und viele mehr. Umgeben von den historischen Städten, Lucca, Pisa, Siena, Livorno und Montepulciano, mitten in den Weinbergen, wo die hervorragenden Weine gedeihen, wie der Chianti Classico, Vino Nobile di Montepulciano und Brunelle di Montalcino. Was? Sie waren noch nicht da? Dann genießen sie dieses Buch, von dem Kenner von Florenz und der Region geschrieben und begeben sie sich dorthin. Zuerst in diesem Buch und später persönlich dorthin. Und wenn sie schon da waren, genießen sie die ihnen bekannten Orte.
Simply heißt übersetzt Einfach! Simply Klimawandel – überraschend einfach! Visuelles Nachschlagewerk zu zentralen Aspekten des Klimawandels. Jetzt auch in Deutsch bei DK erschienen. Zu der Reihe Simply gehören neben Klimawandel, Psychologie, Philosophie, Astronomie, Mathematik, Quantenphysik und weitere sind in Planung. Das hört sich alles sehr wissenschaftlich an. Viele haben auch Angst vor diesen Themen und fühlen sich von vornherein überfordert mit den eventuellen Fachausdrücken, Fremdwörtern und unverständlichen Diagrammen. Ich kann sie beruhigen: Die Reihe hat den Titel „Simply“ „Einfach“. Es ist für Jedermann. Einfach zusammengestellt, einfach erklärt, sowohl textlich als auch bildlich mit Tabellen oder Diagrammen. Es wird aufgelistet was ist was, wie sind die Zusammenhänge, was für Folgen gibt es und welche Lösungen man anstreben könnte. Ich habe mich als erstes für das Buch „SIMPLY. Klimawandel“ entschieden, weil ich persönlich der Meinung bin, dass es im Moment das wichtigste Thema in unserem Leben ist, neben dem dummen angezettelten Krieg von Putin. Klimawandel betrifft uns alle!
Zu lange haben wir uns an den Spruch „über Geld spricht man nicht“ gehalten und zu lange auf den Spruch „alles wird gut“ vertraut. Und so, wie es unseren Großmüttern und teils auch noch unseren Müttern ging, die in einer Ehe gefangen waren, weil sie sich eine Trennung aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht leisten wollten oder konnten, wird es uns nie ergehen… Wirklich? Eine aussagekräftige Antwort, ob die eigenen, getroffenen Vorkehrungen ausreichen werden, erhalten Interessierte nachdem sie sich durch das Buch gearbeitet haben. Und wer sich mit diesem Thema noch nicht auseinandergesetzt hat, bekommt jetzt vielleicht eine Vorstellung davon, was zu tun ist, um finanziell selbstbestimmt
Kathleen Glasgow zeichnet in ihrer Geschichte ein tief bewegendes Portrait einer jungen Frau, die mit 17 Jahren schon mehr erlebt hat, als andere in ihrem ganzen Leben. Es ist ein intensiver Blick auf das Leben von Charlotte, genannt Charlie, auf ihr selbstverletzendes Verhalten, ihren Weg zur Heilung und auf die Menschen, die ihr auf diesem Weg begegnen. Und so, wie der Protagonistin nichts geschenkt wird, ergeht es auch den Leser: innen, denn es geht um physischen Missbrauch und Gewalt, Drogenmissbrauch, Alkoholismus, Selbstverletzung, Selbstmord, Obdachlosigkeit und Homosexualität. Im Gegensatz zu dieser schonungslosen Thematik steht der bisweilen poetische Schreibstiel der Autorin. Und so ist Charlie für mich ein äußerst liebenswerter Charakter, auf den sich die meisten Leser einlassen