Schlagwort: Kinder

Roberto Saviano: Der Clan der Kinder/ Film: Paranza

Die Redaktion weist darauf hin, das der eben in die Kinos gekommene Film: Paranza seinen Ursprung im Buch von Roberto Saviano: Der Clan der Kinder hat. Deshalb hier noch einmal unsere Rezension:

Wer hinter die Kulissen des Reiselandes Italien blicken will, muss Roberto Saviano lesen. Sein Blick ist unverstellt und gerade und brutal direkt. Neapel, eine wunderschöne Stadt, brodelt geradezu im Untergrund. Die Quartiere sind unter den Bossen aufgeteilt und die Plätze unter den Anhängern der Bosse vergeben. Da macht sich ein Junge mit 15 daran dieses System mit einer „Paranza“ (eigentlich ein Fischgericht) aus Kindern bestehend aufzumischen. Dieser „Jungenclan“ geht wie seine großen Vorbilder mit Brutalität zur Sache. Saviano legt mit diesem Werk eine Tragödie vor, in der alle Verliere sind; die Bosse, die Kinder und deren Familien. Ein hartes Buch! Weiterlesen

Bill Beverly: Dodgers

Ein echter Road Trip 3000 km durch ein Amerika, dass niemand so wahr haben will. Eine verwahrloste Gesellschaft. Da werden 4 junge Menschen, der jüngste 13 Jahre alt mit einem Mordauftrag los geschickt. Junge Menschen deren Lebensinhalt darin bestand Drogenhäuser zu bewachen. Der Autor bedient sich einer Sprache die kurz und knapp ist und keinen Raum für Schonung des Lesers lässt. Wer also auf diesem mörderischen Trip mitfährt, Nerven behalten.

 

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Frank Goldammer: Vergessene Seelen. Ein Fall für Max Heller

Deutschland hat scheinbar vergessen! Vieles was der Dresdner Autor uns in seinen realistischen Beschreibungen drastisch vor Augen führt, ist erst 70 Jahre her. Not, Zerstörung und damit Elend, Verwahrlosung sind das Ergebnis rassistischer und engstirniger Politik. Deswegen ist das vorliegende Buch ein Mahner! Es mahnt die handelnden Personen zur Weitsicht und zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Spannend und ausdrucksstark ist das dritte Buch mit Max Heller als Oberkommissar in einer besetzten Stadt. Weiterlesen

Kristina Ohlsson: Papierjunge

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Der Thriller Papierjunge ist so besonders, weil am Ende nur der Leser weiß, was wirklich vorgefallen ist. Alle anderen reimen sich eine Erklärung zusammen, wieso zwei zehnjährige Buden und eine Erzieherin der jüdischen Gemeinde Stockholms erschossen wurden. Sie kommen der Wahrheit ein Stück weit nahe, doch nur wir Leser sehen das große Ganze! Für mich ein ganz neues Konzept, trotz der vielen Thriller, die ich bereits gelesen habe und es ist ein verdammt spannendes Konzept.

 

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