Als Erstes musste ich an den französischen Film „Pakt der Wölfe“ denken, der die Jagd und Tötung der sogenannten Bestie von Gévaudan ganz wunderbar in Szene gesetzt hat. Und tatsächlich handelt ein großer Teil der Geschichte über den roten Winter von dieser Jagd und dem Biest. Doch so ganz anders als im Kinospektakel „Pakt der Wölfe“ verfilmt, geht es im Buch viel mystischer zu. Und ich denke, was dieses Buch ebenso reizvoll macht, ist der Fakt, dass es die Bestie vom Gévaudan wirklich gab. Seine Angriffe 1764 kosteten über drei Jahre etwa 100 Menschen, besonders Kindern, Jugendlichen und Frauen, das Leben. Im wahren Leben wurde die Bestie erlegt, auch wenn man aus den Aufzeichnungen nicht sicher sein kann, ob es sich um einen großen Wolf oder ein aus Afrika mitgebrachtes besonders mächtiges Exemplar einer Streifenhyäne handelte. Ein Tier, das seiner Gefangenschaft in Frankreich entkam und in der Wildnis sein Unwesen trieb. Doch kommen wir jetzt zu „Red Winter“, seines Zeichens ein Fantasy-Mystery-Roman, fast ein Thriller in diesem Genre. Denn die Hauptperson Sebastian Grave ist selbst ein an einen Dämonen gebundenes Wesen, das alterslos ist und seit Jahrhunderten durch die Welt zieht. Er kennt das alte Rom, Jeanne d’Arc Lebensweg und viele historische Ereignisse aus persönlichem Erleben. Sebastian wird gebeten, sich an der Jagd im Gévaudan zu beteiligen, und er ahnt nicht, dass er sowohl der Liebe seines Lebens als auch dem größten Horror seiner Existenz begegnen wird.
Sullivan Cameron wartet mit Geschichten über Götter und Dämonen auf. Verbindet Sagen mit Horror und lässt Märchen einfließen. Selbst vor Engeln macht er nicht halt, und das Ergebnis seiner Melange ist eine spannende und streckenweise sehr humoristische Erzählung. Definitiv ist der Roman flott geschrieben, mit herrlichen Dialogen zwischen dem Dämon Sarmodel und Sebastian, sodass man sich amüsiert und gruselt. Der Autor fängt seine Leser ein in dem Jahrhundert, das definitiv mit der französischen Revolution endete. Sehr lesenswert, wenn Sie für dieses Genre einen Faible haben.
Die Trilogie über die Liebes des Todes, des Schicksals, des Lebens und einer Schnitterin geht zu Ende. Ich trenne mich davon nicht so wehmütig wie von der Twilight-Saga, die ja dieses Jahr mit Film 6 ins Kino kommt.


Natasha Pulley hat hier etwas wirklich Meisterhaftes geschaffen: Technik und Struktur mit viel schillernder, unbeschreiblicher Intimität auf eine Weise ausbalanciert, die es unmöglich macht, sich dem zu entziehen. Das Ergebnis ist ein komplexer und sehr lebendiger Roman, der viel zu erzählen hat über Krieg und Zivilisation, Traumata und Erinnerung, Liebe und Opfer – und die Menschen, die darin herzzerreißend verstrickt sind. Aber das, was Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit wirklich ausmacht, ist die zentrale Liebesgeschichte. Die Charakterentwicklung in diesem Roman muss erlebt werden; der Autorin gelingt es, dass sich die Protagonisten ganz allmählich in das Unterbewusstsein schleichen und an Präsenz gewinnen. Ehe man es bemerkt, 

Genau! Zeit für geistreiche, unterhaltsame Lektüre! Und Hans Rath hält mit seiner Geschichte was Titel und Cover – in Anlehnung an Dennis Hoppers kultisches Gemälde Nighthawks – versprechen. Eine spannende Story, in der die Protagonistin, die Psychologin Olivia, Bekanntschaft macht mit einem äußerst attraktiven Griechen namens Zino alias Thanatos, Gott des sanften Todes. Ist es wirklich ein Irrtum, dass er bei ihr klingelt? Aber irren sich Götter? Die engagierte Therapeutin muss erkennen, dass einem Unsterblichen nicht zu helfen ist. Warum sollte er aufhören zu rauchen? Was würde sich für ihn ändern, wenn er keinen Alkohol mehr tränke? Und sein Burnout-Syndrom könnte nur von Hades, dem Gott der Unterwelt, durch eine Generalamnestie behandelt werden. Aber eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist im