
Der neunte Fall des Sonderdezernats Q. Eigentlich sollte es Carls Geschichte werden, wie Fall acht endlich Assads Hintergrund aufklärte. Doch mit Carl hinterlässt uns der Autor einen Cliffhanger. So ist Natriumchlorid auch nicht der stärkste Fall, den as kuriose Sonderdezernat Q aufklärt. Aber da man nach so vielen Fällen, Carl, Assad, Rose und mittlerweile Gordon einfach liebt, verzeiht man auch etwas abwegige Erzählstränge. Außer Frage steht natürlich, dass man diesen Band gelesen haben muss, wenn man ein Anhänger des Sonderdezernat Q ist.
Jetzt bleibt es zu warten auf den letzten und zehnten Band. Hoffen wir, das Jussi Adler Olsen noch einmal ein richtiges Feuerwerk in den Abschlussband packt.
Oyinkan Braithwaites Erstlingswerk um die männermordende, nigerianische Schönheit Ayoola und ihre gluckenhafte, ältere Schwester Korede, der die Erzählerrolle zugedacht wurde, hauptberuflich Krankenschwester und die sozusagen auf Abruf als Tatortreinigerin für ihre kleine Schwester tätig ist und dafür sorgt, dass ihre kleine Schwester nicht den Kopf verliert. Dieses Buch einfach nur Krimi zu nennen, würde diesem Genre-Mischmasch aus Liebesroman, Krimi, Satire und Familiensaga nicht gerecht werden. Die Autorin, britisch geprägt und in ihrer Heimat Nigeria verwurzelt, serviert mit ihrer Geschichte einen rasanten literarisch-kulturellen Crossover.





in Buch das sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Es ist spannend wie ein Krimi, es schildert die Zustände am Ende und kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs in Deutschland und es ist eine Betrachtung des psychischen Zustands der handelnden Menschen. Nicht nur der Deutschen sondern auch der Amerikaner und Engländer die darüber scheinbar publiziert haben. Ein ehemaliger Kriminalkommissar durchläuft Lebenssituationen die er nicht gewollt aber die er nicht verhindern konnte um nach dem Krieg als Kriegsverbrecher da zu stehen. Es ist detailgenau in diesem Werk geschildert wer seine Haut wie gerettet hat und welche Interessen die Alliierten Mächte hatten. Durch die Profession des Autoren blickt man tief in die Psyche des Kommissars. Ich möchte ungewöhnlicher Weise von diesem Werk auf einen anderen Spionagethriller, Ritchie Girl von Andreas Pflüger verweisen, der diese Zeit auch beleuchtet hat. Dieses Buch kann als selbstständiger Roman gelesen werden obwohl die Werke Totenland (sie Rezensionen im Stadtmagazin) und Totenwelt sehr zu empfehlen sind. 