Natriumchlorid, Jussi Adler Olsen – Fall neun des Sonderdezernats Q –

Der neunte Fall des Sonderdezernats Q. Eigentlich sollte es Carls Geschichte werden, wie Fall acht endlich Assads Hintergrund aufklärte. Doch mit Carl hinterlässt uns der Autor einen Cliffhanger. So ist Natriumchlorid auch nicht der stärkste Fall, den as kuriose Sonderdezernat Q aufklärt. Aber da man nach so vielen Fällen, Carl, Assad, Rose und mittlerweile Gordon einfach liebt, verzeiht man auch etwas abwegige Erzählstränge. Außer Frage steht natürlich, dass man diesen Band gelesen haben muss, wenn man ein Anhänger des Sonderdezernat Q ist.

Jetzt bleibt es zu warten auf den letzten und zehnten Band. Hoffen wir, das Jussi Adler Olsen noch einmal ein richtiges Feuerwerk in den Abschlussband packt.

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Oyinkan Braithwaite: Meine Schwester, die Serienmörderin

Oyinkan Braithwaites Erstlingswerk um die männermordende, nigerianische Schönheit Ayoola und ihre gluckenhafte, ältere Schwester Korede, der die Erzählerrolle zugedacht wurde, hauptberuflich Krankenschwester und die sozusagen auf Abruf als Tatortreinigerin für ihre kleine Schwester tätig ist und dafür sorgt, dass ihre kleine Schwester nicht den Kopf verliert. Dieses Buch einfach nur Krimi zu nennen, würde diesem Genre-Mischmasch aus Liebesroman, Krimi, Satire und Familiensaga nicht gerecht werden. Die Autorin, britisch geprägt und in ihrer Heimat Nigeria verwurzelt, serviert mit ihrer Geschichte einen rasanten literarisch-kulturellen Crossover.

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„Ein unverschämt gutes Kochbuch“, Joshua Weissman, New York Bestseller

Das Cover zeigt einen langhaarigen jungen Mann, böse dreinblickend – den Autor. In seiner Hand ein langes Messer, darauf aufgespießt einen leckeren Hamburger. Und dann der Titel „Ein unverschämt gutes Kochbuch“ und auch noch prämiert von der New York Times als Bestseller. Jetzt war ich gespannt. Was will uns Josua Weissman sagen? Und was wurde hier prämiert? Verspricht das Buch die Aussage?

 

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Eisige Schatten, Jorn Lier Horst – William Wisting ermittelt –

Schon der neunte Fall für den norwegischen Kommissar William Wisting, doch für mich war es der erste aus der Reihe. Ein sehr nordischer Krimi, der sich nicht nur doch Kälte und Schneemassen auszeichnet. Die Autoren aus Norwegen, Schweden und auch Dänemark schaffen es immer wieder, ihre Thriller so realistisch zu schreiben, dass man den Eindruck bekommt, an einer Ermittlung teilzunehmen. Bei Jorn Lier Horst auch keine Wunder, denn er selbst lange in leitender Stellung bei der Kriminalpolizei.

Tolle Protagonisten, gute Story und vor allem leicht und spannend geschrieben. Ein Serienkiller wird auf Norwegisch dingfest gemacht, auch wenn das FBI mitmischt. Sehr lesenswert!

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Tödliches To Huus, Elke Nansen, Serie Teil 12

Das alte Jahr 2021 war geprägt von den vielen Negativbotschaften um Corona und dessen Folgen und im neuen Jahr 2022 auch kein Ende in Sicht. Da ist es ein Lichtblick, nein sogar eine besondere Freude, der neue Roman von Elke Nansen ist da. Und für sie vorweg, genau das Richtige zur Ablenkung von Omikron und Inflation. Bei oder mit Elke Nansens Kriminalromanen kann man mal richtig abschalten und sich nicht nur einen spannenden Krimi gönnen, sondern auch noch sehr viel Wissenswertes erlesen, wie in diesem Roman um Erbscheine, Forensik und Betrugsmaschen.

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Quick and Good, Gordon Ramsay

Wir stellen „Quick and Good“ vor. 100 köstliche 30 Minuten Rezepte. Ich war gespannt nach der Vorgeschichte, was der Schotte und drei Sternekoch, Besitzer von 39 Restaurants mit insgesamt 16 Michelin-Sternen, international an dritter Stelle der führenden Spitzenköche in Quick and Good zu bieten hat. Ich war schon bei der Einleitung von seinen Aussagen begeistert. Ein 3-Sterne-Koch, der ehrlich ist.

 

 

 

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Stefanie Flamm: Neulich im Beet

Wer noch nicht mit einer Gartenkolumne von Stefanie Flamm in Berührung gekommen ist, kann sich auf ein ausgesprochenes Lesevergnügen freuen. Die Autorin schreibt ihre Gartengeschichten mit Witz, Selbstironie und im Garten erarbeitetem Wissen. Und das sehr persönlich. Sie nimmt uns nicht nur in den eigenen, sondern auch in den elterlichen Garten mit und erzählt frisch von der Leber weg von ihren Erfolgen, Erfahrungen und Vorlieben, aber auch von Misserfolgen: »Alles dauert ewig, und die Hälfte misslingt. Aber es gibt nichts Schöneres als Gärtnern.« Jedes der 25 Kapitel ist einem Thema gewidmet, trägt eine entsprechende Überschrift und am Ende des Kapitels gibt es den Was-jetzt-dran-ist-Hinweis. Die Malerin Monika Dietrich-Bartkiewicz hat die Aufgabe übernommen, die in den Kapiteln beschriebenen Naturmotive großflächig, farbig zu illustrieren. Stefanie Flamms Sachbuch eignet sich ausgezeichnet als Oster-Geschenk, das man zuallererst sich selbst machen sollte. Weiterlesen

18/4 Der Hauptmann und der Mörder, Zhou Haohui

Nachdem wir vor Kurzem erst einen Thriller aus Korea besprochen haben, hier nun ein waschechter chinesischer Thriller. Auch hier muss ich wiederholen, dass er Roman natürlich von der chinesischen Lebensweise gefärbt ist, wie sollte er nicht, denn der Autor wurde 1977 in Yangzhou geboren und lebt auch dort.

Die Story über einen Serienkiller, der sich in Selbstjustiz übt und das Sonderkommando 18/4, welches versucht ihn zur Strecke zu bringen ist durchweg spannend und gut geschrieben. Dem amerikanisch, europäisch und vor allem nordeuropäisch geprägten Thriller-Liebhaber wird auffallen, dass der chinesische Krimi recht männerlastig ist und von einem obrigkeitlichen Verhalten im Polizeiapparat dominiert wird. Das jedoch sind Realitäten in China. Wer viel im asiatischen Raum tätig war, liest darüber hinweg. Denn es geht um die Geschichte an sich und die ist ziemlich gut. Ich warte ungeduldig auf die zwei Folgebände, 18/4 Der Pfad des Rächers und 18/4 Die blinde Tochter, die demnächst bei Heyne erscheinen werden.

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Michael Jensen: Totenreich

Totenreich, ein Buch das sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Es ist spannend wie ein Krimi, es schildert die Zustände am Ende und kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs in Deutschland und es ist eine Betrachtung des psychischen Zustands der handelnden Menschen. Nicht nur der Deutschen sondern auch der Amerikaner und Engländer die darüber scheinbar publiziert haben. Ein ehemaliger Kriminalkommissar durchläuft Lebenssituationen die er nicht gewollt aber die er nicht verhindern konnte um nach dem Krieg als Kriegsverbrecher da zu stehen. Es ist detailgenau in diesem Werk geschildert wer seine Haut wie gerettet hat und welche Interessen die Alliierten Mächte hatten. Durch die Profession des Autoren blickt man tief in die Psyche des Kommissars. Ich möchte ungewöhnlicher Weise von diesem Werk auf einen anderen Spionagethriller, Ritchie Girl von Andreas Pflüger verweisen, der diese Zeit auch beleuchtet hat. Dieses Buch kann als selbstständiger Roman gelesen werden obwohl die Werke Totenland (sie Rezensionen im Stadtmagazin) und Totenwelt sehr zu empfehlen sind. Weiterlesen

Rabbits, Terry Miles

Ich war nie ein Gamer und Computerspiele werden es mir wohl auch nicht mehr antun, dennoch liebe ich Geschichte wie „Ready Player Number one“ oder in diesem Fall „Rabbits“. Eine rasante, spannende Geschichte über ein mysteriöses Spiel, das sich sowohl in der Realität als auch mit Hilfe von Computersimulationen abspielt. Es ist nur den wenigen wirklichen Cracks der Welt der Computerspiele bekannt und die dürfen darüber nicht reden. Als Runde elf beginnt, scheint jedoch etwas falsch zu laufen. Menschen, Spieler verschwinden oder sterben. Ist das Spiel Rabbits daran schuld? K und seine Freundin Zoe begeben sich auf einen lebensgefährlichen Quest, wobei es immer schwierig wird zu erkennen, wo die Realität aufhört und das Spiel beginnt.

Richtig schnelle und gute Unterhaltung aus dem Universum der Computerspiele. Eine abgefahrene Reise in die Welt der virtuellen Spiele, einer verzerrten Wirklichkeit und waschechten, hochintelligenten Computercracks.

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