Quick and Good, Gordon Ramsay

Wir stellen „Quick and Good“ vor. 100 köstliche 30 Minuten Rezepte. Ich war gespannt nach der Vorgeschichte, was der Schotte und drei Sternekoch, Besitzer von 39 Restaurants mit insgesamt 16 Michelin-Sternen, international an dritter Stelle der führenden Spitzenköche in Quick and Good zu bieten hat. Ich war schon bei der Einleitung von seinen Aussagen begeistert. Ein 3-Sterne-Koch, der ehrlich ist.

 

 

 

Fotocopyright: ® Jamie Orlando Smith

2005 war ich zu einem längeren Aufenthalt in England und dort habe ich zum ersten Mal von Gordon Ramsay gehört, besser gesagt im TV gesehen. Dort lief die Serie Hell´s Kitchen. Aber in einem anderen Format. Gordon hat arbeitslose junge Menschen von der Straße geholt und versucht sie innerhalb von 4 Wochen zu einem Team in der Küche zu schulen, dass sie selbstständig ein vollbesetztes Restaurant mit hochwertigen Gerichten bekochen können. Nachteil für die Teilnehmer, jeden Tag musste einer das Team verlassen, weil er nicht die Leistung brachte. Da ich selbst, als ausgebildeter Koch, noch die alte Hierarchie mit dem rauen Ton einer Restaurantküche kennen gelernt habe, war ich erstaunt, in welchem Ton Gordon Ramsay mit den Teilnehmern herumgesprungen ist. Das F-Wort gehört dort zum guten Ton. Ein Lob an Gordon, er hat es immer geschafft, ein gutes Team ohne Vorbildung zu schulen. Die Serie Hell´s Kitchen, die bei uns zur Zeit im Fernsehen zu sehen ist, ist nur ein Abklatsch von dem Vorläufer. Aber auch sehr gut. Hier treten junge Köche gegeneinander an und der Beste wird Küchenchef in einen der vielen Restaurants von Gordon Ramsay. Beeindruckend sich so Küchenchefs für seine Restaurants auszuwählen. Die wissen, woran sie sind, und Gordon Ramsay weiß, dass er die richtige Person als Küchenchef bekommt. So betrachtet, genial. Und das wird noch von der Produktion bezahlt.

„Quick and Good“: Ein 3-Sterne-Koch, der ehrlich ist. Keine überbordenden Rezepte. Sogar den Mut zu haben, zu sagen, wenn die Industrie etwas Gutes fertig anbietet, dann nimm es doch. Ob es gefrorene Kräuter sind (ich persönlich nehme hier lieber frische); ob es die fertigen frischen, geputzten Salate und geschnittenen Gemüse sind (warum sich mit dem Zeitaufwand und dem Putzverlust belasten); warum nicht die frischen Nudeln nehmen, den fertigen Blätterteig, die Fonds und Brühen im Glas zum Auffüllen der Suppen und Saucen. Einzig was Neues, auch für mich ist, sind seine Empfehlungen das Gewürzregal aufzufüllen. Hier kommt zum Tragen, dass Gordon Ramsay die ganze Welt bereist hat und versucht aus jeder Küche das Beste herauszuholen. Hier empfehle ich, probieren sie es nach und nach aus und behalten das, was ihnen schmeckt.

Das Buch ist aufgebaut wie der Titel „Quick and Good“. Eine ehrliche Einleitung mit ersten guten Tipps zu einer schnellen Küche. Der Inhalt erstreckt sich eigentlich wie in fast allen Kochbüchern in der Menüfolge von Suppen, Salaten, Fisch/Schalentieren, Geflügel, Fleisch und Dessert. Doch bei Gordon gibt es noch mehr Kategorien. Erweitert mit Vegetarischen Hauptgerichten, Pasta, Reis und mehr und dazu noch Dips und Beilagen. Alles sehr interessant zusammengestellt und sicherlich für jeden in 30 Minuten auf den Tisch gestellt.

Probieren sie es aus, es lohnt sich. Sie werden viele neue Kreationen in ihrem Repertoire aufnehmen, denn dieses Buch ist eine Kulinarische Weltreise zusammengestellt von einem kulinarischen Weltenbummler Gordon Ramsay.

Quick and Good, Gordon Ramsay, Südwest Verlag, ISBN: 978-3-517-09970-5, Hardcover, 256 Seiten, € 26,00.

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