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Michael Jensen: Totenreich

Totenreich, ein Buch das sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Es ist spannend wie ein Krimi, es schildert die Zustände am Ende und kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs in Deutschland und es ist eine Betrachtung des psychischen Zustands der handelnden Menschen. Nicht nur der Deutschen sondern auch der Amerikaner und Engländer die darüber scheinbar publiziert haben. Ein ehemaliger Kriminalkommissar durchläuft Lebenssituationen die er nicht gewollt aber die er nicht verhindern konnte um nach dem Krieg als Kriegsverbrecher da zu stehen. Es ist detailgenau in diesem Werk geschildert wer seine Haut wie gerettet hat und welche Interessen die Alliierten Mächte hatten. Durch die Profession des Autoren blickt man tief in die Psyche des Kommissars. Ich möchte ungewöhnlicher Weise von diesem Werk auf einen anderen Spionagethriller, Ritchie Girl von Andreas Pflüger verweisen, der diese Zeit auch beleuchtet hat. Dieses Buch kann als selbstständiger Roman gelesen werden obwohl die Werke Totenland (sie Rezensionen im Stadtmagazin) und Totenwelt sehr zu empfehlen sind. Weiterlesen

Boris Meyn: Sturmzeichen, Historischer Kriminalroman

Meyen hat die Zeit vor 90 Jahren wahrhaft anschaulich aufleben lassen. 1929 war die Zeit als der Nationalsozialismus massiv in Erscheinung getreten ist. Als kleine Partei hat die NSDAP vom Kampf der Sozialdemokraten gegen Kommunisten profitiert. Von Profiten haben einige Banker und Kriminelle geträumt und windige Geschäfte angeleiert. Da haben sich die Polizeikräfte und eine Journalistin heftig eingemischt. Der Autor versteht es die Atmosphäre aufzunehmen und daraus einen starken Roman zu machen. Lokalkolorit gepaart mit fundierten historischen Kenntnissen machen diesen Roman sehr lesenswert.

 

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