
Hier ist er endlich, der zweite Band der Reihe um Inspector Unai Ayala, genannt Kraken. Nach Band I, Die Stille des Todes hat die Autorin mit dem Roman Das Ritual des Wassers ganz gehörig nachgelegt. Es sind wieder fünfhundert Seiten geballte Spannung. Wie auch schon beim ersten Band haben die Fälle immer irgendwie, mit dem Privatleben des Inspectors zu tun. Und das ist nicht weiter erstaunlich, denn die Beschreibungen von Vitoria, die Hauptstadt des Baskenlands hinterlässt bei Leser das Gefühl, als würde jeder, jeden kennen. Man wird Teil der Stadt, der Ermittlungen und Krakens Familie. Die Autorin verzaubert einen regelrecht mit ihrer Geschichte und so kann man den fünfhundert Seiten langen Thriller nicht aus der Hand legen.
Großartige Mischung aus hartem Thrillerstoff, einer innigen Geschichte von Freundschaft und der Erzählung von tragischen und auch wunderbaren Familienbanden.
Diese Reihe darf ihnen als Krimi- und Thrillerfan nicht entgehen.


Dieses ist Karen M. McManus zweites Jugendbuch. Es ist ein solider Jugendthriller aus den USA, in dem es auch sehr amerikanisch zugeht. Natürlich spielt Football, die Home-Coming-Queen und Pep-Rallys eine Rolle. Aber dadurch liest es sich auch etwas exotisch und mit Karen McManus unverwechselbaren Stil sehr authentisch. Man hat den Eindruck die Teenager, Ellery und Malcom, die in dem Buch zu Wort kommen, haben die Geschichte wahrhaft geschrieben.
Das erste Buch der neuen Serie die in Victoria im Baskenland spielt, ist ein wahrer Volltreffer. Nicht nur in Spanien setzten sich die beiden Folgebände auf Platz eins der Bestsellerlisten, auch hier wird die Autorin mit ihren einfühlsamen und doch so brutal realistischen Thriller große Erfolge feiern.

Der Thriller, bei dem es um entführte und ermordete Kinder geht, hat verschiedene Seiten. Es ist ein gut geschriebener, spannender Krimi, ein etwas gruseliger, übernatürlicher Roman, aber in erster Linie eine soziologische Studie um Schuldgefühle bei Kindern und deren Auswirkungen auf ihr späteres Erwachsenenleben. Jede dieser drei Themen lässt einen das Buch nicht aus der Hand legen. Man muss einfach weiterlesen, ob es einen an manchen Stellen gefällt oder nicht. Bevor nicht klar ist, wer der Mörder ist, gibt es keine gute Nacht mehr.
