Kategorie: Allgemein

Der Kreidemann, C.J. Tudor

Der Kreidemann von CJ Tudor

Nicht umsonst sagte Stephen King: Wenn Sie meine Bücher mögen, werden Sie auch dieses verschlingen.

Der Kreidemann erinnert wirklich an einen der alten Kings, wie ES und Friedhof der Kuscheltiere. Es ist ein spannender und gruseliger Thriller, der in zwei Zeitebenen erzählt wird. Natürlich sind die Teile die im Jahr 1986 spielen und aus der Sicht von Kindern erzählt werden die tragenden Teile der Geschichte. Vielleicht erinnern Sie sich, auch ES von King hatte diese bezaubernde Kindergeschichte, dem Club des Loseren. Im Kreidemann werden Eddie, Fat Gav, Metal Mickey, Hoppo und Nicky, auch eine Art Verliererclub, in eine Reihe mysteriöser Morde hineingezogen. Dabei sind sie nur eine Handvoll Kinder, die mit schrecklichen Toden und mit Kreidezeichnungen konfrontiert werden, die keiner der Erwachsenen verstehen will.

Hochspannung à la King, aber mit einem untypischen Ende dieses Genres. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

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Martin Keune: Knockout

Heuraka möchte man ausrufen! Zufällig habe ich auf der Backlist des Bebra Verlages die Bücher des Autors Keune gefunden. Als ausgewiesener Freund des historischen Kriminalromans sind die Bücher eine Offenbarung. Heune erweist sich als profunder Kenner des alten Berlin und hat ein Händchen für spannende Geschichten. In seinem ersten Roman „Die Blender“ beschreibt er die Okkultische Szene die in den 30er Jahren für Furore sorgte und durch die Nazis gefördert wurde. In „Knock Out“ schildert er die damalige Boxwelt. Die Boxer, die nicht der Rassenlehre der Nazis entsprechen, die gehörlos, farbig oder „Zigeuner“ sind, werden systematisch ausgegrenzt. Man hat das Gefühl man ist mitten im Geschehen. Bei Fahrten oder Spaziergängen durch Berlin weiß man genau wie Moabit oder der Wedding riecht oder tickt. Weiterlesen

Catherine Nixey: Heiliger Zorn, Wie die frühen Christen die Antike zerstörten

Ich habe mich immer gefragt, warum sind alle Tempel der Antike zerstört der Serapeum oder Ruinen wie die Akropolis. Haben die Barbaren mit der Einnahme Roms diese Tempel zu Steinbrüchen gemacht, um ihre spärlichen Behausungen zu bauen? Wie ist es passiert, dass die Antike Kultur mit ihren Philosophen und schon weitreichenden wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Mathematik, Physik, Astronomie in Vergessenheit geraten konnte. Wo sind die Schriftrollen von der Bibliothek in Alexandria geblieben.  Es gibt sehr wenig Literatur darüber und selbst bei Google oder Wikipedia wird man immer nur auf Schriften vom Judentum oder Christentum hingewiesen. Wenig weißt auf die Kultur der Antike hin. Weiterlesen

Ulf Schiewe: Der Attentäter

Kann ein Buch spannend sein, an dem Ende feststeht, wie es ausgeht. Ja, das gibt es. Das vorliegende Buch schildert die Ereignisse kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Wir wissen alle wie es ausgegangen ist, kennen aber nicht die Einzelheiten. Der Autor hält sich sehr an die vorhandenen Fakten ohne das romanhafte aus zu blenden. Interessant ist auch zu sehen, in wie weit die österreichische Ministerialbürokratie sich an diesem Attentat schuldig gemacht hat. Auch der Blickwinkel auf die serbischen Separatisten ist intensiv. Die Verhältnisse auf dem Balkan sind damals sehr verwirrend und auch heute noch sehr schwer nachzuvollziehen. Weiterlesen

Hans-Joachim Noack: Die Weizäckers

Die Weizsaeckers Eine deutsche Familie von Hans-Joachim Noack

Keine andere Familie hat die deutsche Geschichte der letzten 100 Jahre wohl mehr geprägt als die Weizäckers. Das interessante oder mal viel einfacher ausgedrückt, das Schöne an Biographien, es hat sich einer daran gemacht, recherchiert, nachgelesen, erzählen lassen und aufgeschrieben. So erfährt man immer etwas über eine Person und hier sogar über eine ganze Familie den „Weizäckers“. Kann es einer besser machen als Deutschlands Kanzlerbiographen Hans-Joachim Noack. Hans-Joachim Noack schreibt nicht nur das Recherchierte, das Gelesene oder Erzählte. Hans Joachim Noack ist durch seine Tätigkeit als Journalist ganz nah an die Weizäckers ran gekommen. Man kann ihn sozusagen als Zeitzeugen, wenn nicht sogar als Weggefährten sehen. Speziell zu unserem Bundespräsidenten Richard von Weizäcker. So ist es auch nicht verwunderlich, dass zum Schluss der Familienbiographie das Hauptaugenmerk auf Richard von Weizäcker liegt. Weiterlesen

Nicole Klauss: Die neue Trinkkultur, Speisen perfekt begleiten ohne Alkohol

Ja! Warum eigentlich nicht? Nicole Klauss beschwert sich in der Einleitung ihres Buches „Die neue Trinkkultur“ darüber, dass man, wenn man gut Essen geht, in einem gehobenen Restaurant meistens genötigt wird, Wein als Menübegleitung zu wählen. Viele dieser Restaurants haben dafür sogar einen Sommelier, also einen extra Weinkellner eingestellt. Dieser kommt nach der Wahl des Menüs an den Tisch und berät einen, welcher Wein zu den Gerichten passen würde. Diese Beratung ist auch fundiert und hilfreich. Nur warum muss man immer gleich zum Alkohol greifen? Warum kann man nicht alkoholfrei genießen? Warum gibt es dann nur Wasser still oder mit Kohlensäure versetzt? Eventuell noch Cola, Limonade oder Apfelsaftschorle. Nicole Klauss fragt zu Recht, warum gibt es in diesen guten Restaurants nicht auch eine Auswahl von alkoholfreien Getränken. Weiterlesen

Boris von Brauchitsch: Abgefahren. Die Automobilisierung in historischen Fotos aus Berlin

Am 11. Oktober ist von Boris von Brauchitsch ein weiteres Buch erschienen das anhand von mehr als 160 Bildern aufzeigt wie in Berlin Motorfahrzeuge die Straßen eroberten. Wie er in einem Telefoninterview mit dem Eschborner Stadtmagazin mitteilte, hat er damit seinen 4. Bildband zur Mobilität in Berlin veröffentlich. Der 1.Band „Ohne Motor“ handelt von Fahrrädern, der 2.Band „Unter Dampf“ über Bahnverkehr und der 3. Band „Abgehoben über die Fluggeschichte. Das Werk ist nicht nur für Berliner interessant, nein durch überregionale Bezüge wird das Werk auch für historisch interessierte Leser ein muss. Weiterlesen

Wolfgang Herles: Vorwiegend Festkochend, Kultur und Seele der deutschen Küche

Vorwiegend festkochend von Wolfgang Herles

Sag mir was du isst und ich sage dir wer du bist! Dieser alte und bekannte Spruch wird so leichtfertig dahin gesagt. Doch keiner weiß eigentlich, was da alles hinter steckt. Jetzt hat dieser Spruch ein Bild oder besser gesagt ein ganzen Buch bekommen „Vorwiegend Festkochend“. Wolfgang Herles, einer unserer renommiertesten Fernsehjournalisten, hat sich daran gesetzt und aufgeschrieben von der Kultur und Seele der deutschen Küche. Weiter schreibt er schon auf dem Klappentext: Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die deutsche Küche. Was dem Deutschen schmeckt, was sie kochen, über das Essen reden und schreiben ist Ausdruck ihrer Kultur und Seele. Weiterlesen

Elke Nansen: Tödliches Wangerooge, Ostfrieslandkrimi

Eigentlich schon erwartet. Jetzt ist er da, der siebte Band der erfolgreichen Ostfrieslandkrimiserie von der Erfolgsautorin Elke Nansen „Tödliches Wangerooge“. Wer noch kein Fan von Elke Nansen ist und mit diesem Krimi einsteigt, wird sich garantiert noch die Vorgängerbücher besorgen. Was ich auch nur empfehlen kann. Zwar ist jeder Band für sich abgeschlossen, doch läuft durch alle ein roter Faden mit, von dem Ermittlerduo Richard Faber, Rike Waatstedt und Opa Knut, sowie dem ganzen Team vom Emder Kommissariat. Gekonnt ist Elke Nansen eine dramatische Inszenierung gelungen mit einer großen Tragik des Gewesenen. Wofür man selbst Verständnis findet. Weiterlesen

Thomas Ziebula: Der rote Judas

Wenn wir über Kriegsverbrechen Deutscher Soldaten reden, dann ist uns meist nicht bewusst, dass diese Verbrechen eine lange unrühmliche Tradition haben. Das macht uns dieser historische Kriminalroman deutlich. Als die deutsche Reichswehr 1914 über das neutrale Belgien herfiel um die französischen Grenzbefestigungen zu umgehen, richtete sie unter der Zivilbevölkerung Grausamkeiten an. Deshalb verlangten die Siegermächte die Auslieferung von verbrecherischen Soldaten im Versailler Vertrag. Darum geht es in diesem Roman.

 

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