
Eine Erzählung aus der Eifel über knapp fünfzig Jahre von 1865 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte dreier Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber dennoch in einer Freundschaft manifestierten, die zerbrach und vor dem Tod wieder aufblühte. Drei Kinder, die mit neun Jahren bereits ihre Träume haben und alle drei wollen ausbrechen. Wilhelm aus der Armut und der anscheinend nie endenden Arbeit als Bauernjunge. Jacob der Sohn des reichen Tuchmachers, ein Schöngeist, dem der Sinn so gar nicht nach der Fabrik und dem Geschäft steht. Und Luise, die Tochter des Arztes in Monschau, deren einziger Wunsch es ist Medizin zu studieren. Etwas das den Frauen in Deutschland noch lange verwehrt wurde. Als Kinder verbindet sie eine tiefe Freundschaft und Liebe. Das Leben ist einfach. Doch als die wahre Liebe in das Leben der Jugendlichen kommt und die gnadenlose Gesellschaftsstruktur, die strikt unterscheidet, wer, wo im Leben hingehört, zerbrechen Träume, Freundschaften und Gefühle.
Ein wunderschöner Roman, der die damalige Zeit mit ihren Zwängen und Standesdünkeln viel zu realistisch einfängt. Man liebt, lebt, hasst und weint mit den Protagonisten und ist am Ende erstaunt, dass alle drei irgendwie ihr Glück gefunden haben. Nur leider ist einer der letzten Sätze: „Doch am 28.Juni werden in Sarajewo der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und sein Frau von einem serbischen Nationalisten ermordet. …“ Und wir Leser wissen natürlich, welch grausame Folgen das hatte.
Sam Dixon ist für mich ein großer Wurf gelungen und schon beim Lesen der Rezepte und dem Betrachten der Fotos läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Und damit die Weihnachtsparty in Schwung kommt, widmet Dixon die ersten beiden Rezepte den Cocktails! Granatapfel Negroni und Coconog. Während der Coconog eher etwas für die weihnachtliche Jahreszeit ist, schmeckt der Granatapfel Negroni auch bei 30° im Schatten. Ob Weihnachten in großem Kreis (Kapitel 1 Für gesellige Runden) gefeiert oder in kleiner Runde zelebriert wird (Kapitel 2 Hauptgerichte und Kapitel 3 Beilagen), Gastgeber: innen finden etwas, womit sie ihre Gäste überraschen und verwöhnen können. Sei es der 



Sabine Küglers Welterfolg „Das Dschungelbuch“ ist damals an mir vorbeigegangen. Vermutlich weil ich ein Kind im Kindergartenalter hatte und andere Lektüre vorlas. Denn, die Abenteuer, die die Autorin in ihrer frühen Kindheit und Jugend erlebt – überlebt – und bestanden hat, haben so gar nichts mit Pipi Langstrumpf oder „Die drei Fragezeichen“ zu tun. Es sind Abenteuer, die selbst Daniel Defoe Robinson Crusoe und Freitag nicht auferlegte und: sie entsprangen seiner Fantasie. Küglers Alltag in Papua-Neuguinea ist Realität. Es ist kein Videospiel in dem es darum geht, das nächste Level zu erreichen. Es geht darum, den nächsten Tag zu überleben. Ob es richtig oder falsch von den Eltern war, bewusst mit kleinen Kindern im Dschungel zu leben, steht nicht zur Diskussion. 
Der Debütroman von Olivia Ford ist die herzerwärmende Geschichte der 77-jährigen Jenny Quinn, die unerwartet das Casting übersteht und als Teilnehmerin in der britischen TV Show „Back Duell“ landet. Dort reüssiert sie mit ihren Rezepten, inspiriert die Zuschauer, dass es nie zu spät ist seine Träume zu verwirklichen und avanciert zum Liebling der TV-Nation. Aber das allein reicht nicht für einen großen Roman. Abgesehen von wunderbaren, fein herausgearbeiteten Charakteren, die man gerne in seinem Freundeskreis hätte, erzählt Ford die Liebesgeschichte von Jenny und Bernard, die seit fast sechzig Jahren verheiratet sind aus der Sicht von Jenny. Rückblenden in Jennys Kindheit und Jugend runden das Bild von Jenny ab. Eine weitere
Choukran – ist arabisch und heißt Danke. Dieses Buch von Abdel Alaoui ist eine Hommage, ein Dankeschön an seine Mutter, die trotz des Aufenthaltes in Frankreich ihrem Sohn mit dieser Küche, liebevoll die kulinarische Tradition erhalten hat. Harissa, Datteln, Minze, Ras el – Hanout, selbst eingelegt Salzzitronen (kann man auch fertig kaufen), Sardinen, Grüner Tee, Orangenblüten- und Rosenwasser, wenn sie das zusammen haben, ist Marokkos Küche bei ihnen zu Hause. Keine Angst vor fremden Küchen! Wie steht es auf dem Umschlag in goldenen Lettern. 100 einfache Rezepte. Und um das zu unterstreichen hat Abdel Alaoui zu jedem Gericht den Schwierigkeitsgrad angegeben. Von sehr einfach, einfach und mittelschwer. Schwer kommt erst gar nicht vor. Eine gelungene Einladung sich an Gerichte zu trauen, auch wenn das dazu gehörige Bild etwas anderes suggeriert. Auch muss man sich keinen Tajine zulegen. Diesen markanten typisch marokkanischen Schmortopf mit einer Haube auf der Garschale aus Lehm oder Ton. Ein guter Schmortopf, am besten gusseisern tut es auch.