
Lieutenant Leaphorn und Officer Jimmy Chee ermitteln gemeinsam an mehreren Fällen. Ein Lehrer und richtig guter Mensch wurde in seinem Werkraum erschlagen und ein Teenager, der vierzehnjährige Delmar, halb Navajo, halb Tano wird vermisst. Außerdem ein tödlichen Unfall mit Fahrerflucht, dessen Aufklärung Chee seine Sergeantstreifen ermöglichen soll. Da Leaphorn jedoch in ein paar Tagen mit seiner neuen Flamme Louisa nach China fliegen will, bleibt wohl alles an Jimmy hängen. Man hat nur zwei Hände denkt Chee und konzentriert er sich auf den verschwundenen Jungen. Die einflussreiche Großmutter ist ein Mitglied des Stammesrates und sie will den Jungen unbedingt finden. So fährt Chee erst einmal nach Tano, wo Delmars Mutter lebt und weil dort gerade die Festlichkeiten des Kachina-Tanzes gefeiert werden. Etwas, das Chee sehr gerne der jungen hübschen Anwältin Janet zeigen möchte. Immerhin kann er dabei nach dem Tano-Jungen Ausschau halten. Während der Zeremonie, erblickt er Delmar, doch dann kommt es zu Irritationen beim Publikum und plötzlich ist einer der heiligen Clowntänzer, ein Koshare, ebenfalls tot.
Wer etwas für die Kultur der amerikanischen Indianer übrig hat, sich für ihren Glauben und ihre Lebensweisen in den Reservaten interessiert, ist bei der Serie nicht nur richtig. Man fühlt sich als Leser regelrecht wohl in den Geschichten. Gerne begleitet man Joe Leaphorn auf seinen endlosen Fahrten, durch die weite Black-Mesa und für die Länge einer dieser Romane, kann man die Welt vielleicht als Navajo-Indianer begreifen. Großartige Bücher einer fantastischen Serie mit noch besseren Geschichten.
Ein Unfall unverschuldet und doch belastet es dich. Wie verändert sich dein Leben, auch wenn du unverschuldet einen Unfall verursacht hast mit Personenschaden oder sogar Todesfolge? Wie gehst du damit um? Einfach weiter so oder bekommst du die Situation nicht aus dem Kopf? Kannst du schlafen oder reißen dich die Alpträume jede Nacht aus dem Schlaf? Wie sehen dich Familie, Freunde und Kollegen? Bekommst du Zuspruch oder wirst du gemieden? Man tuschelt über dich oder mobbt dich sogar. Du konntest doch gar nichts dafür. Das hatte die Polizei doch auch bestätigt. Wir sind im Anfang von Chris Warnats Debütroman „Fünfzehn Sekunden“. Ein mehr als gelungener Auftakt, den man sehr gut nachvollziehen kann. Jeden kann es treffen. Doch hofft man bei jeder Autofahrt, dass einem so etwas nie passiert.
2125 Die Zukunft der Menschheit, ein spannendes Gedankenspiel – eine interessante Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler des Marburger Gymnasiums „Philippinum“. Die Idee zu diesem Schreibprojekt hatte der Verleger Markus Karsten vom Westend Verlag. Und auch wenn er sich lange gedulden musste, bis es zur Umsetzung der Idee kam, hielt er an der Idee fest, holte Frank Scholze, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek und Christian Steiner, Studienrat am Philippinum mit ins Boot und ermöglichte damit das vorliegende Buch.
Definitiv hinterlässt das Buch etwas beim Leser und man denkt doch noch einmal darüber nach, obwohl man es eigentlich nicht möchte. Es ist kein leichter Stoff, sondern die Geschichte von vier Menschen, die ein völlig unerfülltes und belangloses Leben führen mussten. Zwei von ihnen, weil sie schwule Männer sind und das in China der Achtziger nicht nur ein Tabu ist, sondern tödliche Folgen haben kann. Und zwei Frauen, die als Ehefrauen der sogenannten Sissys ein Leben in Kauf nehmen mussten, das voller verletztem Stolz, schlechtem Gewissen und unerfüllter Liebe ist. Selbst, als sie nach Amerika immigrieren, ändert sich nichts daran. Erst am Ende ihres verbrauchten Lebens stellen die beiden Frauen sich ihren Lebenslügen, eine zerbricht daran, die andere findet einen eigenartigen Frieden.
Angelo Coassin ist ein ausgebildeter Koch und Tänzer. Kurz vor Corona wagt er den Schritt nach London zu gehen, um dort eine Karriere als Tänzer anzustreben. Doch dann der Schlag: Corona – Nichts geht mehr. Verbannt an seine Wohnung, keine Reiseerlaubnis, besinnt sich Angelo auf seine zweite Ausbildung – Koch! Er entwickelt einen Blog. Natürlich mit italienischer Küche. In kurzer Zeit hatte er viele Follower. Nicht nur weil seine Rezepte einfach und genial sind, sicherlich auch, weil er das ital-ienische Flair mit rüberbringt. Er zelebriert seine Gerichte im 50ziger Jahre Stil im Feinrippunterhemd, tanzend mit guter Musik im Hintergrund vor. Der Zuschauer wird von seiner Fröhlichkeit animiert mit- und nachzumachen.
Zugegeben, es war nicht Liebe auf den ersten Blick zwischen dem neuen Buch „Die unwahrscheinliche Süße der Erdbeeren“ von 
Der zweite Roman um die Wendlandermittlerin Carla Seidel ist für meinen Geschmack besser gelungen, denn er wirkt wesentlich realistischer, als sein Vorgänger. Während einer großen Gesellschaftsjagd wird einer der Gäste mit mehreren Messerstichen brutal ermordet. Die Gastgeber, Familie von Boennings entspricht so ganz dem Klischee von Landadel. Mächtig, reich, anmaßend und anscheinend jede Menge Leichen im Keller. Jedoch lässt sich die Kriminalbeamtin der Polizeistation Dannenberg nicht so schnell einschüchtern. Auch wenn jemand die Frechheit hat, es als Jagdunfall zu bezeichnen, war es definitiv Mord, und zwar eine geplante Tat. Denn der abgebrühte Mörder sah dem Opfer beim langsamen Sterben zu. Als es weitere Tote gibt, stellt sich langsam die Frage, warum man ausgerechnet diese Menschen tötete. Denn die Oper, Gäste von auswärts, sind vor langer Zeit zusammen als Kinder und Jugendliche im Wendland groß geworden.
Ein Sachbuch wie man es sich wünscht. Bestens gestaltet über alles was es zu Kaffee zusagen gibt. Es beginnt schon damit, die richtige Zubereitung für die verschiedensten Cafés zu beschreiben und zu erklären. Nicht umhin stellt sich die Frage welche Sorte von Cafés gebe ich den Vorzug. Dabei werden auch die verschiedensten Kaffeesorten erklärt und auch die Röstmethoden geschildert.