
Henry Kissinger, ein Mann, der wegen der Politik aus seiner Heimat flüchten musste und der mit Mitte vierzig, als Sicherheitsberater und vier Jahre als Außenminister in die Politik ging. Dem man den Friedensnobelpreis verlieh und der dieses Jahr 100 Jahre alt wurde. Dieser Mann kannte die politischen Führer über die er in diesem Buch spricht.
Die Kernaussage ist wohl, dass es kein Erfolgsrezept für die Führung eines Staates gibt. Es kommt auf die Situation an und was gerade benötigt wird. Welcher Charakterzug hilfreich ist in Krisensituationen, um diese zu überwinden. So spricht Henry Kissinger über Konrad Adenauers Führung als die Strategie der Demut, Charles de Gaulle Politik als die des Willens, Nixons Strategie des Gleichgewichts, Anwar el-Sadat Überwindungsstrategie, Lee Kuan Yews Strategie der Spitzenleistung und Margaret Thatchers Strategie der Überzeugung.
Geschichte ist immer anfällig für Verfälschung. Bei einem Zeitzeugen jedoch wird Geschichte aus erster Hand erzählt. Und wenn man sich die Auswahl seiner Staatsführer ansieht, könnte man nur bei Nixon einmal kurz die Stirn in Falten legen, weil Kissinger sein Außenminister war. Mich hat das Buch begeistert, was die Fakten angeht, die ich nicht alle so kannte, der Stil des Autors und seine sehr neutrale, diplomatische und unaufgeregte Art über die Geschichte dieser sechs Staatsführer zu berichten.
Wieder einmal lässt der Norweger Jo Nesbø seinen Antihelden Harry Hole in Oslo agieren. Diesmal kommt Harry Hole direkt von einer Theke in Los Angeles auf ein Angebot dass er nicht ablehnen kann nach Norwegen. Ein Multimillionär versetzte ihn in die Lage sein altes Team aus gescheiterten Existenzen Menschen am Rande der Gesellschaft Morde aufzuklären. Diese Morde sind natürlich vom aller Feinsten sprich äußerst ungewöhnlich. Der Autor spielt mit seiner Leserschaft in dem er sie scheinbar erahnen lässt, wer der Mörder ist und aus welchen Gründen er seine zum Teil heftigen Taten machen lässt. Aber wer glaubt schon am Anfang den/die Täter: IN zu kennen, irrt. Bis auf die letzten Seiten kommt man einer Auflösung nicht nahe.
Es ist meine erste literarische Begegnung mit dem Autor und schon auf der ersten Seite hat er mich sprachlich und stilistisch gepackt. Die Geschichte und die Personen werden DAS Sahnehäubchen sein. Und ich habe mich nicht getäuscht. Supino schreibt flott und spannend, dazu sehr bildhaft. Ich sehe die Gruppen von Männern, die in den Straßen sitzen und sich unterhalten genauso vor mir wie die Stadtteile und Häuser, in die die Suche nach Antonio Esposito, genannt O`Nirone, uns – den Ich-Erzähler und mich – führt. Durch den Ich-Erzähler verstärkt sich der Eindruck, dass dieser neue Roman autobiografische Züge trägt. Bei allem Lokalkolorit sollte man sich nicht täuschen: hier geht es nicht um Mafiafolklore á la Hollywood, sondern der Untergang der Camorrafamilie wird aus 
Die meisten Leser: innen kennen „Das Tagebuch der Anne Frank“ und wissen um ihr Schicksal. Weniger bekannt hingegen ist, dass etwa 9000 junge Emigranten aus Deutschland und Österreich, meist Juden, die in den USA eine neue Heimat gefunden hatten, während des Zweiten Weltkrieges in einem Ausbildungszentrum der United States Army, genannt Camp Ritchie, von der Feldnachrichtentruppe der US Army, ausgebildet wurden. Unter den sogenannten Ritchie-Boys waren viele bekannte Persönlichkeiten wie Stefan Heym, Hans Habe, Hanus Burger, Georg Kreisler und – Guy Stern. Sehr spät – mit fast einhundert Jahren – erinnert sich Stern und erzählt aus seinem langen, facettenreichen Leben. Er erinnert seine Kindheit in seiner Heimatstadt Hildesheim. Er überlebt als einziger seiner 
Alles verwenden, nichts verschwenden! Der Untertitel hat mich gereizt zu diesem Buch zu greifen. Als ausgebildeter Koch und für die Wirtschaftlichkeit einiger Betriebe verantwortlich, bin ich schon vorgebildet im Umgang mit der besten Verwertung der Produkte und der sogenannten Resteverwertung. Doch wird der Begriff Resteverwertung meist falsch verstanden. Es geht in diesem Buch nicht um die Reste, die nach einem Essen übriggeblieben sind und zu neuen Gerichten verwertet werden. Es geht um die ganzheitliche Verarbeitung der Lebensmittel, vom Stiel, über die Schale, den Blättern bis hin zur Blüte, alles zu verwenden und in köstliche Gerichte zu verwandeln. Nichts verschwenden oder einfach im Biomüll entsorgen! Man kann fast alles verwenden. Max La Manna hat sich daran gemacht, uns mit diesem Buch den Weg dazu zubereiten. Und das Beste an seinen Gerichten hat er selbst in seinem Titel gesagt „You Can Cook This!“ Du kannst es einfach nachkochen! Stimmt!
Seitdem die ersten Autorinnen und Filmemacherinnen das tabuisierte Thema Menopause erfolgreich behandelt haben, ist der Damm gebrochen und der Weg zu einer Auseinandersetzung freigemacht. Das Thema ist – ich wage es zu sagen – heiß. So heiß, dass der Verlag HarperCollins letztes Jahr verkündete, sie würden proaktiv nach Geschichten suchen, die weibliche Erfahrungen reflektieren und Frauen in der Menopause als smarte, witzige, starke, emanzipierte Charaktere, die hocherhobenen Hauptes gehen und kämpfen, porträtieren. Und ja Grace, du bist ganz sicher eine Kämpferin, witzig, unvergesslich und ziemlich unglaublich, wie vermutlich auch deine geistige Mutter, Fran Littlewood, die mich mit ihrem Debütroman völlig überzeugt.
Nagare Kamogawa, ehemaliger Polizist im Ruhestand und begnadeter Koch, mit dem Spürsinn für die richtigen Zutaten, betreibt mit seiner Tochter Kioshi in Kyoto ein kleines Restaurant und eine Detektei. Es gibt keinen Hinweis oder Schild am Haus. Einzig in dem angesagten Gourmet Insider mit einer Zeile: „Wir finden den Geschmack, den sie nochmal wiedererleben möchten“. Keine Adresse, keine Telefonnummer. Nagare und seine Tochter sind der Meinung, wer sie finden will, findet sie. Wir brauchen keine fadenscheinige Beurteilung im Internet oder in Gourmetzeitschriften.