Schlagwort: DDR

Frank Goldammer: Zwei fremde Leben. Interview mit dem Autoren

Als gebürtiger Dresdner hat Goldammer wieder seinen Roman in seiner Heimatstadt angelegt. Als in der DDR aufgewachsener hat er erlebt was es hieß in einem Land zu leben in dem der Staat alles für seine Bürger kontrollierte und bestimmte. Das begann schon, und hier setzt der Autor an, bei der Geburt. Da wurden schon Kinder von Eltern die nicht systemkonform waren in Staatsobhut genommen. Der Staat wollte ja dem Sozialismus ergebene Menschen „züchten“. Diese Linientreuen Staatsbürger mit höheren Funktionen hatten alle Möglichkeiten der Lebensführung, sprich Westprodukte und Reisemöglichkeiten. Goldammer zeigt in seinem Werk sehr deutlich diese Atmosphäre der Unterdrückung und Bespitzelung durch den Staat. Ein Roman der in einem deutschen Staat spielt, den es heute nicht mehr gibt, dessen mentalen Auswirkungen noch heute deutlich zu spüren sind. Weiterlesen

Frank Goldammer: Juni 53

Es ist nunmehr 30 Jahre her, dass die innerdeutsche Grenze der Vergangenheit angehört. Dabei vergessen wir meistens, dass es bereits im Juni 1953 zu einem Aufstand der Arbeiter und Angestellten der DDR kam. Dieser Aufstand wurde blutig niedergeschlagen und es gab viele Tote. Das ist die Rahmenhandlung in der der fünfte Fall für Max Heller spielt. Wieder wird sein kriminalistisches Gespür auf eine harte Probe gestellt, da es einen Widersacher des Ministeriums für Staatssicherheit gibt. Der Autor Frank Goldammer nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und zeigt mit aller Deutlichkeit, die das damalige Regime mit seinen Bürgern umgegangen ist. Hoch spannende Literatur die auch der jetzigen Generation deutlich machen kann was es heißt in einer Diktatur zu leben. Weiterlesen