
Über Hieronymus Bosch, den Maler der Abgründe, einem für sein Jahrhundert so progressiven und außergewöhnlichen Künstler haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Es ist der Maler, der religiöse Motive, vor allem höllische Abgründe detailversessen, mit zu meist Ölfarben auf Holztafeln erschuf. Im Rahmen zu den Vorbereitungen des 500. Todestages 2016 hat das Bosch Research and Conservation Project Gemälde in Venedig, Madrid, Brügge, Berlin und Washington untersucht. Das Ergebnis war, dass 21 Gemälde und 20 Zeichnungen als von Bosch eigenhändig bewertet wurden. Um diesen Prozess, der Bewertung, des Vergleichs mit außergewöhnlichen Techniken, wie Röntgendiagnostik, Infrarot-Fotografie und Spektralanalysen, geht es in dieser Dokumentation. Eine Gruppe von Kunsthistorikern und Technikern versuchen, das Geheimnis von Hieronymus Bosch zu lüften.
Als Kunstliebhaber und vor allem als Bosch Liebhaber ist die Dokumentation ein Schmankerl. Dann nimmt man gerne den deutschen Untertitel in Kauf, denn es wird meist Holländisch oder Englisch gesprochen.
Es ist erstaunlich, mit welchen Umständen bis vor kurzem noch Frauen zu kämpfen hatten, um zu überleben. Nicht nur dass sie 1947 gefroren und gehungert haben, nein, sie wurden auch durch männliche Gewalt und Ignoranz verletzt, getötet und missachtet. Dies hat die Autorin Lea Stein mit drastischen Bilder aus dem zerstörten Hamburg und Umgebung geschildert. Kein Stein auf dem anderen, die Menschen Haus in Löchern und Bunkern versuchten mit Hamsterkäufen und Schwarzmarktgeschäften über die Runden zu kommen. Dabei wurden sie neben übergriffigen Gangstern auch durch die Polizeibehörden gestört, die versucht haben, dem Schwarzmarkt die Mittel zu entziehen. Die Autorin erzählt aber auch eine Geschichte von Serientätern die notleidenden Frauen sexuell bedrängt haben. Ein Roman der den Lebenswillen von Menschen höchst anschaulich schildert.
Was passie, wenn ein Spitzenkoch mit großer Leidenschaft zur Natur, das schwierige grüne Abitur – den Jagdschein absolviert. Dabei die Stille und Ruhe im Wald beim Ansitz genießt. Mit dem Jagdschein erkennt er aber auch die Verantwortung für das Wild mit Hege und Pflege. Weil unser Wild keine natürlichen Feinde mehr hat, gehört dazu der kontrollierte Abschuss, um den Bestand in einer vernünftigen Population zu halten. An dieser Stelle kommt natürlich der Spitzenkoch Markus Sämmer zum Tragen.
Wenn ein Rechtsanwalt etwas zu erzählen hat, dann taucht man in eine Welt ein, in der es feste Regeln gibt die zu beachten sind. Die Geschichte die der Autor uns erzählt, umfasst mehrere Rechtsgebiete und bewegt sich in einer Grauzone, in der mehrere Akteure (Geheimdienste) ihre Finger im Spiel haben. Es geht um autonome Kriegswaffen an denen mehrere Staaten interessiert sind, aber deren Ausfuhr aber strengen Regeln gebunden sind. Aber da wo Gewinne zu machen sind, da ist die Gier groß. Da wird auch auf Menschenleben keine Rücksicht genommen. In der Geschichte werden die einzelnen Positionen der handelnden Personen so beleuchtet, wie sie in der realen Welt einem Rechtsanwalt zur Kenntnis gelangen. Am Anfang des Romans ist die Sprache etwas spröde. Dies ist aber dem Umstand geschuldet, Handlungen genau abzubilden.
Diesen Hype um sein Buch seitens der Presse hat nicht einmal Namensvetter Harry Potter geschafft. Zwar waren vielleicht die Verkaufszahlen am ersten Tag höher, aber, die wie es scheint ungeteilte Aufmerksamkeit der gesamten weltweiten Presse, gilt »Reserve«. Seit den ersten Indiskretionen und besonders seit dem angeblichen Fehlstart in Spanien halten die Erinnerungen von Prinz Harry die Welt in Atem. Was aber bleibt, wenn man die Angriffe auf Familie, Institution (Krone, Anm. der Rezensentin) und Presse ausblendet? Und ich frage mich, warum hat sich Prince Harry einen Ghostwriter ins Boot geholt, noch dazu einen amerikanischen, wo er doch schon »als Schüler gebildet genug war«, zu beurteilen, dass ein Artikel über ihn »Analphabetismus vom Feinsten» war. Verstehen Sie mich bitte richtig, für mich ist J.R. Moehringer, Pulitzerpreisträger, über jeden Zweifel erhaben und er hat – wie schon bei 
Den ganzen Tag Vegan! Wer sich, egal aus welchen Gründen, ob um die Umwelt zu schonen, die Tiere zu schützen oder anderen Gründen, sich für eine fleischlose Ernährung oder sogar auf alle tierischen Produkte verzichtet, möchte das natürlich zu jeder Mahlzeit machen, das bedeutet natürlich „All Day Vegan“. Endlich! Ja endlich gibt es wirklich mal ein veganes Kochbuch, das den ganzen Tag abdeckt mit Ideen, Rezepten und köstlichen Gerichten.
Das Allgäuer Autoren Duo Klüpfel u. Kobr hat es mit seinem neuesten Krimiprojekt an die Côte d’Azur verschlagen. In einer kleinen Küstenstadt, Port Grimaud, die aus der Retorte entworfen wurde hat sich der gescheiterte Apotheker als Hauskeeper verdingt. Er zieht seine kleinen Geschäfte mithilfe eines Wasser Taxifahrers durch und kommt einem scheinbar großen Geschäft auf die Schliche. Aber dieser Coup kann nur gestemmt werden wenn er die Hilfe anderer, zugegebenermaßen schräge und skurrile Typen annimmt. Gegenspieler zu diesem großen Coup ist eine reiche und alteingesessene Familie, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will. Das en Passant eine Leiche aufgefunden wird und das die Leserschaft über diesen großen Schatz im Dunkeln gehalten wird macht diesen Krimi bis zur letzten Seite spannend. Das Autorenduo versteht es immer wieder die skurrilen und kauzigen Seiten der Protagonisten herauszuarbeiten um auch in den nächsten geplanten Büchern die Leserschaft zu erhalten. 
Das dritte Buch von Carsten Sebastian Henns Trilogie um die interessanten geistigen Getränke, jeweils mit den immer lustigen, einladenden Titeln „Der Gin des Lebens“, „Rum oder Ehre“ und nun „Ein Schuss Whiskey“ ist da. Mit Freude habe ich die ersten beiden gelesen und konnte es gar nicht erwarten, auch das dritte Buch in die Hand zu bekommen