
Es ist immer wieder faszinierend, wie sehr mich diese Kriminalreihe von Seishi Yokomizo an die Bestseller von Agatha Christie erinnert. Die Kriminalstory ist geschrieben im Stil der ehemaligen großen englischen Krimiautoren, gespickt mit japanischem Lokalkolorit und asiatischer Kultur. Der Privatermittler Kosuke Kindaichi ist mit seinem Stottern, wenn er nervös wird oder einer Frau gegenübertritt und der Angewohnheit sich beim Denken übermäßig am Kopf zu kratzen, eigentlich ein Antiheld. Ein furchtbar kluger Antiheld, aber war das Hercule Poirot nicht auch irgendwie? Diese Krimireihe macht einfach nur sehr, sehr viel Spaß. Sie führt mich in alte Zeiten zurück, in denen ich zum ersten Mal die Miss Marple Krimis verschlungen habe oder mich beim Hund von Baskerville gruselte.
So wie Yishai Sarid seinen Protagonisten Siv Mobiltelefone infiltrieren lässt, infiltriert Sarid seine Leser: innen. Die Geschichte um den Meister-Hacker Siv klingt nicht nur nach, sie beschäftigt während des gesamten Lesens, die durch Spannung, Tempo und durch eine gewisse Kälte getragen wird. Die Frage, ist es Fiktion oder Realität, stellt sich nicht. Es ist wie bei James Bond: wenn er es macht, ist es möglich und wenn Sarid es schreibt, ist es möglich. Während Siv seiner Arbeit nachgeht und nach systemischen Schwachstellen sucht, um das System zwecks Überwachung zu infiltrieren, werden im Verlauf der Geschichte auch die menschlichen Schwachstellen freigelegt und mancher, der von Sarid gut und treffend herausgearbeiteten Charaktere wird entzaubert. Und
Der Autor Hynes entführt uns nach Novaea Carthago in das 4 Jahruhndert nach Christi. Er lässt einen Sklaven über dessen Leben berichten. Dieser lebt in einer Schänke mit angeschlossem Bordell. Die Schilderungen sind so detailgenau das man förmlich die Gerüche und Geräusche der Kaschemme und der umliegenden Märkte und des Hafen sieht und riecht. Im Gegensatz zu vielen Romanen werden hier keine Helden verehrt sondern Menschen die das Römische Reich zu einem mächtigen Staat gemacht haben. Mit brutaler Genauigkeit wird das Leben von Sklaven und das der bettelarmen Menschen geschildert. Es ist rührend wie sich die „Wölfin“ um den Buben kümmert, obwohl das Leben als Hure in dieser brutalen Umgebung nicht einfach ist. Sklaven haben keine Namen sie werden als das bezeichnet für das was sie sind. Der Junge ist also Pusus, Junge, ein Ding das man nutzen, oder auch verkaufen kann.
Ellery Lloyd wagt in ihrem neuen Roman einen unerschrockenen Blick auf die Leben und (erstaunlich schlechten) Entscheidungen der Reichen und Schönen, was dazu führt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann, selbst wenn die Egos einen aufstöhnen lassen. Aber bei so vielen Geheimnissen, dunklen Geschäftspraktiken und moralischen Dilemmata, die es aufzudecken gibt, spielen die Charaktere, die alle etwas zu verbergen haben, eine untergeordnete Rolle und das ist absolut fesselnd. Das führt zur Frage: wer tötet, um seine Geheimnisse zu wahren? Vermutlich wirft jeder gern mal einen Blick auf die Leben von Prominenten und Mitgliedern der Gesellschaft und Lloyd hatte offensichtlich viel Spaß beim Schreiben über diese sich 
Als Eske Hicken 2017 eine berufliche Auszeit nahm und in Portland, USA für eine Organisation, die für Rechte der Obdachlosen kämpft, arbeitete, dachte sie wahrscheinlich nicht, dass sechs Jahre später im Erscheinungsjahr ihres Romans die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in Deutschland sich so drastisch verändert hätten, dass dieses „homeless-Szenario“ der USA nicht mehr in utopischer Ferne liegt, sondern durchaus vorstellbar ist, dass auch diese „Bewegung“ nach Europa überschwappt. Und auch wenn dieser spannende Roman fiktiver Art ist, sind sicherlich einige der zwölfmonatigen Erfahrungen in die Geschichte eingeflossen. Hicken schreibt klar, sachkundig und verständlich dabei leicht distanziert. Die Protagonisten sind authentisch und gut getroffen: Helen und Richard, beide Journalisten, die dank der großzügigen
Realität wird zur Fiktion: Hochspannung pur. Du glaubst dieses Buch ist reine Fiktion. Du glaubst so etwas kann in unserer Heutigen für unserer Auffassung rechtstaatlichen westlichen Welt nicht geben. Weit gefehlt denn, wenn sich ein Ex – Kriminalermittler, auch mit Einsätzen im Kosovo, Matt Basanisi und ein (Fast) Priester und Filmemacher Gerd Schneider zusammentun und einen Thriller schreiben, dann kommen Sachen an Licht, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Das Buch liest sich wie ein Film. Faszinierende Hochspannung, basierend auf Aspekten organisierter Kriminalität und Machenschaften aus Politik um Geld, Macht, Einfluss, irrigen Deutungen und Annahmen auf internationalen Ebenen.
Nach der Lektüre von Gisela Stelly Augsteins „Der Fang des Tages“ weiß ich: Richtig Erben ist nichts für Anfänger. Und die Mitglieder der Familien Escher und K. wissen: wer zu diesen Familien gehört, braucht keine Feinde mehr. Denn statt sich an dem zugedachten Erbe und den damit verbundenen Möglichkeiten zu erfreuen, brechen moralische Dämme, machen Bahn für die niedrigsten Instinkte, werden die inneren Raubtiere von der Leine gelassen und Jagd auf das Erbe des anderen gemacht. Es wird gelogen und betrogen (auch um Lug und Betrug aus der Vergangenheit unter dem Teppich zu halten), intrigiert und manipuliert, ge- und bedroht, Allianzen geschmiedet – nicht immer die glücklichsten – und nur wenige bekommen, was ihnen zusteht. Und vielleicht gibt es ja einen gerechten Gott, der in letzter Minute verhindert, dass Gelder ungewisser Herkunft, von einem 
Ich habe Wikipedia bemüht und „Bloomsbury Group“ gegoogelt: …Absolventen der Cambridge University, die sich vor dem Ersten Weltkrieg bis zum 2. Weltkrieg im Londoner Stadtteil Bloomsbury trafen und bedeutsamen Einfluss auf Englands kulturelle Modernisierung hatte. Bekannte Mitglieder waren u.a. Virginia Woolf, die Malerin Vanessa Bell und der Ökonom John Maynard Keynes. Seine Frau, Lydia Lopokova, eine professionelle, russische Balletttänzerin, wurde von den meisten Mitgliedern als Außenseiterin gesehen und so behandelt.