
Wenn gemäß einer CNN-Umfrage vierzig Prozent deutscher Jugendlicher und Erwachsener zwischen 14-34 Jahren angeben, nichts oder nur wenig über den Holocaust zu wissen und dreiunddreißig Prozent der Europäer ihr Wissen als gering einschätzen*, dann gehören Kinderbücher wie Talking History in jedes Kinderzimmer. Trotz unseres historisch besten Zugangs zu Bildung, den wir je hatten und durch Informationen vom allgegenwärtigen Handy, scheint eine Geschichtsverdrossenheit entstanden zu sein. Doch wer die Zukunft verändern will, muss die Vergangenheit kennen. In diesem Kinderbuch ab zehn Jahre, sind wichtige Ereignisse der letzten einhundertfünfzig Jahre in Form von sechszehn mitreißenden Reden erklärt.
Geschichtsbewusstsein sollte schon im Kindesalter geweckt werden. Dieses Buch erklärt, wie schwer der Kampf für Demokratie, gegen Rassismus und für Feminismus unserer Ahnen war. Männer, Frauen aber auch Jugendliche haben gekämpft oder kämpfen noch für ihre Ideale. Jeder sollte die Menschen kennen, die uns unser gutes und freies Leben erst möglich gemacht haben. Meine Meinung über dieses Buch: sehr wertvoll! Weiterlesen


Eine Liebeserklärung an die gute Küche, die Erinnerung an die Gerichte, die mit ihrem außerordentlichen Geschmack für immer einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Kochen ist Poesie, Kunst, anstrengend, Inspiration, Entspannung und Erfüllung. Rudolf Rach hat das schon richtig erkannt. Wer sich in die Küche begibt, erlebt ein neues Wohlgefühl/Leben. Noch zur Gründerzeit war es verpönt, wenn die Dame des Hauses die Küche betreten hat. Das war etwas für das Personal. Und wer es sich leisten konnte, hatte einen französischen Koch. Mit der Industrialisierung und ganz speziell unter dem Naziregime wurde die Frau an den Herd verbannt. Erst seit den achtziger/neunziger Jahren haben die Männer den heutigen Sehnsuchtsort Küche entdeckt. Und Rudolf Rach hat dazu Geschichten von Erlebten und Genossenem mit Rezepten gemacht.
Dieser historische Spionageroman von Jennie Fields hat alles was man in diesem Genre erwartet: Spannung, Liebe, Verrat und Hochverrat, Helden, Bösewichte, schöne Frauen und schicke Männer. Und er hat Tiefgang, denn es geht um gewaltige moralische Entscheidungen und darum, wie 3 Menschen, die im 2. Weltkrieg geistig und körperlich tief verletzt wurden und um die Ursachen, die dazu geführt haben, dass sie sich gegenseitig heilen. Das Ganze spielt im Chicago der 1950er Jahre vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und man weiß: egal hinter welchem Geheimnis der Feind – Russland – her ist, jedes Mittel wird ihm recht sein, das Objekt der Begierde zu bekommen. Die Autorin verwebt gekonnt die unterschiedlichen
Das vorliegende Werk ist ein Roman, das wichtig ist, um die gegenwärtige Weltlage richtig einordnen zu können. Es ist ein Versuch mi den Mitteln der Belletristik politische Entwicklungen zu erklären die uns, so meinen einige politische Beobachter, an den Rand des dritten Weltkriegs bringen. Wieder einmal ist ein Herrscher, diesmal der Herrscher im Kreml, der Zar, an der Festigung seiner Macht interessiert und übernimmt althergebrachte Mechanismen um seine Macht zu sichern. Um diese Mechanismen in den geschichtlichen Kontext stellen zu können muss man sich intensiv mit politischen Verhältnissen auseinandergesetzt haben und diese intensiv verfolgen. Das macht der Autor auf unterschiedlichste Weisen. Während der Lektüre dieses Roman wird dem/der Leser*in einiges in diesem Konflikt deutlich und versetzt ihn in die Lage Handlungsweisen zu abstrahieren. In Frankreich der #1 Bestseller und vielfach ausgezeichnet: «Der Magier im Kreml» von Giuliano da Empoli, ist ein auf realen Personen und wahren Begebenheiten basierender Roman.
Ein berührendes Bilderbuch über Freundschaft und den Spaß am Teilen für Kinder ab 3 Jahren. Ein kleiner Wal, eine große Reise durchs Meer und viele Dinge, die einfach nicht fair sind.
Gibt es etwas schöneres, als einen eignen Garten zu haben? Zu sähen, zu Pflanzen, zu Zusehen wie die Pflanzen wachsen und dann den ganzen Sommer über zu Ernten. Die ersten Früchte gepflückt und direkt in den Mund gesteckt. Das erste Radieschen gezogen, kurz mit den Fingern von der Erde befreit und die frische Schärfe probiert. Gelungen und einladend ist die Einladung zu dem eigenen Garten: Hast du schon einmal deine Hände in die Erde gesteckt? Nein? Das fühlt sich nämlich richtig gut an! Du kannst dabei klarer denken, fühlst dich glücklicher und genießt ganz den Moment.
Genau auf den Tag vor einem Jahr erschien meine Rezension zum ersten Band der Trilogie um das Delikatessengeschäft Dallmayr in München. Und alles, was ich über den ersten Band geschrieben habe, trifft für mich auch auf die Fortsetzung zu: spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Lisa Graf ist es weiterhin gelungen, die historischen, politischen und wirtschaftlichen Ereignisse mit den Entwicklungen der Familie Randlkofer glaubhaft zu verbinden. Und die im zweiten Teil beschriebenen Jahre von 1905 bis 1920 sind aufregend, stürmisch, voller Angst und kräftezehrend. Weltweite politische Umwälzungen, Streiks, Forderungen nach Frauenwahlrecht, um nur einiges zu nennen, halten die Welt in Atem. Der erste Weltkrieg bricht aus. Paul, wie sein Bruder Hermann verheiratet, muss an die Front und gerät in 