
Malerische Region um Murnau, dem Staffelsee mit Blick auf Deutschlands höchstem Berg, die Zugspitze. Von vielen Künstlern geprägt. Allen voran Franz Marc „Der blaue Reiter“, welcher der Gegend aufgrund der wechselnden bläulichen Farb- und Lichtstimmungen, der dieser Region diese Bezeichnung verliehen, hat – „Das Blaue Land!“ Wassily Kadinsky und Gabriele Münter hinterließen bis Heute ihre Spuren. Dass sich die Autorin Leonie Kramer in diese künstlerische geschichtsträchtige Gegend verliebt hat, liest man in jedem Kapitel. Eine hervorragende Idee ihren interessanten Kriminalroman mit dem von den Künstlern schon erkannten Lichtspielen und Stimmungen mit ihrer farbenfrohen, leuchtenden Wolle zu vereinen. Es zeigt eine besondere Beziehung zum Blauen Land.

Seit 1993 der Roman „Ein unmoralisches Angebot“ von Jack Engelhard mit Robert Redford und Demie Moore verfilmt wurde, hat das Thema immer wieder Autorinnen und Autoren inspiriert, Szenarien für Charaktere zu kreieren, die amoralisches Handeln ausprobieren dürfen und dann sehen, ob es ihnen gefällt. War es im Film ein Milliardär, schickt Kerstin Gier einen Multi-Millionär ins Rennen. Und das bereits 2005. 2023 veröffentlichte Lübbe eine Neuauflage des Romans mit neuem, modernen Cover. Zurück zur Geschichte. Er, Fritz, will Opa werden! Die drei Kinder seiner Tochter zählen da wohl nicht und ihre Namen kann er sich auch nicht merken, weshalb er sie „Dings“ nennt. Also, er will Opa werden, koste es, was es wolle. Dafür ist er bereit, moralische Skrupel über Bord zu werfen und seinen Geiz zu 
Wieder lässt der Autor Heller seinen Detektiv McBride durch die Rhein Main Region mit dem Kultauto Opel GT brettern und einen verzwickten Fall um ein Kochrezept zu lösen. Es ist nicht nur ein Kochrezepte sondern dass Menü verspricht dem Esser ein um 50 Jahre längeres Leben. Im vorliegenden Roman geht es esoterisches und veganes Leben. Dabei wollen sinistere Kräfte dieses Rezept an sich reißen und hinterlassen eine mörderische Spur die der Detektiv nicht stoppen kann. Der Autor Leo Heller hat mir auf der diesjährigen Buchmesse verraten, dass er immer wenn ihm langweilig ist sich an den Schreibtisch setzt und seinen Detektiv die aberwitzigen Abenteuer erleben lässt. Wie schon im ersten Roman „Schöner sterben in Bembeltown“ wählt er ein besonderes Thema aus. Im vorliegenden Roman ist es die Esoterik und veganes Leben dass er intensiv betrachtet und in einer unnachahmlichen Art überdreht und durch den Kakao zieht. Da der Detektivin einem Volksbildungswerk Esoterik Kurs gelernt hat das man mit dem Gemüse sprechen soll, spricht er in einem Supermarkt mit Zwiebeln aus dem hessischen Ried, die bei seinen Sprüchen rot werden. Der Ansatz ist einfach genial. Eine Krimikomödie die alles und jeden auf die Schippe nimmt und dabei äußerst klug übertriebene esoterische und Vegane Lebensweisen zerlegt.
Angeregt von dem prämierten, außerordentlichen Kochbuch über die Küche der Aquitaine von Alexander Oetker „Chez Luc“ bin ich Fan von Alexander Oetkers Kriminalromanen mit seinem Protagonisten Luc Verlain geworden. Bei seinem letzten Roman „Sternenmeer“ ging es um die Sternegastronomie. Die Rezension wurde am 13. Dezember 2022 im Eschborner Stadtmagazin veröffentlicht. Darin konnte ich die Authentizität der Beschreibungen bestätigen, weil ich selbst mal in dieser Mühle war. Bei seinem neusten Kriminalroman hat Alexander Oetker wieder ein Thema aufgegriffen, die wichtige Tätigkeit der „Maitre-nageur sauveteurs“ (Rettungsschwimmer) mit Unterstützung der CRS (Polizei) an der Atlantikküste. In Deutschland besser bekannt als „DLRG-Wachdienst. Auch hier kann ich mit meiner eigenen Erfahrung, sowohl im DLRG-Wachdienst, als auch durch meinen Aufenthalt in der Aquitaine, mit den Erlebnissen, der riesigen Wellen und der gefährlichen Unterströmung, das Beschriebene beurteilen. Die Wichtigkeit der Rettungsschwimmer kann ich nur bestätigen und ich rate ihnen, hören sie auf die netten Personen. Die Unterströmung ist an dieser Küste so gefährlich, die sie nicht beherrschen können.
Für seine Reihe „Wie wir leben wollen“ hat der Ullstein Verlag das Buch „Verantwortungsvoll ejakulieren“ von der Amerikanerin Gabrielle Blair, Mormonin und 6-fache Mutter, in sein Programm aufgenommen. Das Buchprojekt beruht auf einem Twitter Post im Jahre 2018. Nun, ein Twitter oder Blog Post ist eine Sache. Selbst wenn er viral geht, ist er nicht für die Ewigkeit gemacht und unterliegt der Schnelllebigkeit. Ein Buch ist eine andere Dimension, muss einem anderen Anspruch genügen. Und so hätte ein einordnendes Vorwort sehr zur Seriosität des Inhaltes beitragen können, denn vieles trifft in Deutschland nicht zu. Ein Hoch auf den Sozialstaat. In Deutschland trifft es nicht zu, das zum Beispiel eine schwangere Frau im Fall einer ungewollten Schwangerschaft allein mit den Kosten für die Geburt etc. dasteht. Dafür gibt es Krankenkassen. Zudem finanziert 

Ich kann nur staunen, was Markus Gasser alles in rund 240 Seiten zu packen vermag. Ein wahrer Künstler des Komprimierens. Es wimmelt nur so von Figuren und Nebenfiguren, Gedanken, Ideen, Geschichten und Nebengeschichten, dass ich mich zeitweise wie auf der Achterbahn fühle. Innerhalb von drei Seiten weiß ich, dass die Ich-Erzählerin Sarah aufgrund einer Krebs-OP und der damit einhergehenden Strahlentherapie von ihrem Job als Journalistin des Wall Street Journals beurlaubt wurde und sie die Ur-ur-ur-urgroßenkelin der Titelgebenden Protagonistin Lil (Lilian Cutting) ist. Gasser erzählt seine Geschichte nicht chronologisch, sondern springt munter von einer Zeitebene in die andere – vom Krankenbett im hier und heute ins New York