
Eine prima Krimigeschichte, die Kindern viel Spaß machen wird. Es ist so eine Art Emil und die Detektive nur modern, emanzipierter (tut mir leid Herr Kästner) und dabei auch sehr lustig.
Maria Hüttner berichtet von den Abenteuern, die Pia erlebt, als sie ihre richtig coole Großmutter in den Ferien besucht. Es fängt nämlich schon eigenartig an, als sie am Bahnhof wie bestellt und nicht abgeholt wartet. In Omas Haus muss Pia feststellen, dass der Kater Schnorrer schon lange nicht mehr gefüttert wurde, ein bereits vertrocknetes Brot auf dem Tisch steht und von Oma jegliche Spur fehlt. Eines ist jetzt klar: Irgendetwas Schlimmes ist mit Oma geschehen! Gut, dass es noch Pepe Caruso gibt, den Mann für alle Fälle, auch wenn er nur der Nachbarsjunge ist. Beide nehmen die Ermittlungen auf im Fall MOL: Mission Oma Lore!
Die Abenteuergeschichte kann es mit Emil und den Detektiven und auch dem Doppelten Lottchen aufnehmen kann. Ein spannendes Buch über eine gefährliche Suche nach der verschwundenen Oma. Für Kinder ab zehn Jahren sehr zu empfehlen.
Omas, Opas, Tanten, Onkels und Eltern aufgepasst: Hier ist der Tipp für das nächste Geschenk für die Enkel, Nichten, Neffen und Kinder. Fazit: Zugreifen! Sind wir doch mal ehrlich, steht man in einer Buchhandlung vor dem Bücherregal für Kinderbücher, ist man leicht überfordert, welches Kinderbuch passt zu welchem Alter. Ich sage ihnen, dieses Buch passt zu jedem Alter, selbst ich mit weit über sechzig habe mich riesig an den Erinnerungen und Zuordnungen erfreut. Für Kleinkinder ein Mitmachbuch, für Teens ein Orientierungsbuch und für uns Erwachsene ein Buch, um unseren Kindern und Enkel die Natur beizubringen. Lassen sie sich nicht von der Optik abschrecken. Als ich das Buch auf dem Schreibtisch hatte, war mein erster Gedanke, oh, wie dick ist das denn für ein Kinderbuch. Doch gleich nach dem Aufschlagen hatte ich es erkannt. Die Dicke ist für den Ton – ganz wichtig. Es gibt nur ein paar Seiten mit wunderbaren Vogelbilder und kurzen Erklärungen.
Auch wenn dieses Buch schon 2019 veröffentlicht wurde, gibt es leider bei uns im Eschborner Stadtmagazin keine Rezension darüber. Weil das Buch so genial ist, habe ich mich dazu entschlossen noch eine Rezension über Karsten Dusses Buch „Achtsam Morden“ zu verfassen. Allein die Kommentare laden zu dieser gelungenen, humorvollen Lektüre ein. „Herrlich Böse und sehr lustig: ein origineller, spannender Lesespaß.“ Für Sie. „Schön schräg wie sein Titel, steckt voller Klischees und voller Überraschungen, ist süffisant, tiefsinnig und sehr spannend. “SR 3“. „Auf jeder Seite Spannung, ungebetene Ratschläge und Galgenhumor… Das kriegt halt nur ein Anwalt hin. Und keiner so gut wie Karsten Dusse.“ Jan Böhmermann.
Wieder einmal ist die Hauptfigur von Gerry Disher eine die am Rande lebt. Ein suspendierter Polizist dessen Vater schon als Polizist tätig war und nun mit der Tatsache lebt, dass der Täter der seine Mutter erschlagen hat, bis heute nicht gefunden werden konnte. Der Protagonist kommt zwar mit seinen Nachbarn aber nicht mit seinen Vorgesetzten zurecht sodass er keine Unterstützung bei seinen Nachforschungen erhält. Die Naturkatastrophen die Australien heimsuchen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Auftakt zur Suche nach dem Mörder ist das Verschwinden eines zehnjährigen Jungen bei einem Schulausflug. Disher versteht es die seelischen Zustände der handelnden Person empfindsam zu beschreiben und bildet ein genaues Bild der Gesellschaft Australiens ab, die am Rande des Meeres lebt.
Als vor 20 Jahren das Werk von Frank Schätzing veröffentlicht wurde war es ein Riesenerfolg. Als ich den Autoren anlässlich einer Lesung beim Hessischen Rundfunk traf, war er sich ob der Wirkung noch unsicher. Das monumentale Werk über 1000 Seiten wurde ein absoluter Bestseller und weltweit vertrieben. In diesem Werk wurde das Verhältnis der Menschen zu seiner Umwelt erstmals problematisiert. Schön und gut dachte man damals, wird schon nicht so schlimm werden obwohl uns dies damals die Wissenschaftler schon so erzählt haben. Man wollte es nicht glauben und nun müssen wir fühlen. Das Buch galt als unverfilmbar weil es in seiner Komplexität doch sehr umfangreich war. In den letzten 20 Jahren kann sich dies mit dem technischen Fortschritt wohl als überholt gelten. Im Fernsehen ist es dieser Tage zu sehen. Nunmehr also der Schwarm in einer limitierten Sonderausgabe (nur 5.000 Expl.) mit einem Bonuskapitel sowie einem aktuellen Essay von Frank Schätzing. In neuer, hochwertiger Ausstattung mit fünf herausnehmbaren Illustrationen (je 11 x 19 cm) der Künstlerin Isabel Seliger.
Die in den Jahren 2003 bis 2021 entstandenen Essays von Antje Rávik Strubel, die zum Teil an anderer Stelle publiziert wurden, sind ein Festmahl für alle Freunde der Sprache. Präzise, poetisch, aufklärerisch formuliert, persönlich, wenn nötig, den Finger in die Wunde legend, wie in »Scham« oder kämpferisch, wenn Strubel über Ungerechtigkeiten schreibt: „Von diesem Unterschied leitet sich nicht nur die Bewertung von Inhalt und Ästhetik ab, sondern auch die Entlohnung (laut einer Studie der Künstlersozialkasse von 2017 verdienen männliche Schriftsteller im Durchschnitt doppelt so viel wie ich – unabhängig davon, ob sie Schrott oder hot schreiben). Vom ‚Fräuleinwunder‘ werden Sie gehört haben; von einem ‚Buben- oder Knabenwunder‘ sicherlich nicht.“. Und obwohl es runtergeht wie Öl, ist die Kost nicht leicht verdaulich. Die Essays wie »Die große
Outet man sich, wenn man zugibt kein Veganer zu sein und dann eine Rezension über ein veganes Koch- oder Backbuch schreibt. Ich bin der Meinung nein! Eher das Gegenteil. Es ist sogar eine Anerkennung an das Buch, wenn ein in allen Richtungen offen, ausgebildeter Koch und Gourmet gerade diese Bücher und Rezepte durch eine positive Rezension ehrt. Dann müssen die Gerichte doch gut sein. „Vegan Baking“ von Daniela Lais & Jérome Eckmeier ist so ein Buch.
2019, zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, erschien der Roman »Confession with Blue Horses« von Sophie Hardach in Großbritannien. Leider erst 3 Jahre später kam diese Ostdeutsche Familiengeschichte mit autobiografischen Zügen in deutscher Übersetzung auf den Markt. Und vielleicht ist diese gelungene Mischung aus Realität und Fiktion das, was diese Erzählung besonders macht: sie spricht intellektuell und emotional an, bleibt dabei glaubhaft und authentisch. Der Schuss Fiktion ist vielleicht ein bisschen Balsam für die Seele der Leser: innen, denn das Leid, der Schmerz und der Schaden, den totalitäre Staaten ihren Bürgern zufügen, ist für Menschen, die in Freiheit aufgewachsen sind, schwer nachvollziehbar und kaum verständlich.
Hippokrates: Lass deine Nahrung deine Medizin sein. Mit den heutigen ernährungsphysiologischen Kenntnissen ist diese Lehre aktueller als je zuvor. Der berufliche und familiäre Stress lässt uns viel zu häufig zu Fertigprodukten und Fastfood greifen, ohne zu merken, dass wir uns eigentlich Schaden. Die Ayurvedische Gesundheitslehre und Philosophie hat das schon 1500 vor Christi proklamiert. „Essen ist die beste Medizin und wächst direkt vor deiner Tür“. Tue noch etwas für die Umwelt. Ernähre dich regional und saisonal. Geht das mit der Ayurvedischen Küche? Andreas Hollards Ansatz für dieses Buch ist die Transformation von der indischen ayurvedischen Ernährung auf unsere europäische Klimazone, mit den saisonalen und regionalen Lebensmitteln. Für mich beim Lesen, genau der richtige Ansatz. Denn ayurvedische Kochbücher gibt es genügend. Andreas Hollard ist davon überzeugt, dass die Tradition und Kenntnisse unserer Mütter und Großmütter, die auch ihre Kräuter und Hausmittel aus ihren Überlieferungen schon immer zur Gesunderhaltung oder Genesung angewandt haben und dass man diese Tradition mit der ayurvedischen Philosophie verbinden kann.