
Ein Nordsee-Krimi oder eine Liebe zu Pellworm! Nach dem König Minos wird die bronzezeitliche Kultur Kretas als minoisch bezeichnet. Sie gilt als die älteste Hochkultur Europas von 2600 bis 1450 vor Christi. Pellworm, Nordfriesische Insel. Wer mit den Gezeiten lebt und die immer wiederkehrenden Sturmfluten kennt, mal stärker mal schwächer, weiß, dass dadurch die Inseln in ständiger Veränderung sind, bis hin dass Teile der Inseln untergehen und mit ihnen sogar ganze Ortschaften. Auch wenn es wenig oder nichts Schriftliches darüber gibt, so bleiben die mündlichen Überlieferungen als Legenden bestehen. Und schon als Kind habe ich solche Geschichten geliebt. In Lili Andersen neuen Roman „Austern Surprise“ geht es um so eine Legende: haben die Minoir mit der versunkenen Stadt Rungholt einen Handel betrieben. Unter den Archäologen gibt es zwei unterschiedliche Meinungen. Rungholt ist im Jahre 1362 bei einer Sturmflut untergegangen.
Die spannendsten Geschichten sind diejenigen die sich fast so zugetragen haben wie sie erzählt werden. Fiktion und Wahrheit mischen sich in diesem Roman sodass dieser Wirtschaftskrimi uns vor Augen führt, wie gewissenlose Gangster Menschen um ihr Geld bringen und Existenzen zerstören. Der Autor hat es auf 432 Seiten geschafft atemlose Spannung und zeitweise großen Zorn hervorrufen zu können. Es geht um die Geschichte von Wirecard die in diesem Roman Worldcard AG heißt. Eckert zeigt, wie kriminelle Macher, Bürokratie und zu sorglose Prüfer über- tölpeln und am Nasenring über das Finanzparkett ziehen.. Es erscheint unglaublich, dass an ausgefuchsten Prüfungsgesellschaften vorbei in dieser Art und Weise es über Jahre möglich gemacht wurde Milliardenbeträge in dunkle Kanäle versickern zu lassen ohne dass nachgefasst wird. Es erscheint im Nachhinein unglaublich dass sich eine Bundesbehörde die die Finanzwelt kontrollieren soll für nicht zuständig erklärt. Spätestens nach dem Erscheinen dieses Buches wird die Öffentlichkeit weitere Erklärungen erwarten dürfen. 
Da lese ich gerade das Buch, von dem Mann, der als einer der besten Weinkenner Deutschlands gilt, er war jahrelang Chefredakteur des Vinum, von seinem Versuch einen eigenen Weinberg zu besitzen und einen großen Wein zu produzieren. Es ist ein herrlich ehrliches Buch. Es handelt vom Scheitern eines Weinkenners und der daraus resultierenden Demut und Respekt vor den Winzern, die es schaffen, jedes Jahr einen sehr guten Wein zu produzieren. Warum erwähne ich das? Um sein Scheitern zu begreifen, geht, jetzt erwähne ich doch mal seinen Namen, Carsten Sebastian Henn zu den, seiner Meinung nach, besten Weingütern Deutschlands, die, wie zu lesen ist meistens von der jüngeren Generation schon übernommen oder beeinflusst werden und hilft mit im Weinberg. Vom Binden der Triebe, dem Ausbrechen, dem Weinschnitt und der neuen Bewirtschaftung im Bioweinbau. Richtig gelesen. Winzer, die nicht die Abkehr vom konventionellen Weinbau betreiben, werden die Zukunft verpassen. Warum erwähne ich Herrn Henn. Ich habe jetzt das Buch von Janek Schuhmann und Wolfgang Staudt in der Hand „New Wave Wine“, Europas Winzer der Zukunft! Und was finde ich darin, genau die Winzer die Herr Henn besucht, sind im Buch von Janek Schuhmann und Wolfgang Staudt. Das ist kein Zufall, das von drei Personen, die sich auskennen müssen, die Empfehlung kommt.

Eine berührende Geschichte die der Autor Jan Weiler uns da erzählt. Von Gefühlen einer 16 Jährigen, die wilden Protest schiebt bis es zur Eskalation kommt. Der Autor bringt uns aber auch den Ruhrpott näher und zu den darin lebenden Menschen mit ihren Eigenheiten und Vorlieben. Erzählt wird auch über Freundschaft und deren zerbrechen. Die DDR Vergangenheit und der Druck des Systems auf Menschen halten viele nicht aus und fliehen. Das wird nach und nach deutlich je tiefer man in die Handlung des Romans eindringt. Hier der verschrobene und scheinbar antriebslose Markisenverkäufer und an seiner Seite seine Tochter die vor leben strotzt. 
The Guardian: Die besten Currys aller Zeiten: Curry als Gewürz und später als süßlich, scharfes Gericht mit Lamm oder Geflügel und Früchten verfeinert haben die britischen Koloniallisten von Indien mit nach England und somit nach Europa gebracht. Doch wer mal den indisch-asiatischen Raum bis hin in die Südsee bereist hat, wird sie kennen, die Buden oder Garküchen an den Straßen oder besser gesagt, an den noch nicht mal befestigten Wegen. Zum Teil sehen sie auch nicht vertrauenserweckend aus, aber genau da, ja richtig genau da, sollte man hingehen und das „Curry of he day“ genießen. Die Zutaten sind meistens nicht zu erfahren, ein Curry of the day, ist eine Mischung von dem was man hat. Sie werden überrascht sein, wie köstlich es schmeckt und dass es keine Verdauungsprobleme gibt. Denn alles was richtig durchgegart ist, verträgt unser Organismus. Ich bin nie enttäuscht worden und würde sie auch jederzeit dort mit hinnehmen. Allein das Verbreitungsgebiet mit den vielen ethnischen Unterschieden zeigt die Vielfältigkeit von Currys.
Wir haben das ausgehende 19. Jahrhundert, Bismarck verteidigt noch immer den Erhalt der Sozialistengesetze obwohl Sozialdemokraten schon im Reichstag sitzen. Wilhelm II ist Kaiser und neu im Amt. Eine Gruppe von Terroristen plant ein Attentat. Der Privatermittler Landow, eine schräge Gestalt mit dem Hang zur Trunksucht, aber dem untrügliche Gefühl für gefährliche Situationen will dies verhindern. Keiner nimmt ihn ernst obwohl Indizien bevorstehenden Anschlag hinweisen. Spannungsgeladenen, aber auch ironisch geschrieben, hat dieser Roman das besondere Flair des wilhelminischen Kaiserreichs. Wagnersche Hintergrundmusik und bebelsche Forderungen zur Emanzipation der Frau machen diesen Kriminalroman zu einem Lehrstück wie historische Kriminalromane sein sollen.