
Das Debüt von Susie Yang wurde in den USA hochgelobt. Von People, Boston Globe, The Washington Post bis Glamour waren sich alle einig. Es ist eine fesselnde Charakterstudie. Aber ist es ein Roman, der in Europa Furore machen wird. Ich bin mir nicht sicher, denn um den Roman so spannend, ein-, zweideutig zu finden, muss man ›The american way of life‹ kennen und besonders den chinesischen Frauen so tief sitzenden Wunsch, eine steile Karriere vorzuzeigen, nur um die Eltern stolz zu machen. Wobei Karriere sowohl beruflicher Art als auch den sozialen Aufstieg durch eine Heirat bedeuten kann. Kennt man beides, so ist dieses Debut überaus unterhaltsam. Denn es deckt die Bigotterie des amerikanischen Erfolgstraums genauso auf, wie das zum Teil lebensfeindliche eher kapitalistische Streben in der US-chinesischen Kultur der Neuzeit. Für jeden anderen kann die sogenannte fesselnde Charakterstudie manches Mal ein bisschen unverständlich sein. Man fragt sich außerhalb der US stehend, warum die Protagonistin handelt, wie sie handelt und tut, was sie tun.
Dennoch will ich der Erzählung eine gewisse Spannung nicht abreden. Jedoch durchweg begeistert Schmunzeln, über diesen Roman kann nur ein Insider. Darf ich dennoch vorschlagen, Sie versuchen es! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht! Weiterlesen



Ein Buch zum Träumen, zum Lesen, sich erfreuen, wenn man auf Drachen, Einhörner und Filme wie ›Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden‹ sind, steht. Nur geht dieses so schön illustrierte Buch weiter. Es gibt der mystischen Geschichte einen realen Anstrich, da es in Form eines Reisetagebuchs geschrieben ist. Neben Fotos und Zeichnungen sind alte Telegramme, Zeitungsartikel, Landkarten und echte historische Texte und Aufzeichnungen vorhanden. Das ganze wird in einen chronologischen Zeitrahmen gefasst, der für Konstantin O. Boldt im Jahr 1844 beginnt, als er im Teenageralter mit seine, Onkel den neu eröffneten Zoologischen Garten in Berlin besucht. Obwohl er bereits im Alter von zwölf einer Nixe am Ufer der Saale begegnet war, soll es noch einmal über zwanzig Jahre dauern, bis er zu einer Expedition aufbricht, um eben diese verschwundenen Fabelwesen zu studieren. Zwei Jahre reist der junge Wissenschaftler per Kutsche, Eisenbahn, Schiff und sogar per Luft durch Europe. Und wahrlich begegnet er Fabelwesen, die er erforschen, beobachten und mit manchen er sich befreunden kann.
Wer gerne in die Oper geht, der sucht oft erfolglos einen guten Opernführer. Leider sind die meisten Werke furchtbar trocken oder beziehen sich ausschließlich auf die alten, bekannten Meister. Das neue Buch des DK Verlags hat eine andere Strategie gewählt und erfreut den Lesern mit, wie im Titel vermerkt, opulenten Bildern von Opernhäusern, Opernstars, Aufführungen und Bildnissen oder Fotos der Komponisten. Wohl gemerkt nicht nur alte Meister, sondern auch die moderne Komponisten aus dem zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert werden nicht vergessen. Hier und da taucht auch eine Abbildung der Originalplakate auf, die vor zweihundert Jahren eine Uraufführung von Donizetti oder Verdi ankündigte. Natürlich wird die Vita der Komponisten nicht vernachlässigt und auch eine Inhaltsangabe ihrer größten Werke. Mit den Bildern der schönsten Opernsäle werden auch kleine kuriose Geschichten erzählt. Zum Beispiel über das Unglücksstück Macbeth. Unglücksfälle waren bei diesem Stück im Theater bereits bekannt, doch 1988 blieb auch Verdis Oper Macbeth nicht verschont, als ein Mann während der Aufführung in der Met von einem Balkon in den Tod sprang.
In einem kleinen Häuschen an den Klippen, im Murmelweg, leben der alte Per, die alte Tove und seit neusten ein kleines Kerlchen, dass die beiden Vilmar genannt haben. Eines Tages vor Weihnachten fanden sie ihn, keine zwei Jahre alt, im Schnee sitzen. So fängt das wunderschöne Märchen an, das von dem Verwechsling erzählt, der Weihnachten zu Per und Tove kam. Leider spricht das kleine Kerlchen nicht, doch scheint die beiden alten Leute sehr lieb zu gewinnen, bis er eines Tages von Hendrik ein Buch erhält, das ihn völlig fasziniert.

