
Der Kreidemann von CJ Tudor
Nicht umsonst sagte Stephen King: Wenn Sie meine Bücher mögen, werden Sie auch dieses verschlingen.
Der Kreidemann erinnert wirklich an einen der alten Kings, wie ES und Friedhof der Kuscheltiere. Es ist ein spannender und gruseliger Thriller, der in zwei Zeitebenen erzählt wird. Natürlich sind die Teile die im Jahr 1986 spielen und aus der Sicht von Kindern erzählt werden die tragenden Teile der Geschichte. Vielleicht erinnern Sie sich, auch ES von King hatte diese bezaubernde Kindergeschichte, dem Club des Loseren. Im Kreidemann werden Eddie, Fat Gav, Metal Mickey, Hoppo und Nicky, auch eine Art Verliererclub, in eine Reihe mysteriöser Morde hineingezogen. Dabei sind sie nur eine Handvoll Kinder, die mit schrecklichen Toden und mit Kreidezeichnungen konfrontiert werden, die keiner der Erwachsenen verstehen will.
Hochspannung à la King, aber mit einem untypischen Ende dieses Genres. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
Dieses ist Karen M. McManus zweites Jugendbuch. Es ist ein solider Jugendthriller aus den USA, in dem es auch sehr amerikanisch zugeht. Natürlich spielt Football, die Home-Coming-Queen und Pep-Rallys eine Rolle. Aber dadurch liest es sich auch etwas exotisch und mit Karen McManus unverwechselbaren Stil sehr authentisch. Man hat den Eindruck die Teenager, Ellery und Malcom, die in dem Buch zu Wort kommen, haben die Geschichte wahrhaft geschrieben.
Das erste Buch der neuen Serie die in Victoria im Baskenland spielt, ist ein wahrer Volltreffer. Nicht nur in Spanien setzten sich die beiden Folgebände auf Platz eins der Bestsellerlisten, auch hier wird die Autorin mit ihren einfühlsamen und doch so brutal realistischen Thriller große Erfolge feiern.

Der Thriller, bei dem es um entführte und ermordete Kinder geht, hat verschiedene Seiten. Es ist ein gut geschriebener, spannender Krimi, ein etwas gruseliger, übernatürlicher Roman, aber in erster Linie eine soziologische Studie um Schuldgefühle bei Kindern und deren Auswirkungen auf ihr späteres Erwachsenenleben. Jede dieser drei Themen lässt einen das Buch nicht aus der Hand legen. Man muss einfach weiterlesen, ob es einen an manchen Stellen gefällt oder nicht. Bevor nicht klar ist, wer der Mörder ist, gibt es keine gute Nacht mehr.


