Ein Leitfaden für Auswahl, Anordnung und Pflege von Objekten in Ihrem Zuhause. Mit seinen Gedanken und Vorurteilen sollte man vorsichtig sein. Zu schnell fällt man ein Vorurteil und schon liegt man völlig falsch. Das ging mir bei diesem Titel und der Autorin so. Als ich die Ankündigung las, eine Schwedin hat das Möbel-Handbuch herausgebracht, war mein erster Gedanke, jetzt gibt der bekannteste schwedische Möbelhersteller noch ein Leitfaden zu seinen Möbeln heraus, brauchen wir das? Ich lag völlig falsch. Ich bin eines Besseren belehrt worden. Ein Blick ins Buch, etwas angelesen erkennt man sehr schnell, hier steckt nicht der Möbelhersteller dahinter, sondern Frida Ramstedt. Sie weiß wovon sie schreibt, bringt Licht in unseren Möbelwust, will mit diesem Möbel-Handbuch uns eine Hilfestellung geben in den Überlegungen, Planungen, Auswahl, Kaufhilfen und Entscheidungshilfen zur besseren Einrichtung, bis hin zur Pflege und Nachhaltigkeit.
Kategorie: Buchbesprechungen
Martin Muser, illustriert von Susanne Göhlich: Das ist nicht lustig!
Ein Jugendbuch, das auch für Erwachsene sehr lesenswert ist. Lesenswert deshalb, weil es die Leserschaft zwingt über das Gelesene zu reflektieren und um festzustellen ob das auch lustig war. Manche Geschichten sind auch nicht leicht zu verstehen. Da gibt es eine Geschichte mit Luftballons einer Partei die die Protagonisten geschickt hinterfragen. Selten werden solche Dinge in Kinder-Jugendbücher so verarbeitet. Schade auch, denn man sollte jungen Menschen auch die Gelegenheit geben zu hinterfragen und Dinge von mehreren Seiten zu betrachten.
Tessa Bailey: Window Shopping – Eine weihnachtliche Versuchung
Wenn man eine Vorliebe für heiße Schokolade, Helden, Mut und Neuanfänge hat, ist dieses Buch wie für einen geschrieben.
Bemerkenswert wie überraschend ist, dass die Autorin Tessa Bailey ein so ernstes und wichtiges Thema wie „eine zweite Chance für verurteilte Straftäter, die ihre Strafe verbüßt haben“ in den Mittelpunkt ihrer romantischen, charmanten Geschichte stellt. Denn in der Realität läuft es für viele, die im Gefängnis waren, längst nicht so glatt wie für Stella, Baileys Protagonistin, werden gesellschaftliche Vorurteile nicht so einfach überwunden. Und nicht jeder trifft bei der Jobsuche auf den Mr. Right: gutaussehend, Weiterlesen
Foxglove, Teil zwei der Trilogie, Adalyn Grace

Romantik, Teenagerliebe, etwas Sex und jede Menge Soireen. Wie ich schon beim ersten Teil ›Belladonna‹ berichtete, ist die Trilogie eine Art Märchen. Eine junge Frau liebt, ja wen eigentlich? Den Tod, der in den Büchern aber ein Schattenwesen ist und sich nur hin und wieder zu einem attraktiven jungen Mann materialisiert. Unsere Protagonistin, Signa, hat die Gabe nicht zu sterben, daher kann der Tod ihr nahekommen, ohne dass zu viel passiert. Was jedoch passiert, ist die große Liebe und jede Menge Gefummel. Eigentlich hätte es hier mit, ›und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben … (sind sie noch heute tot?)‹ enden können. Doch das Schicksal, ebenfalls in Form eines gut aussehenden jungen Mannes betritt die Bühne. Das Schicksal ist zufällig der Bruder des Todes und nicht gut auf ihn zu sprechen. Er sieht in Signa die Inkarnation seiner lange verlorenen Braut, die der Tod irgendwann einmal holte, weil sie sterben musste. Das hat das Schicksal seinem Bruder nie verziehen und stellt jetzt jede Boshaftigkeit an, um ihm die Freundin auszuspannen.
Sie sehen, so ganz ernst nehme ich die Geschichte nicht. Es ist definitiv ein Teenagerroman, eine Trilogie wie die Twilight-Saga mit viel Romantik, mit weniger Bissen und Kämpfen, dafür mehr Bälle, Geister und Abendkleider. Aber es ist ganz bestimmt gute Unterhaltung für Fünfzehnjährige. Als Jugendbuch nicht schlecht. Für Erwachsene weibliche Romantikerinnen nur geeignet, wenn Sie ›Dirty Dancing‹ mehr als zweimal gesehen haben.
Viktoria Fuchs, Halb so Wild, Richtig gute Rezepte mit und ohne Wild
Viktoria Fuchs´s erstes Kochbuch hat sie unter dem Titel „Fuchsteufelswild“ herausgebracht. Der Fuchs gilt als schlau und listig. Teufelswild ist aufgeregt und hitzig. Jetzt frage ich mich bei dem Titel „Halb so Wild“ ist Viktoria Fuchs zahm geworden? Hier muss ich Viktoria aus dem Vorwort in ihrem Buch zitieren: Viele von euch fanden Fuchsteufelswild großartig und inspirierend, aber manchmal auch herausfordernd mit den vielen Zutaten und den nicht immer ganz einfachen Zubereitungsweisen. Weil es mein Ziel ist, dass sich unsere Gerichte auch wirklich ohne großen Aufwand zu Hause umsetzen lassen. … halb so viele Zutaten, halb so schwierig kochen, halb so wild. Welch hervorragende Erkenntnis – nicht so kompliziert, keine überbordende Zutatenlisten – einfach, leicht und locker, nachvollziehbar – „Halb so Wild“.
Anne Tyler: Drei Tage im Juni
Anne Tyler versteht es auf bewundernswerte Weise gewöhnliche, alltägliche Situationen durch ihre intensiven Beobachtungen in etwas Außergewöhnliches und Fantasievolles zu verwandeln. So geschehen in „Drei Tage im Juni“. Und obwohl sie nicht mehr als 240 Seiten dafür benötigt, ihre – beziehungsweise Gails – Geschichte zu erzählen, ist am Ende alles gesagt. Weil sie nicht nur genau hinschaut, sondern auch präzise formuliert. Keine Sorge, es liest sich nicht etwa wie die Klageschrift eines Anwaltes. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte von Gail, stellvertretende Direktorin einer Mädchenschule, ist in der Mittelschicht angesiedelt, also bekanntes Terrain für die meisten Leser: innen, und Tyler versteht es, mit ihren wunderbaren Weiterlesen
Erstaunliche Welt der Ozeane, Foto- und Wissensband für Kinder ab 10 Jahre

Ich muss erst einmal vorausschicken, ich bin eine passionierte Taucherin und habe so ziemlich allen Ozeanen der Welt von oben und unten gesehen. Daher finde ich die Wissensbücher für Kinder, die sich mit der Unterwasserwelt beschäftigen besonders spannend. Denn es ist nicht einfach, ein solches Buch kindgerecht zu kreieren. Es muss schon die richtige Mischung aus Information, Illustration und Fotos sein, um die Kleinen bei der Stange zu halten. Annie Roth, der Autorin von ›Erstaunliche Welt der Ozeane‹ und ihrem Illustrator Tom Smart ist das jedoch mehr als gelungen. Es ist spannend und macht einfach Freude, durch die 176 Seiten voller interessanter Fotos und dem Wissen um das Meer zu blättern. Es gibt so viel darin zu entdecken, sodass selbst ich es immer mal wieder zur Hand nehme, um mir eines der Kapitel anzusehen. Vor allem wird eine Menge rund um die Ozeane abgedeckt. Nicht nur die geografischen Infos, ihre Bewohner, sondern auch Besonderheiten, wie Schiffwracks, Vulkane, Wasserhosen oder die Meeresforschung.
Kinder sind versessen auf solche Bildbände, das hat man beim Dinosaurierfieber vor ein paar Jahren gemerkt. Selbst die Kleinsten kannten die kompliziertesten lateinischen Namen der Dickhäuter. Wobei das Wissen über die Meere wesentlich sinnvoller und mindestens genauso spannend ist. Ein ideales Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk und das nicht nur für Kinder ab 8 Jahren.
Wiener Zuckerbäcker, Bernadette Wörndl

Wer des Öfteren in Wien ist und die Stadt genauso liebt, wie ich es tue, kennt natürlich auch die Kaffeehäuser. Ob das alte Café Savoy, das Sacher oder auch die kleineren rund um den Naschmarkt, der Spanischen Hofreitschule oder der Albertina. Eines ist klar, die Wiener Zuckerbäcker und auch die Caféhäuser haben noch heute eine ganz besondere Tradition. Wenn sie Weihnachten die Auslagen des Sacher betrachten, kann man sich schon im wahrsten Sinne des Wortes an den Süßigkeiten sattsehen. Wen wundert es? Wien war lange die Hauptstadt eines Kaisers und das hat sich auf die Kultur, den leiblichen Genuss und auch die Extravaganz der Speisen niedergeschlagen. Bernadette Wörndel hat in ihrem Zuckerbäckerbuch süße Klassiker und wiederentdeckte Schätze verewigt. So finden wir hier nicht nur die ursprünglichen Rezepte für Kuchen, Torten, Schnitten, Gebäck und Kekse, es werden auch die typischen Wiener Leckereien, wie Marillenknödel, Germknödel und nicht zu vergessen der Kaiserschmarrn appetitlich vorgestellt. Die zusätzlichen wunderschönen Fotografien des historischen und auch modernen Wiens verleihen dem Backbuch viel mehr Flair als nur einer Rezeptsammlung.
Ich wünsche Ihnen beim Backen, Rühren, Dampfen und Garnieren viel Spaß und vor allem tauchen sie genüsslich in die süßen Aromen der österreichischen Hauptstadt ein.
Katharina von der Leyen: Weiter
Schreiben, sich etwas von der Seele schreiben, ist Therapie und Teil eines Heilungsprozesses. Eine derartige Aufarbeitung erfordert viel Mut und Kraft und vermutlich hilft es von der Leyen nur bedingt, dass sie ihr Handwerk beherrscht und eine erfahrene Schreiberin ist, denn in diesem speziellen Fall geht es um niemanden geringeres, als um sich selbst. Als ich das erste Mal vom Buch aufschaue, stelle ich erstaunt fest, dass ich mich bereits auf Seite 39 befinde. Die geschliffene Sprache, der flotte Schreibstil nehmen mich für Katharina von der Leyen und ihre persönliche Geschichte ein. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich zustimmend nicke. Nicht als Betroffene, derartige Erfahrungen musste ich noch nicht machen, sondern als Begleitung. Es sind haarsträubende Erfahrungen, die die Autorin mit Betroffenen Weiterlesen
Tim Armann, Mach´s Lecker! Der Anfang von richtig gutem Essen
Die einzige Kochschule die du brauchst! Ich habe selbst mal den Beruf des Kochs erlernt und bin heute noch leidenschaftlicher Koch und habe mich zusätzlich darauf spezialisiert, Kochkurse für „Anfänger“ oder, „Wie einfach und schnell man köstliche Gerichte zubereiten kann“. Daher war ich sehr gespannt auf das Buch von Tim Armann, was er zu bieten hat? Ich bin ehrlich, ich habe vom Titel her „Mach´s Lecker!“ etwas anderes erwartet – nur einfache, schnelle Gerichte. Im Nachhinein bin ich überrascht und sehr begeistert. Tim Armann hat hier eine richtig gute und einfache „Koch – Schule“ herausgebracht hat. In der Küchenwelt gibt es viele Kochbücher von wahren Küchenmeistern, angefangen mit Apicius der Römische Feinschmecker und Kochbuchautor, etwa im 1. Jahrhundert nach Christus; der Große Pellabrat von 1569, ein bedeutendes Zeugnis der Nürnberger Tafelkultur; Henriette Davidis, die ihr erstes Kochbuch 1845 herausgegeben hat und als Standartwerk der deutschen Küche gilt; der Giude Culinare von dem französischen Meisterkoch Escoffier von 1903; zu dem „Jungen Koch“ nachdem heute noch ausgebildet wird. Das Lehrbuch für jeden Koch/Köchin. Auch wenn die Küche sich weiterentwickelt hat und immer im Umbruch ist, so haben die Standartwerke die Wurzeln zum heutigen Essverhalten gegeben. Heute kocht man nach modernsten, wissenschaftlichen Erkenntnissen, Methoden und Hightech-Geräten. Und jetzt kommt Tim Armann! Ja, es ist ein Kochbuch als Koch-Schule, unprätentiös, einfach, sehr gut erklärt, macht Lust aufs Kochen und Nachmachen, einfache Rezepturen, sehr gute Anleitungen.