
Revol Rossel war ein sehr begnadeter Violinist, bevor seine Familie den politischen Ränkespielen der Stalinisten in die Hände fiel. Und so fielen im wahrsten Sinne des Wortes seine eigenen Hände dem Folterer, Major Nikitin von der Staatssicherheit zum Opfer. Mit verkrüppelten Fingern war seine Leidenschaft, die Musik, vorbei. Rossel wurde Polizist und landete nach einem spektakulären Fall, den er mit Major Nikitin gegen den Chef des Geheimdienstes Beria führte, im Gulag. Dort geht es dem ehemaligen Leutnant der Miliz nur noch ums nackte Überleben. Revol ist dem Tod durch Verhungern, Erfrieren oder durch die Wori-Mafia nah, als Oleg Nikitin plötzlich in der Gulaghölle auftaucht und ihn rausholen will. Auf seine Frage, warum er in den Gulag gekommen ist, sagte Nikitin: »Warum sollte ich dich wohl schon brauchen? Es ist jemand ermordet worden.«
Und wieder arbeitete beide, als Zweckgemeinschaft des Hasses miteinander, um einen Serienmörder 1953 in Leningrad auszuschalten. Dass ihre Ermittlung genau in das politische Wespennest aus Staatssicherheit, militärischem Geheimdienst und Genosse Stalin selbst, sticht, ist nicht erstaunlich. Wenn jemand wie Revol Rossel von der Leine gelassen wird, dann ist die Lage hochexplosiv. Weiterlesen
Bei den spanischen Kinderbüchern fällt mir immer wieder auf, dass sie entweder richtig lehrreich sind für Kinder oder einfach nur wunderschön und zum Träumen einladen. Kommst du mit zum Mond ist fürs Träumen und Wohlfühlen gedacht. Denn es erzählt die Geschichte von Emilio, der in den Ferien seinen Opa besucht. Sein Opi ist ein ganz großartiger alter Mann. Er lebt in einem einsamen Haus in den Wäldern und kennt tolle Geschichten. Aber vor allem kann man mit Opa herrliche Abenteuer erleben, zum Beispiel den Mond besuchen.
Rabenkinder ist ein Krimi, wird sogar als ein Wende-Krimi bezeichnet. Damit spielt er um die Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung von BRD und DDR zu Deutschland. Die bedrückenden Erzählungen des zum Teil brutalen Jugendhof-Systems in der ehemaligen DDR sind wirklich schockierend. Denn wer als Jugendlicher oder sogar als Kind nicht anpassungsfähig war, wurde auf das Kollektiv eingeschworen, auch wenn dafür brutale Gefängnismethoden angewandt wurden. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn Grit Poppe ein Jugendbuch aus der Thematik gemacht hätte oder einfach nur eine Erzählung. Denn die Idee ist sehr gut und spannend zu lesen, doch was den Krimi angeht, fehlen mir ein paar eklatante Dinge, die einen wirklich mitreißenden Krimi ausmachen. Auch hapert es ein wenig an authentischen Protagonisten.
Die Sonderedition der „Wir zwei“ Geschichten, der Abenteuer von dem wuschelig weichen Hasen und dem witzigen stachligen Igel, beinhaltet gleich drei Geschichten und ein paar Überraschungen. Das Kinderbuch ab vier Jahre ist bezaubernd illustriert und berührt jedes Kinder- und Erwachsenenherz. Die Geschichten sind lehrreich und sofort bekommt man Bilder in den Kopf, wie zwei unterschiedliche Kinder dicke Freunde werden. Wie ihre Freundschaft auf die Probe gestellt wird, wie man traurig wird, wegen der besten Freundin, des besten Freundes und das mit ein bisschen Verständnis für den anderen, alles wieder gut wird. Ein niedliches Häschen und ein putziger Igel sind die Paten für diese Kinderfreundschaft und das macht die Geschichten umso verständlicher.



