Alle Artikel von Elke Rossmann

Der Luna-Effekt, Lincoln Child

Jeremy Logan ist Experte für unerklärliche Phänomene, doch dieses Mal aus einem ganz anderen Grund in einer einsamen Lodge im Adirondack-Nationalpark. Eigentlich wollte er seine vor Jahren begonnene Monographie beenden, als ihn ein Jugendfreund besucht, der jetzt Ranger in dem Park ist. Er bittet Logan sich zwei mysteriöse Todesfälle anzusehen, die in dem unzugänglichen Park passierten. Es sieht nach Bärenangriffen aus, so zerfetzt, wie die Körper gefunden wurden. Doch die Bissspuren deuten eher auf einen Wolf hin. Dass beide Wanderer bei Vollmond getötet wurden, ist auch nicht gerade hilfreich. Eigentlich will Jeremy sich nicht damit beschäftigen, doch das Wort Werwolf kann der Wissenschaftler nicht im Raum stehen lassen. Denn eines weiß er, Werwölfe gibt es nicht.

Sehr spannender etwas mystischer Thriller, der ganz ausgezeichnet unterhält!

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Wer sich umdreht oder lacht …, Mel Wallis de Vries

Als ob die Pubertät nicht schon schwer genug ist, erkrankt Mandys Mutter an Krebs und es sieht schlimm aus. Der Sommer liegt schwer und heiß über Amsterdam und dann werden zu allem Unglück auch noch plötzlich junge Mädchen ermordet. Das Sterben wird vom Mörder mit den Handys der Opfer gefilmt und in die sozialen Netzwerke gestellt. Die Brutalität und der Hohn dieses Killers stürzen nicht nur Teenager und Lehrer, sondern eine ganze Stadt in Panik.

Die Autorin zeichnet sich durch ihr ungemeines Einfühlvermögen für Jugendliche aus, bei ihrem Kampf zwischen Kindheit und dem Erwachsenwerden. Ein Jugendbuch, geschrieben nicht nur für junge Erwachsene. Es fühlt sich an, als ob ein Teenager die Feder führte, so realistisch wirkt die Welt der jungen Leute in diesem Thriller.

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Film Pferde Stehlen, DVD

Ein ruhiger, fast stiller, doch wunderschöner Film. Für die hervorragende künstlerische Leistung erhielt der Film den Silbernen Bären. Und von dieser hervorragenden künstlerischen Leistung lebt der Film. Wunderschöne Naturaufnahmen, sanfte Gefühle und gelungenes Schweigen. Und wenn jemand mit dem Gesicht sprechen kann, ohne einen Ton über die Lippen zu bringen, dann ist es Stellan Skarsgård.

 

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Believe me – Spiel dein Spiel. Ich spiele es besser, JP Delaney

Dieser Roman ist ein wirklich rasanter Thriller, dem ich bis zum Ende nicht auf die Spur kommen konnte. Ein großartiges psychologisches Spiel, das den Leser ständig in Zweifel bringt und den Mörder dadurch unentdeckbar macht. JP Delaney schreibt sich so langsam an die Weltspitze der Thrillerautoren!

Lassen Sie sich diesen Thriller-Leckerbissen nicht entgehen.

 

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Busengewunder, Lisa Frühbeis und ein Interview mit der Autorin

Fast schelmisch oder besser gesagt verschmitzt sind Lisa Frühbeis’ illustrierte Geschichten über den täglichen Kampf der Frau in unserer Gesellschaft. Dabei sind ihre Beobachtungen des feministischen Alltags messerscharf wiedergegeben und liebevoll gezeichnet. Es ist eine echte Freude sich durch diesen Comic zu blättern und zu schmökern. Dabei kommen einem viele Lacher, einige Ahas und als Frau auch mal ein bisschen Wut. Großartig, wer Franziska Beckers feministische Comics kennt und liebt, wird sich die Sahnestückchen von Lisa Frühbeis nicht entgehen lassen.

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Tot bist du perfekt, J P Delyney

Was passiert, wenn du aufwachst, und denkst ein Krankheit überlebt zu haben, nur um festzustellen, dass deine Erinnerungen virtuell sind. Dein Körper eine Maschine mit Gedanken und Gefühlen einer Verstorbenen. Ins Leben geholt von ihrem Ehemann, der mit dem Verlust seine Frau einfach nicht leben konnte. Für den Multimillionär und das EDV-Genie Tim Scott ist es kein Problem, denn seine Firma entwickelte die ersten Roboter. Du bist jetzt Abbie oder auch nicht! Warum kannst du dich nicht an alles erinnern, zum Beispiel an deinen Tod.

Hochspannung bei einer visionären Geschichte, um die Zukunft der Menschheit mit Robotern. Maschinen mit Gefühlen und Ethik und Menschen voller Schlechtigkeit und Abgründe. Tolles Thema für einen erstklassigen Thriller!

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Trotzdem, Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge

Trotzdem von Ferdinand Schirach

Zwei Philosophen sprechen über die Corona Pandemie und wie bisher mit ihr umgegangen wurde. Ob die Schritte vertretbar sind mit unserem Grundgesetz, unserem Recht auf Freiheit und welche Folgen sie haben könnte.

Sehr kluge Gedanken, die in dem per Instant-Messaging-Dienst zwischen Alexander Kluge in München und Ferdinand von Schirach in Berlin organisiertem Gespräch, ausgetauscht wurden. Ein kleines Buch, das Hoffnung gibt, denn es sieht sich die historischen Katastrohen an und die doch positiven Erneuerungen, die damals dadurch entstanden. So sind die beiden Denker sich einig, dass auch das Virus uns an eine Zeitwende gebracht hat. Beides ist jetzt möglich, das Strahlende und das Schreckliche.

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Die stummen Wächter von Lockwood Manor, Jane Healey

Wenn es um die unheimliche Stimmung des Hauses geht, ist der Roman ein Versuch in Richtung Rebecca von Daphne du Maurier. Nur Lockwood Manor ist nun mal nicht Manderley. Es liest sich dennoch gut und auch spannend, obwohl die Beschreibungen um die Tierexponate des Museums manchmal etwas langatmig sind.

Es ist eine der etwas gruseligen Geschichten über ein altes, englisches Herrenhaus, dass im Endeffekt gar nichts für den Horror, der darin stattfand, kann. Denn es sind wie immer nur Menschen, die für die tragischen Traumata und Verletzungen der Schwächsten unter uns verantwortlich sind. Und so greift die Autorin am Ende zwei wichtige Themen auf, bei denen ich erstaunt war, sie in einem Buch wie Die stummen Wächter von Lockwood Manor zu finden. Und genau dieser Umstand macht den Roman so lesenswert.

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Die Toten von Inverness, G.R. Halliday

Dieser Krimi aus den schottischen Highlands ist das Debüt vom G.R. Halliday. Es fehlt dem Krimi auf keinen Fall an Spannung. Er ist zum Teil auch ordentlich gruselig. Nur hätte er hundert Seiten weniger vertragen können, um das zu sein, was man atemlos und crispy nennt. Aber in diesem Band führt der Autor seine Charaktere erst ein und braucht das eine oder andere Wort mehr. Auch müssen sich seine Protagonisten noch abschleifen, vor allem die eigenwillige DI Monica Kennedy.

Trotzdem ist der Krimi packend und sehr lesenswert. Ein gutes Debüt, das bestimmt vom Autor mit dem nächsten Band getoppt werden kann.

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Das Ritual des Wassers, Eva Gracía Sáenz

Hier ist er endlich, der zweite Band der Reihe um Inspector Unai Ayala, genannt Kraken. Nach Band I, Die Stille des Todes hat die Autorin mit dem Roman Das Ritual des Wassers ganz gehörig nachgelegt. Es sind wieder fünfhundert Seiten geballte Spannung. Wie auch schon beim ersten Band haben die Fälle immer irgendwie, mit dem Privatleben des Inspectors zu tun. Und das ist nicht weiter erstaunlich, denn die Beschreibungen von Vitoria, die Hauptstadt des Baskenlands hinterlässt bei Leser das Gefühl, als würde jeder, jeden kennen. Man wird Teil der Stadt, der Ermittlungen und Krakens Familie. Die Autorin verzaubert einen regelrecht mit ihrer Geschichte und so kann man den fünfhundert Seiten langen Thriller nicht aus der Hand legen.

Großartige Mischung aus hartem Thrillerstoff, einer innigen Geschichte von Freundschaft und der Erzählung von tragischen und auch wunderbaren Familienbanden.

Diese Reihe darf ihnen als Krimi- und Thrillerfan nicht entgehen.

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