Stephan Hinz, Cocktailkunst, Die Zukunft der Bar

Cocktailkunst ist die gelungene und erweiterte Neuauflage. Erstmals erschien das Buch 2014. Es gilt seitdem als Standartwerk in der Barkultur und gehört als Nachschlagewerk, Ausbildung und Anleitung in jede Bar und für jeden Hobby-Bartender. Die Erstauflage wurde preisgekrönt und mehrfach übersetzt.

 

 

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Elin Wägner: Die Sekretärinnen

Schweden scheint schon immer liberal und fortschrittlich gewesen zu sein, so dass es erstaunt, dass auch in diesem Land die Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts für ein selbstbestimmtes, wirtschaftlich unabhängiges Leben kämpfen mussten. Als »Die Sekretärinnen« 1908 erschien, gab es zwar schon das kommunale Wahlrecht für Frauen, aber erst 1921 sicherte ein Gesetz den Frauen das nationale Wahlrecht. Der Einblick, den uns die Autorin gewährt, hat in über 100 Jahren nichts an Aktualität verloren. Wie Frauen weltweit, mussten auch schwedische Frauen lernen, sich in der patriarchalischen Arbeitswelt zu behaupten. Und »me too«-Erfahrungen tauschte man allenfalls im geschützten Raum der eigenen vier Wände aus. Elin Wägner war eine dieser modernen Frauen, Pionierinnen und Wegbereiterinnen und daher überrascht auch die moderne Sprache mit einem Schuss Verspieltheit und Witz nicht. Inwieweit die neue Übersetzung dazu beigetragen hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall hat Wägner es verstanden, uns auf – nur – 176 Seiten ihre Protagonistinnen Elisabeth, Eva, Baby und Emmy samt deren jeweiliger Geschichte nahezubringen und den Sekretärinnen ein Denkmal zu setzen. Weiterlesen

Robert Harris: Königsmörder

Der Autor lässt die Zeit um 1660 in England und Amerika für die geneigte Leserschaft auferstehen. Er schildert die gnadenlose Verfolgungsjagt König Karl II auf die „Mörder“ seines Vorgängers Karl I. Dieser wurde von Oliver Cromwells Männern verurteilt und hingerichtet nachdem vorher ein blutiger Bürgerkrieg losgetreten wurde. Die fanatischen Verfolger sind den 50 Unterzeichnern des Todesurteils in Europa und Amerika auf den Fersen. Die Lebensumstände der handelnden Menschen werden authentisch widergegeben. Der Kampf gegen die Natur und die Indianer sowie der innere Kampf der religiösen Eiferer wird ausgiebig geschildert. Blutig sind auch die Schilderungen der Hinrichtungen der Richter und Unterzeichner des Todesurteils. Weiterlesen

J. H. GELERNTER: Jagd nach Vergeltung, Ein Captain-Grey-Roman

Sie sind selten geworden, die Bücher in denen die Helden unter Segeln ihrer Heldentaten vollbringen. Menschen die Bücher in denen z.B Horatio Hornblower vorkommt, nach dem Vorbild von Admiral Nelson gerne lesen, werden an diesem Werk um den Kapitän der britischen Marine und Spion wieder ihre Freude haben. Mutig geht Thomas Grey auf die Suche nach dem Schiff und dessen Kapitän die seine Frau, so glaubt er, auf dem Gewissen haben. Dabei stößt er auf Geheimnisse die für sein Land lebensbedrohlich sind.

 

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Heike Koschyk: Das Glück unserer Zeit Band 1 und 2

Wer den ersten Teil dieser Familiengeschichte gelesen hat, will auch den zweiten Teil lesen, und zwar sofort. Daher meine Empfehlung: beide zusammen erstehen. Und aus dem Grund habe ich mich entschlossen, beide Bände zusammen vorzustellen. Zugegeben, Familiengeschichten sind zurzeit in Mode, aber auch wenn man schon die eine oder andere Saga gelesen hat, sollte man diese ausgezeichnet recherchierte und umgesetzte Geschichte einer deutschen Unternehmerfamilie nicht versäumen. Weiterlesen

Michel Bergmann: Der Rabbi und der Kommissar: Du sollst nicht begehren

Nun da auch in Frankfurt das Judentum eine Jahrhundertealte Tradition hat, gibt es einen pfiffigen Rabbi als Ermittler in seinen jüdischen Kreisen. Als nichtjüdische Leserinnen und Leser lernen wir hier aus dem spannenden Kriminalroman eine ganze Menge über jüdische Gepflogenheiten. Überrascht stellt man fest, dass viele Ausdrücke in der Umgangssprache aus dem jüdischen stammen. Der Autor baut viele zeitlich nahe Ereignisse in seinem Roman ein. Wenn sich Juden jüdische Witze erzählen, wie dies in diesem geschieht, ist das besonders lustig.

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Oma Backt herzhaft und köstlich, Kochbuch

Herzhaftes Backen, da fällt einem Pizza, Kürbisbrot und vielleicht noch ein Quiche Lorraine ein. Doch Anni Alber und Eva-Maria Schulz haben da einiges mehr in petto. Es war bereits äußerst lecker, sich die tollen Fotos dieses leidenschaftlich gestalteten Kochbuchs anzusehen. Doch in den nächsten Tagen werde ich mich ans Backen machen, Freunde einladen und die köstlichen Schätze der beiden Omas kredenzen. Die Rezepte sind leicht verständlich und vermitteln den Eindruck, dass man kein Chef in der Küche sein muss, um sich selbst an den Ofen zu wagen. Das Kochbuch ist daher sehr übersichtlich und deckt die ganze Palette, von B wie Brot zu Z wie Zwiebelkuchen ab. Außerdem wird das Grundrezept von elf Teigarten im Kochbuch vorangestellt. Und weil ein gutes selbst gebackenes Brot auch einen leckeren Dip oder Aufstrich braucht, endet das Backbuch mit extravaganten Rezepten von Räucherforellen-Dip bis zur Feta Creme.

Na dann, ran an den Ofen und guten Appetit! Weiterlesen

Val McDermid: Das Mädchen, das den Weihnachtsmann umbrachte

Für Krimifreunde und die, die den britischen Sinn für Humor schätzen, hat der Droemer Verlag mit den Kurzgeschichten von Val McDermid ein richtiges Schmankerl für die Weihnachtszeit und für den Weihnachtswunschzettel. McDermid erweist sich als Meisterin der Kurzgeschichte. Jede Geschichte hat ihren eigenen Charme und Nervenkitzel. Aber die Titel gebende Geschichte Das Mädchen, das den Weihnachtsmann umbrachte ist mein persönlicher Favorit. Die Autorin erzählt abwechslungsreich und spannend. Die Charaktere sind treffend herausgearbeitet und lassen es angesichts der Kürze der Geschichte nicht an der nötigen Tiefe missen. Zugegeben, nicht jede Geschichte hat mit Weihnachten zu tun. Aber wenn der Weihnachtsmann tot ist, gibt es dann noch Weihnachten? Für mich schmälert das nicht die erzählerische Leistung der Autorin, die mich auf ihr Gesamtwerk Weiterlesen

Flower Notes, Jora Dahl mit Illustrationen von Marion Rekersdrees

Sie suchen noch ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk für die Oma, den Opa oder Tante/Onkel, die eingefleischte Gartenliebhaber sind, aber eigentlich schon alles über schöne Gärten wissen? Flower Notes, was so viel wie Blumennotizen heißt, ist in dem Fall genau das Richtige. Es ist ein wundervoll illustriertes Büchlein mit Farbzeichnungen von Blumen, Gestecken, Blüten und Handwerkszeug aus und für den Garten. Das kleine Kunstwerk ist sowohl eine monatliche Anleitung als auch ein Notizbuch zu ihrem schönsten Garten, ihrer eigenen Rückzugsoase. Aber wenn Sie, die noch mitten im Arbeitsleben stehen, das Gärtnern zu Ihrem Hobby machen wollen, dann belohnen Sie sich einfach selbst mit Flower Notes.

Flower Notes ist eines dieser schönen Büchlein, die man einfach besitzen möchte, um auch manchmal nur darin zu blättern.

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Bistro Bistro, Stéphan Reynaud, ein ultimatives französisches Kochbuch, DK Verlag

Wenn man an französische Küche denkt, kommen einem Wörter wie Larousse Gastronomique, der Guide Michelin mit seinen berühmt, berüchtigten Sternen und wohl auch Paul Bocuse, der von 1965 bis 2019 jedes Jahr drei der begehrten Sterne in seinem Restaurant erhielt, in den Sinn. Ein Bistro hingegen, das war doch so eine Art Kneipe, in der man sich ein Croque Monsieur auf der Klassenfahrt in Paris gerade noch leisten konnte, oder? Dabei wissen Frankreichkenner, dass ein Bistro in erster Linie ein Ort der Begegnung ist, wo man von morgens früh bis spät abends einkehren kann und meistens wesentlich besser isst und trinkt, als man es erwarten würde.

Bistro, Bistro ist nun ein kulinarischer Führer, der uns durch 250 Rezepte und 100 Weine begleitet, einen Überblick bei Brot-, Wurst-, Käse-, Kartoffel-, Fisch- und Meeresfrüchtesorten verschafft und auch nicht Halt davor macht, uns das richtige Weinglas zu erklären. Wenn Sie glauben, das Essen im Bistro, angefangen mit dem Frühstück, bis zum späten Snack am Abend nur rustikal und Regional ist, dann irren Sie sich gewaltig.

Lassen Sie sich von diesem herrlich dicken Buch, mit seinen appetitlichen Farbfotos von fast jedem Gericht und den ansprechenden Illustrationen verführen. Die knapp vierzig Euro sind eine Investition, die jeden Liebhaber der französischen Küche gering erscheint und selbst Hobbyköche in seinen Bann schlägt.  Weiterlesen