Feuer, Feuer, Feuer…. Stürme, Orkane, Hurricane…Überschwemmungen, Überflutungen, Hochwasserwarnungen… Dürre und Trockenheit überall auf der Welt berichten die Nachrichten davon. Schlimmer noch, wenn man selbst betroffen und Leidtragender ist. An die Leugner: „Der Klimawandel ist auch bei uns!“ Ab 1770 erkannte man die ersten Zusammenhänge unserer Atmosphäre. Im laufe der Zeit kam die Erkenntnis, dass wir auf der Erde in einer Blase leben. Zitat aus dem Buch, Seite 312: zu begreifen, dass wir in einem geschlossenen Behälter existieren…und noch schwieriger ist es, zu akzeptieren, dass der Mensch einen Affront heraufbeschwören könnte…die scheinbar unbegrenzten Weiten zu beeinträchtigen. Schon 1907 verfasste Savante Arrhenius eine wissenschaftliche Abhandlung über Möglichkeit einer von Menschen verursachten Erderwärmung durch den Treibhauseffekt, bedingt durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen. In den 50ern, 60ern, und 70ern haben Wissenschaftler unsere Politiker die die Folgen der Erderwärmung in Kenntnis gesetzt und was es bedeutet, wenn die Pole und Gletscher schmelzen. Nur welcher Politiker oder CEO will unliebsame Äußerungen oder gegen die Wirtschaftlichkeit handeln. Nur das Ego des Jetzt zählt. Dazu fällt mir eine für mich sehr gelungene Karikatur ein: Ein Vater sitzt auf einem verbrannten Hügel, beide schauen über die verbrannte Erde bis zum Horizont. Der Vater sagt zu seinem Sohn: Was sollten wir den machen, etwa auf Konsum verzichten? Trotz vielversprechender Ansätze, angeführt durch „Friday for future“ zum gemeinsamen Klimawandel, hat die Welt sich wieder dem unsinnigen Kriegen hingegeben. In der Ukraine, Israel, Syrien, Jemen, Sudan, Äthiopien, Armenien, selbst im Kosovo. Andersrum könnte man vielleicht noch etwas retten. Wie alles begann „Die Bestie“ von John Vaillant
Beste Bilder 14 – Die Cartoons des Jahres 2023 Band 14
Wer sich das Jahr 2023 rückwirkend satirisch anschauen möchte, findet in diesem Buch den Jahresrückblick mit den besten Cartoons des Jahres 2023. Die besten Cartoonisten wurden hier auf 124 Seiten abgedruckt.
Der Krieg, den Russland in Europa begonnen hat, eine Rechtsaußen-Regierung in Israel, der Wiedergänger Trump, die Türkei, die immer autokratischer regiert wird, ein verheerendes Erdbeben in Vorderasien, die Klimakrise – sie reißen nicht ab, die unmittelbaren und schleichenden Katastrophen. Weiterlesen
Àlvaro Enrigue: Von Königreichen hast du geträumt
Álvaro Enrigues Geschichte um das Treffen der Protagonisten Moctezuma, Azteken Herrscher und Hernán Cortés, spanischer Eroberer in der aztekischen, schwimmenden Hauptstadt Tenoxtitlán im Jahre 1519, ist eine Hommage an die Möglichkeiten der Erzählung: dessen, was ist, was es war, es hätte sein können, muss gewesen sein oder sonst noch was. Es ist ein außergewöhnlicher Roman, der in Mysterien, Gewalt, Machtgefühl und Träume gehüllt ist. Enrigue nimmt sich seiner Geschichte mit der Inspiration eines alten Schamanen, als unerschütterlicher Schöpfer an, statt sich den historischen Beweisen der Vergangenheit zu beugen. Und man kann sich gut vorstellen, dass der Autor viel Spaß beim Schreiben jeder einzelnen Seite hatte. Es strotzt nur so von lebendigen Details Weiterlesen
Gary Victor: Der magische Pfad
Gary Victors epischer Roman lässt sich in keine Schublade stecken: er ist vielschichtig und fröhlich, bei aller Länge nie langweilig und es ist eine Vermischung von Religion, Philosophie, Tod, Freundschaft, Treue, Politik und Liebe. Und es geht um den Zustand seines Landes Haiti, von seinen Anfängen bis heute. Victor hat seine Geschichte und seine Charaktere – die Lebenden wie die Toten, die Untoten, die Voodoo-Abwesenden – im Griff. Keiner verliert sich in Voodoo-Traditionen oder Religion. Die Abenteuer von Sonson und die Nebengeschichten ziehen den Leser in den Bann. Auf der Suche nach seinem Freund Persée Persifal muss Sonson Abenteuer bestehen in dem er Geschichten erzählt. Und so erzählt Sonson Geschichten aus Persées Weiterlesen
Tim Mälzer, Vierundzwanzigsieben Kochen
Hier spricht oder schreibt einer aus meinem Herzen. Besser kann man es nicht sagen. Die Globalisierung, unsere Reisefreudigkeit und die Assimilation der Völker hat eine Geschmacksvielfalt hervorgebracht, dass man jeden Tag andere kulinarische Genüsse genießen kann. Und nun zu Tim Mälzer, ich zitiere aus diesem Buch 24/7: Geschmacks-Lumump wohin man blickt. Heute ist die kulinarische Vielfalt riesig. Die großartigen Produkte sind fast immer und überall erhältlich. Doch gefühlt gibt es grade eine Tendenz (das unterschreibe ich!) zur geschmacklichen Vereinheitlichung: Yuzu, Ponzu, Harissa, Tahin, Shizo und Umani (nicht zu vergessen Miso, ist von mir). Davon oft zu viel, zu komplex. Mehr soll mehr sein. Es entsteht ein Sammelsurium aus Aromen, die den echten Geschmack der Zutaten verdecken und das Wesentliche vermissen lassen. Doch genau darauf gilt es sich zurückzubesinnen. Zitat Ende. Recht hat er! Vierundzwanzigsieben kochen ist Tim Mälzers Beitrag „Das Einfache“ zeitgemäß in unseren Alltag zu integrieren. Ohne Stress, den haben wir im Berufsleben genug. Dafür mit viel Freude schnell, schnelle Gerichte für die quengelnden Kinder oder unerwarteten Besuch, ohne großen Einkauf, einfach, was der Kühlschrank oder Keller hergibt, auf den Tisch.
Frohe Weihnacht und ein friedvolles neues Jahr 2024

Die kleinen Lügen der Ivy Lin, Susie Yang

Das Debüt von Susie Yang wurde in den USA hochgelobt. Von People, Boston Globe, The Washington Post bis Glamour waren sich alle einig. Es ist eine fesselnde Charakterstudie. Aber ist es ein Roman, der in Europa Furore machen wird. Ich bin mir nicht sicher, denn um den Roman so spannend, ein-, zweideutig zu finden, muss man ›The american way of life‹ kennen und besonders den chinesischen Frauen so tief sitzenden Wunsch, eine steile Karriere vorzuzeigen, nur um die Eltern stolz zu machen. Wobei Karriere sowohl beruflicher Art als auch den sozialen Aufstieg durch eine Heirat bedeuten kann. Kennt man beides, so ist dieses Debut überaus unterhaltsam. Denn es deckt die Bigotterie des amerikanischen Erfolgstraums genauso auf, wie das zum Teil lebensfeindliche eher kapitalistische Streben in der US-chinesischen Kultur der Neuzeit. Für jeden anderen kann die sogenannte fesselnde Charakterstudie manches Mal ein bisschen unverständlich sein. Man fragt sich außerhalb der US stehend, warum die Protagonistin handelt, wie sie handelt und tut, was sie tun.
Dennoch will ich der Erzählung eine gewisse Spannung nicht abreden. Jedoch durchweg begeistert Schmunzeln, über diesen Roman kann nur ein Insider. Darf ich dennoch vorschlagen, Sie versuchen es! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht! Weiterlesen
Annabelle Hirsch: Die Dinge
Annabelle Hirsch hat sich für Ihr – für mich überaus gelungenes Debüt – ein rechercheintensives Thema gewählt und es bestens umgesetzt und gemeistert. 100 Kapitel. 100 Objekte (Frau nicht inbegriffen). Flott, unterhaltsam bis witzig und leicht verständlich geschrieben, stellt die Autorin Gegenstände aus dem Alltag der Frauen, deren Bedeutung und ihren Einfluss vor und teilt mit der Leserschaft ihren Blick auf „Die Dinge“ “ (beispielhaft seien hier erwähnt: Chopines (Plateauschue), Daumenschraube, Phrygische Mütze, Analytical Engine, Die Hutnadel, Chanel No. 5, Lippenstift, Klebezettel der Widerstandgruppe „Rote Kapelle“, Bikini und Minikleid). Ob man sich den einzelnen Themen chronologisch (beginnend 30.000 v. Chr. mit Verheilter Oberschenkelknochen) oder zufällig (bis 2017 Pussy Hat) nähert, obliegt den Leserinnen Weiterlesen
Paula Rodriguez: Dringliche Angelegenheiten
Wer sagt, dass ein Krimi immer ernst, furchteinflößend und spannend bis zum Herzkasper sein muss? Spätestens nach der Lektüre von Paula Rodriguez Debütroman weiß man, es geht auch anders: Schrill, mit schwarzem Humor, thematisiert Rodriguez systemische Polizeikorruption, die Bindung an den römischen Katholizismus und die Macht der Medien. Dabei ausgezeichnet geschrieben mit einem Gefühl für die Sprache, die bei der Polizei, im Fernsehen, im Zusammenhang mit den neuen Technologien und sogar in der Religion verwendet wird. Rodriguez erzählt ihre Geschichte schnell, witzig, mit beißendem Sarkasmus und vielen spannenden Momenten, aber auch sehr unterhaltsam aus der Perspektive der Weiterlesen
Solothurn hüllt sich in Schweigen, Christof Gasser

Christof Gasser hat mal wieder ein topaktuelles Thema am Haken. Clan-Kriminalität und ihr mafiösen Strukturen. Hauptmann Dornach behält wie immer den Überblick, egal ob es um Mafiamorde geht oder bei der neuen vor Verzweiflung um sich schlagende Staatsanwältin. Er steht seinen Papa bei seiner recht risikofreudigen Tochter Pia, den Opa bei seinem kleinen Enkel Mirio und schlägt sich gut als Kriminalbeamter, der einen Kater bei sich zu Hause in Polizeigewahrsam nehmen muss. Mit der Devise immer ruhig bleiben, versucht er dem Sohn eines Clan-Bosses dingfest zu machen, denn der ist der Meinung, mit seinen teuren Anwälten und der gehörigen Portion krimineller Arroganz gehört ihm die Schweiz. Da hat er die Rechnung ohne Dornach gemacht!
Christof Gasser hat wie immer bei den Solothurn-Krimis die richtige Mischung! Lokalkolorit, warme Familienbande und starke aus dem Leben gegriffene Kriminalgeschichten, ergeben den Mix von Bestsellern. Und mit ›Solothurn hüllt sich in Schweigen‹ ist er auf Platz eins der Bestsellerlist in der Schweiz gewandert.