Selbst als Verurteilter im Jugendknast kann man den tiefen Wunsch hegen, Priester zu werden. Aber für Daniel ist dieser Weg mit seinen Vorstrafen verschlossen. Als er in der Kleinstadt ankommt, in der er in einem Sägewerk arbeiten soll, reitet ihn der Teufel und er gibt sich als Priester aus. Ein Glück für die Gläubigen, denn ihr Pfarrer fällt wegen Krankheit oder besser gesagt Trunksucht erst einmal aus. So fängt Daniel an nicht nur zu predigen, er geht auf die Menschen zu und bewirkt plötzlich Vergebung, Nächstenliebe und Solidarität.
Eine dramatische Komödie oder eher ein komisches Drama? Auf jeden Fall ein genialer Film und als polnische Produktion sehr mutig. Denn an der katholischen Kirche wird nicht unbedingt ein gutes Haar gelassen. Da hat der Ex-Knacki, als Möchtegernpriester mehr Herz, als die wahren Pfaffen und vor allem stellt er sich nicht auf ein erhabenes Podest. Er predigt für und mit den Leuten auf Augenhöhe und verheimlicht nicht, dass auch er ein Sünder ist. Doch egal wie gut etwas auch sein kann, die Vergangenheit holt jeden Menschen einmal ein, auch die Heiligen unter den Scheinheiligen.





Es ist nicht so einfach, dieses Buch neutral zu besprechen. Doch als agnostischer Atheist also als so etwas wie ein toleranter Nichtgläubiger, kann ich die Bibel oder Heilige Schrift und ihre Geschichten erst einmal ohne große Kritik sein lassen, was ich glaube, dass sie sind: sehr alte Erzählungen unserer Vorfahren.
Der Untertitel, Annäherung an ein verschlossenes Land, trifft das Buch genau. Denn Rudolf Bussmann hat sich mit der Journalistin und Übersetzerin Hoo Nam Seelmann, genannt Yu-Mi, auf die Reise gemacht. Die beiden Schweizer Staatsangehörigen erhielten Visa, um von China in den Norden Nordkoreas einzureisen. Eine Reise die von der Sonderwirtschaftszone Rasŏn, bis runter zum Ch’ilbo Gebirge führt, von dem es nur einhundert Kilometer sind, bis zum Atomtestgelände P’unggye-ri.
