Während die BKA-Führung mit ihrem Präsidenten, der „Eisernen Faust“ Drohmeier, endlich mal Maarten S. Sneijder und seinem skurrilen Team freundlich gesinnt ist, wächst die Gefahr von außen. Bei der Observation einer Zielperson geht so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann. Ein Haus brennt nieder, Dr. Paul Conrad, die Schlüsselperson der neuen RAF-Generation, kann fliehen und Sneijders Team liefert sich eine wilde Verfolgung mit den Terroristen. Doch die Umstände werden immer schwieriger und plötzlich verliert sich jede Spur zur R4F, wie sich die vierte Generation der RAF nennt. Sneijder und Nemez bleibt nichts weiter übrig, als sich undercover in Mallorca als Doktor Pacula und Tochter auszugeben. In einer pikfeinen Luxusferienanlage, soll der Misanthrop Sneijder einen Mentalcoach mimen und den Superreichen das Glücklichsein lehren. Wer Sneijder kennt, weiß, dass das keine besonders gute Idee ist. Zeitgleich in Kufstein will Lea Fuchs Geburtstag mit ihrer Cousine Vicky feiern, da ihr Lebenspartner Gernot zu seiner kranken Mutter ins Pflegeheim im Schwarzwald gerufen wurde. Doch Vicky stürzt unglücklich und liegt tot auf der Treppe. Da Lea früher als Polizistin schon einmal wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wurde, vertuscht sie kurzerhand den Unfall. Vickys Leiche wird kurzerhand im neuen Anbau des Wintergartens vergraben und Lea reist mit Vickys Reisepass und ihrem Ticket kurzerhand nach Mallorca, um Vickys Person dort für immer verschwinden zu lassen. Und ab da beginnt eine abstruse, aber durchaus glaubwürdige Verwechslungsgeschichte, in der Lea, als Vicky, genauso wenig Ahnung hat wie Sneijder, Nemez und die Profikillerin der R4F, die als Assistentin von Pacula fungiert. Alle tappen irgendwie im Dunkeln und müssen ohne Netz und doppelten Boden agieren.
Das war mal wieder ein Maarten S. Sneijder, der so richtig gut war. Andreas Gruber hat sich da eine Verwechslungsgeschichte einfallen lassen, die es in sich hat. Und Hut ab, vor seiner Protagonistin Lea Fuchs, die zwar leicht einen an der Klatsche hat (sie spricht andauernd mit ihrem toten Zwilling), aber sonst eine ziemlich schlagkräftige und skrupellose Frau sein kann. Das muss selbst Sneijder am eigenen Leib erfahren. Nun, das war der vorletzte Maarten S. Sneijder, und man kann nur gespannt sein, was uns der Autor im letzten Band bieten wird. Denn es wird bestimmt nicht einfach den coolen Thriller ›Todesspur‹ zu toppen.
Erinnerungen können gefährlich sein!



