Harald Lüders: Lass Gott aus dem Spiel, Mitch Bergers dritter Fall

Wenn Geld, Religion und politische Ränke zusammen kommen ist das ein hochexplosives Gemisch. Dieses Gemisch schildert uns der Autor unter Hochspannung. Das Frankfurter Bahnhofsviertel als Schauplatz dieser Aktivitäten ist geradezu ideal. Der Investitionsdruck vom benachbarten Bankenviertel, die Rotlichtkriminalität mit den benachbarten Hinterhofmoscheen und der politische Einfluss der Amerikaner in Frankfurt als ehemaliges Hauptquartier der 5. Armee ist überall brennglasmäßig zu sehen oder zu spüren. Der Hauptdarsteller ist ein neugieriger Journalist und ihn trifft des Amors Pfeil was ihn verwundbar macht. Klasse geschrieben, gut recherchiert ein echter Pageturner.

Harald Lueders

Harald Lüders hat über dreißig Jahre als Autor, Reporter und Redakteur für das Fernsehen gearbeitet. Zuletzt war er für das ZDF als Redaktionsleiter Reportage tätig. Er hat sich journalistisch immer wieder mit Geheimdiensten, Rechtsradikalismus und Integrationsfragen befasst. Er wurde unter anderem mit dem Grimme-Preis und dem „Certificate of Special Merit“ der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles ausgezeichnet. Im Westend Verlag erschienen seine Thriller „Dunkelmacht“ und „Traumtunnel“.

Sein dritter Fall führt den Journalisten Mitch Berger in seine Stadt – mitten hinein in das Frankfurter Bahnhofsviertel, um vor Ort einen brisanten Auftrag zu erledigen. Integrationsprobleme, Drogenhandel, offene und versteckte Prostitution, Bandenkriege und die immer heißer werdende Spekulation mit Immobilien im Viertel bilden den Hintergrund dieses atemlosen Thrillers. Was im multikulturellen und schaurig schönen Rotlichtviertel zunächst harmlos beginnt, steigert sich zu einem blutigen Verwirrspiel mit Menschen, die nichts zu verlieren haben – außer ihrem Leben.

Harald Lüders: Lass Gott aus dem Spiel, Mitch Bergers dritter Fall, Westend Verlag, Seiten 336, ISBN 9783864893056, € 16,95

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