
Twelve Secrets von Robert Gold
Twelve Secrets ist ein über vierhundert Seiten starkes Debüt. Und für ein Debüt ist es wirklich stark. Doch eigentlich kein Wunder, denn der Autor kommt aus dem Journalismus und arbeitete jetzt für einen Verlag. Ein Mann, der schreiben kann und ein enormes Gefühl für Spannung und Pausen besitzt. Der Thriller selbst ist eine raffiniert aufgebaute Geschichte, die mit allen Abgründen des menschlichen Daseins spielt. Macht, Lust, Kontrolle und Reichtum führen zu einer Verkettung von Umständen, die gebrochene Herzen und Familien mit sich ziehen. Nur langsam löst sich der verschlungene Knoten. Obwohl Robert Gold immer wieder falsche Fährten legt, kann man fast am Ende eine Ahnung bekommen, wer hinter allem steckt. Doch das WARUM ist eine große Überraschung.
Robert Gold ist ein neues Thrillertalent, von dem wir hoffentlich noch viel hören werden.
Der Autor lässt die Zeit um 1660 in England und Amerika für die geneigte Leserschaft auferstehen. Er schildert die gnadenlose Verfolgungsjagt König Karl II auf die „Mörder“ seines Vorgängers Karl I. Dieser wurde von Oliver Cromwells Männern verurteilt und hingerichtet nachdem vorher ein blutiger Bürgerkrieg losgetreten wurde. Die fanatischen Verfolger sind den 50 Unterzeichnern des Todesurteils in Europa und Amerika auf den Fersen. Die Lebensumstände der handelnden Menschen werden authentisch widergegeben. Der Kampf gegen die Natur und die Indianer sowie der innere Kampf der religiösen Eiferer wird ausgiebig geschildert. Blutig sind auch die Schilderungen der Hinrichtungen der Richter und Unterzeichner des Todesurteils.
Um es einmal ganz flapsig zu sagen: die Frau Gablé hat‘s einfach drauf. Ihre Bücher die die Fangemeinden nunmehr mit Bd. 7 enthusiastisch begrüßt haben, sind einfach in ihrer Erzählweise stimmig. Sie flicht die romanhafte Erzählung in den tatsächlichen historischen, der tatsächlich sehr verwirrend ist, Kontext so ein, dass es eine runde und spannende Geschichte wird. Dabei lernen wir, dass dieses Mittelalter keine romantische Angelegenheit war, sondern eine blutige von Hunger und Rechtlosigkeit geprägte Zeit. Auf der anderen Seite sehen wir die Fürsten und Könige seinerzeit gefeiert und ihre Marotten ausgelebt haben. Die Engländer hatten mit ihrer Magna Charta eigentlich die erste demokratische Basis für ein Parlament geschaffen das dann aber durch den König zurückgenommen wurde. Die Autorin schafft es uns diese Zeit des Umbruchs mit allen Höhen und Tiefen nachvollziehbar und manchmal sehr drastisch vor Augen zu führen.
Ich glaube wirklich nicht an Verschwörungstheorien, aber was sonst, als eine Verschwörung könnte hinter diesem Cover stecken? Offen gestanden, im Buchladen wäre ich achtlos an dem Buch vorbeigegangen und das wäre total schade gewesen und hätte mich um einen unterhaltsamen, flott geschriebenen Krimi gebracht, der besonders durch seine verbalen Schlagabtausche der beiden Protagonisten punktet. Als da sind: Anwältin Lizzi, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und meist einen flotten Spruch auf den Lippen hat und der von ihrem Vater für sie engagierte Personenschützer Eric. Besonnen, durchtrainiert und dazu auffallend attraktiv. Die Frage, warum er der Meinung war, Lizzi brauche einen Bodyguard,
Bedarf es in dieser gefährlichen Zeit, in der Europäer auf der Flucht vor Kriegswaffen sind, wirklich noch eines weiteren Buches über die Queen? Vielleicht gerade deswegen! Hat sie nicht in ihrer 70jährigen Regentschaft gezeigt, dass sie eine ausgezeichnete Diplomatin ist, die die Friedensprozesse u.a. in Afrika begleitete. Ein Staatsoberhaupt, das sich für die Transformation des British Empire zum Commonwealth einsetzte und die Gemeinschaft darauf einschwor, mit der Wahl ihres Thronfolgers zu ihrem Nachfolger als Head of Commonwealth, dessen Fortbestand zu sichern. Eine Person, die laut Stellenbeschreibung unparteiisch und unpolitisch zu sein hat und – nicht, weil sie eine Frau ist – keine Meinung zu haben hat. Dennoch möchte man glauben, dass diese kleine große Frau in ihrem kleinen Finger mehr diplomatisches Gespür hat als alle, die im Augenblick in diplomatischen Missionen unterwegs sind. Denise Schweida hat sehr persönliche Würdigungen zum 70. Jahrestag der Thronbesteigung ihrer Majestät zusammen getragen. Teils auf persönlichen Begegnungen beruhend, teilen sie alle eine Gemeinsamkeit: die Bewunderung für eine außergewöhnliche Frau.
Wenn der Autor Francis heißt, dann hat man die Gewissheit, dass man es mit Pferderennen in England zu tun hat. Umso erstaunter liest am Anfang, dass die Protagonistin eine Notfallärztin unter Magersucht und Essstörungen leidet. Als dann ein bewusstloser Notfallpatient aus der Rennbahn Chaltenham eingeliefert wird, weiß man, dass man richtig ist. Langsam und hoch spannend entwickelt sich der Plot. Francis versteht es die Krankheit Magersucht und ihre Auswirkungen realitätsnah zu vermitteln. Da die Notärztin auch Rennärztin, also Dienst auf der Pferderennbahn tut, bekommen wir mit, was es heißt ein Jockey zu sein und welche Risiken hier eingegangen werden. Auch ohne dass man sich für Pferdesport interessiert, wird hier eine spannende Geschichte mit sehr realen Hintergründen erzählt. 


