Carsten Sebastian Henn, „Der Gin des Lebens“

Wem Carsten Sebastian Henn ein Begriff ist, weiß sofort, wer dort etwas schreibt und wo die Verbindung herkommt Kriminalroman mit einem Fachthema zusammen zu bringen, in diesem Fall mit Gin. Was macht guter Gin aus? Es sind nicht nur Krimis die er beschreibt. Zu seinem Fachthema gehört die Geschichte, die Herstellung, Zusammensetzung, Rezeptur und Cocktails, alles über Gin. Es ist unglaublich was dieser Mann über das Getränk Gin zu sagen weis. Und für die, denen Carsten Sebastian Henn nichts sagt, hier die Beschreibung des Autors.

 

Sebastian Henn Foto David Weimann

Carsten Sebastian Henn ist Kulinariker durch und durch. Er besitzt einen Weinberg, hält Hühner und Bienen, studierte Weinbau, ist ausgebildeter Barista und einer der renommiertesten Restaurantkritiker Deutschlands. Seine Romane und Sachbücher haben bis jetzt eine Gesamtauflage von über einer halben Million. Mit dem „Buchspazierer“ stand er Wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Seine Romane zeichnen sich durch viel Wortwitz, Humor, Selbstironie und vielen Irritationen aus.

Auf der Suche nach dem „Der Gin des Lebens“ ist Bene Lerchenfeld, richtiger Name Benoit, weil seine Mutter als Frankreichliebhaberin ihrem Sohn unbedingt einen französischen Namen geben musste. In der Schule wurde er schon mit dem Namen aufgezogen, so dass er sich nur noch Bene nannte. Nach dem frühzeitigen Tod des Vaters hat Bene die Oldtimer-Werkstadt seines Vaters übernommen und kommt gerade so über die Runden. Doch dann geht alles schief. Die Freundin lehnt seinen Heiratsantrag ab, sein alter VW Käfer führt ihn über das Navigation-System direkt in den Rhein und die Werkstatt ist eigentlich pleite. So angeschlagen öffnet er die einzige Flasche Gin, die sein Vater, vor zwanzig Jahren, selbst im Keller des Hauses gebrannt hat und ihm übergeben hatte mit den Worten: Ich hab’s, das ist deine Zukunft!“ Schon beim ersten Riechen ist er begeistert und der Geschmack hat noch mehr gegeben. Wo hatte sein Vater das Wissen her, so einen besonderen Gin herzustellen. Die Freundin weg, die Werkstatt bankrott begibt sich Bene auf dem Spuren seines Vaters in die südenglische Stadt Plymouth. Dort mietet er sich ein in dem Bed & Breakfast Hotel, indem sein Vater immer gewohnt hat zur angeblichen Oldtimermesse. Im Bed & Breakfast trifft er auf Cathy Callaghan, ebenfalls eine Gin-Enthusiastin und ebenso auf der Suche nach dem Gin-Rezept ihres Vaters. Gemeinsam wollen sie die Rezeptur herausfinden. Ohne zu wissen, dass irgend jemand nicht daran interessiert ist, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt und auch nicht vor Mord zurückschreckt.

Als Resümee zitiere ich vom Klappentext, denn besser kann man es nicht beschreiben: „Der Gin des Lebens“ ist ein unterhaltsamer Kriminalroman über eine faszinierende Spirituose, perfekt gemixt mit Figuren, die einem ans Herz wachsen, vielen Wendungen und einer großen Portion Spannung. Zusätzlich hat Carsten Sebastian Henn sein Fachwissen über Gin gekonnt eingefügt, vom Ursprung, Herstellung, Botanicals und Cocktails – obwohl Carsten Sebastian Henn empfiehlt. Gin immer pur zu trinken.

Verführt zum Nachmachen und frage mich, wann Carsten seinen eigenen Gin rausbringt.

Carsten Sebastian Henn, „Der Gin des Lebens“, Dumont Verlag, ISBN: 978-3-8321-8397-4 Broschiert Klappentext, 345 Seiten, € 16.00

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