Mind Games, Leona Deakin

Mind Games von Leona Deakin

Das Debüt einer Psychologin die als Profilerin bei der englischen Polizei gearbeitet hat, schraubt die Erwartungen natürlich hoch. Und Leona Deakin enttäuscht in keiner Weise. Der Schreibstil ist gut und flüssig und wird sich bestimmt im Laufe der Serie noch enorm verbessern. Ein solider spannender Thriller, bei dem man erst auf den letzten hundert Seiten eine gewisse Ahnung bekommt. Wahrscheinlich aber auch nur, wenn man ein Thriller-Spezialist ist.

Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Reihe und sind sehr gespannt.

Fotocopyright: David Ensor

Die Psychologin Leona Deakin hat als Profilerin für die West Yorkshire Police gearbeitet, bevor sie sich als Psychotherapeutin selbstständig gemacht hat. Sie lebt mit ihrer Familie in Leeds. »Mind Games« ist der Beginn einer Psychothriller-Reihe um die Londoner Profilerin Dr. Augusta Bloom.

Lana Reid ist eine ehemalige Soldatin mit PTBS, die sie sich in Afghanistan zugezogen hat. Daher kann man sie als wankelmütig, hitzig und verantwortungslos bezeichnen. Dennoch ist die Trinkerin für ihre Tochter da. Das junge Mädchen Jane hat gelernt früh selbständig zu sein und verbrachte die Auslandseinsätze ihrer Mutter bei einer liebevollen Ersatzfamilie. Als Lana an ihrem Geburtstag eine Karte bekommt, die sie einlädt ein Spiel zu spielen, verschwindet die Frau spurlos. Jane bittet Marcus Jameson, den Bruder ihrer Pflegemutter um Hilfe. Marcus ist ein Ex-MI6 Mann und hat mit der Psychologin Augusta Bloom ein Beratungsbüro gegründet, das sich um genau solche Fälle kümmert.

Bei ihren Recherchen stellen sie fest, das Lana nicht die Einzige ist, die auf diese Art verschwand. Seit Beginn des Jahres sind es vier Leute, einen jungen Mann, der bald Vater werden sollte, eine Steuerberaterin und Mutter von zwei Kindern, ein talentierter Student und Lana. Als sie die Hintergründe der Personen durchleuchten, tun sich bald Abgründe auf. Jeder von diesen Menschen scheint boshaft, verlogen, kalt und egoistisch zu sein. Vor allem bei Lana erleben sie eine Überraschung, als Marcus seine alten Geheimdienstverbindungen spielen lässt. Lana Reid war nie beim Militär, alles war eine Riesenlüge. Man weiß nicht, wo sie sich befand, wenn sie ihr Kind mal wieder bei der befreundeten Familie abgegeben hatte. Augusta Bloom kommt bald ein Verdacht. Derjenige, der das Spiel ins Leben gerufen hat, ist auf der Suche nach Psychopathen. Als die Polizei diese These endlich in Betracht zieht und eine wesentlich größere Suche nach Vermissten mit mysteriösen Geburtstagskarten in Angriff nimmt, ist das Ergebnis erschreckend. Einhundertundneun Menschen sind so verschwunden.

Gute spannende Unterhaltung, die zwar den gewissen Anteil an Blutvergießen hat, den ein Thriller braucgt, doch nicht zu brutal wird. Der Kitzel liegt im psychologischen Spiel. Vielversprechender Anfang einer neuen Serie.

Mind Games, Leona Deakin, Goldmann, Taschenbuch, Seiten 328, ISBN 978-3-442-49051-6, Euro 10,00 Euro.

 

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