Alle Artikel von Lutz Reigber

Tödliches Ostfriesenherz, Elke Nansen

Besser kann man es nicht machen und auch noch pünktlich zur Urlaubssaison für unsere Nordsee- oder Ostseeküste – Urlaubslektüre. Es ist wieder da, das neuste Buch von Elke Nansen „Tödliches Ostfriesenherz“. Man muss es einfach lesen! Ja! Jetzt sitze ich hier und möchte eine Rezension schreiben über das 13. Werk in der Reihe von Elke Nansens Tödlichen Ostfrieslandkrimis und mir fällt nur ein Satz ein, um alles zu sagen: Man muss es lesen! Auch will ich nicht irgendwelche Superlative aufrufen, wie genial, ihr bestes Werk, sie hat sich wieder selbst übertroffen. Das wäre zu einfach und auch ungerecht ihren 12 anderen Büchern und den hoffentlich folgenden gegenüber. Alle ihre Bücher sind in der Machart und Themenbesprechung etwas Besonderes und man sollte sich die Zeit nehmen, auch alle mal zu lesen. Elke Nansen schafft es immer wieder, heikle, sozialkritische Themen, die das Leben schreibt, in ihren leicht morbiden Kriminalromanen zu verarbeiten. Eigentlich ist es ein Lese-Muss.

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Genussregion Südtirol, Mirko Mair (Hrsg.)

Elf befreundete Köche interpretieren ihr Heimatküche Armin Comploj, Armin Gruber, Andrea Irsara, Mirko Mair, Arnold Nussbaumer, Markus Peintner, Matthias Schenk, Daniel Werth, Othmar Raich, Daniel Wolfsgruber und Stephan Zippl.

Südtirol, auch heute noch eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Angelockt von der urbanen Landschaft, den Menschen und der bodenständigen Küche. Und was das Schönste ist, trotz des Jahrzehnte währenden Tourismusstromes hat sich die Gastronomie ihre Bodenständigkeit erhalten, mit herzlicher Gastlichkeit, regionalen Gerichten und kulinarischen Highlights. Highlight, passt dieser Anglizismus eigentlich nach Südtirol? Ja! Elf Freunde sollt ihr sein! Ein Begriff aus dem Fußball. Ob das hier so gewollt ist oder war es Zufall, dass der Gastronom vom Restaurant Sichelburg, in Pfalzen und Herausgeber dieses Buches „Genussregion Südtirol“ Mirko Mair, genau zehn befreundete Kollegen – nein kulinarische Freunde und Spitzenköche, dazu gewinnen konnte dieses Buch zu einem Südtiroler Highlight zu machen.

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Der Mann, der auf einen Hügel stieg und von einem Weinberg herunterkam, Casten Henn

Wer sich einmal auf Bücher von Carsten Henn eingelassen hat, ist begeistert von seinem ehrlichen humorvollen Schreibstil. Auch wenn dabei leichte Kriminalromane sind, bringt er sehr viel Wissenswertes, also Lesenswertes rüber. Wie beim „Gin des Lebens“ oder „Rum und Ehre“. Allein das Lesen der Titel bringt einem zum Schmunzeln. Ebenfalls von ihm, kein Krimi, „111 Weine, die man getrunken haben muss“. Genial! Hierzu empfehle ich meine Rezension im www.Eschborner-stadtmagazin.de. Nehmen sie sich die Zeit. Und jetzt sein neustes Werk. Das Buch vom Scheitern im eigenen Weinberg von einem der bestens deutschen Weinnasen/Kenners, mit abgeschlossenen Weinbaustudium und zu damaliger Zeit Chefredakteur des Vinum. Ein herrlich ehrliches Buch, offen, tiefgründig zum Teil sogar philosophisch. Die Geschichte einer Selbstfindung.

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Die Buchhändlerin, Ines Thorn

Gendermäßig würde ich als eine männliche Person bezeichnet. Lese ich jetzt ein Frauenbuch? Was ist überhaupt ein Frauenbuch? Bücher in denen die Geschichte sich um Frauen und mit Frauen dreht?  Sind Biografien über Frauen Frauenbücher? Dürfen Männer Frauenbücher lesen? Oder ist es gerade gut, wenn jetzt emanzipierte Männer Bücher von emanzipierten Frauen lesen?

Ich habe jedenfalls mit Freude den neusten Roman von Ines Thorn „Die Buchhändlerin“ gelesen. Eine Geschichte über den Werdegang und den Wünschen einer jungen Frau vom Ende des Nationalsozialismus bis in die fünfziger Jahre. Und am Ende war ich enttäuscht, nicht über das Buch, das ist großartig, nein, dass es zu Ende war. SCHADE!

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Alte Sorten, Ewald Arenz

„Sie hatte den Weinberg damals gar nicht so gesehen. Er war nur Landschaft gewesen. Ohne Bedeutung. Es war nicht derselbe Weinberg, in dem sie jetzt stand. Dieser Weinberg war wirklich. Sie war wirklich geworden in dieser Zeit. Vielleicht waren es all die Berührungen mit der Erde gewesen. Wann hatte sie jemals die Hände in der Erde gehabt? Wann Bienen auf der Haut? Wann hatte sie in einem Baum gestanden? Ja. Vielleicht war es das.“

Aus Ewald Arenz „Alte Sorten“. Der Umschlag schmückt einen Ast aus einem Birnbaum mit zwei Birnen, die nach einer alten Sorte aussieht. Wenn ich nicht das Wort Roman gelesen hätte, dann hätte ich das Buch für ein Sachbuch über alte Obstsorten erwartet. Man wird doch immer wieder positiv überrascht, wenn man ein Buch in die Hand bekommt, den Autor einem unbekannt ist, man fängt an zu lesen und ist von den ersten Seiten an gefangen, von der Geschichte, der Sprache und Darstellungen. Man hört nicht mehr auf weiterzulesen.

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Grabesstern, Anne Mette Hancock

Nummer 1 „Leichenblume“, Nummer 2 „Narbenherz“ und jetzt „Grabesstern“ der dritte Band der Trilogie von Anne Mette Hancock mit den Protagonisten Heloise Kalden der Investigativ-Journalistin und dem Kommissar Erik Schäfer. Kann man nach drei Bänden immer noch sagen, dass Anne Mette Hancock der neue Star unter den skandinavischen Krimiautoren ist. Ja  – sie ist es! Auch ihr neuer Roman „Grabesstern“ fügt sich nahtlos im interessanten Thema uns Spannung ein.

 

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111 Weine aus aller Welt, die man getrunken haben muss, Carsten Henn

In den 70er und 80er gab es eine Fernsehsendung, immer nur 5 Minuten lang, dafür sehr aufschluss- und lehrreich, 100 Meisterwerke, die nach dem großen Erfolg, auf 1000 Meisterwerke, aus den Museen dieser Welt vorgestellt wurden. Diese Sendung hat mich an die Kunst herangeführt. Es gab schon öfter Bücher mit der Aussage, die besten Weine oder Weingüter, die man probiert und kennenlernen sollte. Der Nachteil war immer, es wurden nur die besten Weine des jeweiligen Jahrgangs empfohlen. Doch jeder neue Jahrgang ist anders und wenn man sich dafür interessiert hatte, waren sie nach der Veröffentlichung gleich vergriffen. Ich gebe zu, mit dieser Erfahrung, habe ich das Buch von Carsten Sebastian Henn mit etwas Skepsis aufgemacht. Was dann kam, hat mich mehr als positiv überrascht.

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Kochen, essen, leben Nigella Lawson

Zitat Nigella Lawson: Essen ist für mich Vergnügen. Ich denke ständig darüber nach, und ich lerne daraus. Essen bedeutet Wohlbehagen, Anregung und Schönheit, es steht für Zuwendung und kann geben. „Kochen, essen, leben“ ist für mich nicht irgendein Mantra, es ist Dasein. Härende Worte. Ich weiß es aus Erfahrung. Nicht jeder kann das verstehen. Da ich selbst gerne koche und esse, stimme ich Nigella Lawson gerne zu. Doch leider ist nicht für jeden genüsslich Essen ein Erlebnis. Es gibt leider auch Menschen, die empfinden Essen nur als Nahrungsaufnahme, dafür lieben sie die Musik oder die bildende Kunst oder ihre Erfüllung im Beruf. Da sie diese Zeilen konsumieren, gehören sie sicherlich zur ersten Gruppe.

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Healing Kitchen, Shabnam Rebo, Gesund mit Anti-Entzündlicher Ernährung – besser Essen zur Stärkung unseres Immunsystems

Selbsterfahrung ist der beste Lehrmeister und wenn einem der Körper sagt, es stimmt etwas nicht, die Ärzte einem außer einer Therapie zu empfehlen, nichts haben, die Therapie mal hilft und dann doch alles wieder viel schlimmer wird als bisher, gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder man gibt auf oder man beginnt mit Versuchen, einen Ausweg zu finden.

 

 

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„Ein unverschämt gutes Kochbuch“, Joshua Weissman, New York Bestseller

Das Cover zeigt einen langhaarigen jungen Mann, böse dreinblickend – den Autor. In seiner Hand ein langes Messer, darauf aufgespießt einen leckeren Hamburger. Und dann der Titel „Ein unverschämt gutes Kochbuch“ und auch noch prämiert von der New York Times als Bestseller. Jetzt war ich gespannt. Was will uns Josua Weissman sagen? Und was wurde hier prämiert? Verspricht das Buch die Aussage?

 

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