Über Harlan Coben braucht man eigentlich nicht viel sagen. Ein Thriller Genie, Weltbestseller-Autor und Meister seines Faches, der an die vierzig Bücher geschrieben hat. Seine besondere Stärke sind seine Serien mit außergewöhnlichen Protagonisten. In diesem Fall der Privatermittler Wilde. Ein scheuer, introvertierter Mann, den man als Kleinkind alleine im Wald fand. Nie konnte er klären, wer seine Eltern waren und warum man ihn dort aussetzte. Doch jetzt plötzlich ergibt sich ein Treffer in einer der DNA-Datenbanken, eine Ahnenforschungswebsite, denen er seine eigene DNA zukommen ließ. Die prozentuale Übereinstimmung lässt vermuten, dass er seinen Vater gefunden hat. Doch welche Lawine von Verstrickungen und Todesfällen er damit auslöst, wäre ihm in Traum nicht eingefallen.
Was ich besonders an Cobens genialen Charakteren mag, ist das sie alle ein bisschen schräg sind, jedoch so liebenswert, dass man sich als Leser in die Familie aufgenommen fühlt. Jeder Coben ist es wert gelesen zu werden, doch mit der Wilde-Serie hat der Autor mal wieder den Vogel abgeschossen.
Zwerg Nase, eigentlich konnte ich mich kaum noch an dieses schöne Märchen erinnern. Verfilmt wurde die Geschichte wieder vom ZDF im Rahmen der Märchenperlen und von justbridge entertainment GmbH mit vielen anderen Studios auf DVD und Blue-Ray gebracht. Sehr zu erwähnen ist Mick Morris Mehnert, der den Zwerg Nase verkörpert und Daniel Zillmann, der einen verrückten vom Essen geradezu besessenen Fürsten spielt. Ich kann von den Märchenperlen nicht genug bekommen und wie es mir scheint auch nicht die hervorragenden Schauspieler. Denn man merkt direkt, wie viel Spaß sie beim Filmen haben.
Auf Bewährung ist ein Krimi, den man als dänischen Roman Noir bezeichnen könnte. Eine unglaublich gut durchdachte Geschichte, die das Leben des von Kindesbeinen kriminellen Danny beschreibt. Bei aller Düsternis des Gangsterviertels in Kopenhagen in dem die drei Freunde, Danny, Malik und Christian groß wurden, hat der Autor Jonas Bengtsson die Erzählung in einen so speziellen Schreibtstil verpackt, dass sie fast leicht vor sich her fließt.
Yosano Akiko wurde 1878 in Japan geboren. Eine Frau, die ihrer Zeit und ihrer Kultur lange voraus war. Sie war zu vergleichen mit Anita Augspurg 1857 geboren als Tochter eines Anwalts. Beide Frauen arbeiteten in den Geschäften ihrer Väter. Während Augspurg Juristin, Fotografin und eine Hauptfigur in der Frauenbewegung wurde, war Akikos Leben nicht weniger abenteuerlich. Sie bildete sich bereits in jungen Jahren im Eigenstudium in Literatur der großen Dichter Japans, um in späteren Jahren selbst zu einer Meisterin der Tanka-Gedichte, Essays und Manuskripte zu werden. Wobei für sie Frauenrechte, Frauenpolitik und ein gleichberechtigtes Verhältnis zwischen Frau und Mann als das natürlichste der Welt betrachtet wurde.



