Lutz Reigber Gastrezension: Lutz Reigber: Der Roman „Die irre Heldentour des Billy Lynn“ von Ben Fountain ist erst Ende 2013 in Amerika erschienen und schon 2016 verfilmt worden. Das aus gutem Grund, denn es entspricht der Zeit. Bei uns kommt der Film ab 2. Februar 2017 in die Kinos mit einer Starbesetzung Kristen Stewart, Chris Tucker, Garrett Hedlund, Vin Diesel, Steve Martin und Joe Alwin. Eine grandiose Verfilmung des dreifachen Oscar-Preisträgers Ang Lee, bekannt durch „Life of Pi“, „Brokeback Mountain“ und „Tiger und Dragon“.
Ein etwas ungewöhnlicher Thriller, denn es geht in erster Linie um Rufmord, eine Familiengeschichte und die Nöte und Ängste eines Detectives, dessen Leben mit dieser Kindesentführung völlig aus den Fugen gerät. Zwar sollte es das primäre Ziel sein, den achtjährigen Ben wiederzufinden, doch anscheinend interessiert die Nachbarschaft, die Presse und selbst die Familien nur eins: Ist Bens Mutter eine durchgedrehte Killerin. Sie war die Letzte, die Ben sah, denn er verschwand in den Wäldern bei einem gemeinsamen Spaziergang. Das anfängliche Mitgefühl für Rachel, eine Mutter, die völlig durchdreht, als ihr Sohn verschwindet, schlägt schnell um.
Eine neue, erfrischende Detective Inspektorin, das ist Kim Stone. Wild und unbändig mit einem Faible für schnelle Motorräder, die sie selbst zusammenbaut. Doch wie bei den meisten Thriller-Protagonisten gibt es etwas, was sie in ihrem Leben quält.Als sie nachts zu einem ausgebrannten Haus gerufen wird, geht es nicht um ein Brandopfer, Teresa Wyatt wurde in ihrer eigenen Badewanne ertränkt. Nur kurz Zeit später, werden eher durch einen Zufall, die Überreste eines kleinen Mädchen gefunden. Sie lag für Jahrzehnte vergraben in der Nähe eines ehemaligen Kinderheims und die Tote Teresa Wyatt hatte einmal mit diesem Kinderheim zu tun.
Der etwas andere Jahresrückblick auf 2016 mit den witzigsten, interessantesten, hintersinnigsten und besten Cartoons des Jahres in limitierter Auflage.
Mit dem Kommissar Gereon Rath hat der Autor Volker Kutscher eine Figur geschaffen, die so etwas wie der Durchschnittsmensch in den Zeiten des Naziregimes gelten kann. Mit seinem Beruf hat der Kommissar natürlich andere Möglichkeiten hinter die Kulissen der Politik und der Bevölkerung zu schauen als der Durchschnittsbewohner. Deshalb wirken diese Romane so authentisch, man spürt die Atmosphäre der Angst, der Erpressung und der gnadenlosen Indoktrination des Regimes. Spannend ist immer die Auseinandersetzung zwischen der Kriminalpolizei und der Gestapa (geheimes Staatsschutzamt). Persönliche Freundschaften zerbrechen durch Ideologien. Die Polizei des Reiches hat in diesen demokratisch rechtlosen Zeiten einen schweren Stand.
Einen Gruß aus den Küchen der Sterneköche schickt und serviert Autor. Er macht uns vertraut mit den Gewohnheiten der Haute Couisine und der dazugeörigen „Schaumschlägerei“. Dazu nimmt der Bestsellerautor eine gute Prise Spannung, mischt das Ganze mit ein bisschen Spionage und Action. Fertig ist ein gelungenes Werk, dass uns einen Blick hinter die Kulissen der professionellen Küche und das Wirken Köche ermöglicht. Natürlich kommt die Luxemburgische Küche nicht zu kurz. Wieder ein gelungenes Werk, dass Spannung und Information vermittelt.
Madame Picasso ist zwar ein fiktives Werk, dennoch wird sofort klar, wie intensiv die Recherchen von Anne Girard für dieses Werk waren. Mit liebevollen, wunderschönen Worten beschreibt sie die Geschichte von Eva Gouel, einer zurückhaltenden, jungen Polin, die Paris erobern will. Doch ihr zartes Wesen trügt, denn hinter dieser Frau steckt eine enorme Stärke, die mit ihrer Liebe und Entschlossenheit, aus Pablo Picasso wahrscheinlich erst den Künstler machte, der anschließend die Welt eroberte.
Mit drei neuen 2-Sterne-Adressen und 28 neuen 1-Stern-Häusern kommt die Ausgabe 2017 des Guide MICHELIN Deutschland am 2. Dezember in den Handel. Insgesamt liegt die Zahl der Restaurants mit einem oder mehreren Sternen jetzt auf dem neuen Höchststand von 292 Betrieben. Dies sind 17 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Dazu Michael Ellis, internationaler Direktor des Guide MICHELIN: „Die Entwicklung der deutschen Spitzengastronomie bleibt dank zahlreicher junger, innovations-freudiger Köche auf sehr hohem Niveau. Vielfach haben sie ihr Know-how in internationalen Top-Häusern erworben und stellen ihr Können jetzt als Küchenchefs in eigenen Restaurants unter Beweis. Damit tragen sie maßgeblich dazu bei, dass die deutsche Gastro-Szene zu den besten in Europa und der Welt zählt“, so Ellis weiter.
Südafrika vor dem Ende der Apartheit. Das ist die Zeit in die uns der Autor entführt. Es ist schwer sich diese Zeit vorzustellen. Menschen, nur weil sie Schwarz sind, als Kaffer oder Nigger zu bezeichnen und sie von normalen Berufen auszuschließen. Die beiden Figuren der Ermittler sind sehr gegensätzlich, doch aufeinander angewiesen. Sehr plastisch und manchmal sehr drastisch wie sie miteinander umgehen. Ein Kriminalroman der den Rassismus und das was er aus Menschen macht, verdeutlicht.
Es ist das Kino im Kopf das ausgelöst durch die Schilderung des Autors das Gefühl auslöst, mitten im Kampf der Kartelle zu stehen. Das hämmern der Tommy Gun zu hören und die Bosse nach dem sonntäglichen Gottesdienst zu belauschen. Meyer-Lansky als der Ober Boss beim Zigarettenkonsum zu betrachten wie er umgeben von Unterbossen tödliche Entscheidungen fällt die sofort umgesetzt werden. Grandios die Szenarien die Lehane entwickelt.