
Zwei ausgebrannt Detectives, Gabe Dickinson und Marta Rodriguez-Johnson, werden versetzt in die Abteilung Cold Cases, die eigens für sie gegründet wird. Ziel der Chefetage ist, die beiden kaltzustellen und einfach nur loszuwerden. Wer kann schon ahnen, dass in den beiden immer noch das kriminalistische Feuer brennt und sie sich ernsthaft vier zwanzig Jahre alten Mordfällen und einer Kindesentführung widmen. Alle fünf Fälle geschahen im gleichen Jahr und waren erstaunlicherweise Ermittlungen, die von zwei der besten Polizisten des Departments geführt worden waren. Zwei Polizisten, die eine der höchsten Aufklärungsraten hatten. Kaum suchen sie einen der beiden pensionierten Beamten zwecks Befragung auf, begeht dieser vor ihren Augen Selbstmord, sein Partner, mittlerweile dement und im Heim, sagt nur ein Wort: Tessa! Der Name des damals dreizehnjährigen Mädchens, das verschwand und niemals gefunden wurde.
Gin & Tonic das ultimative Handbuch gerade rechtzeitig zum neuen Boom des Gins. Frédéric du Bois und Isabel Boons haben ein Mammutwerk über Gin & Tonic zusammen getragen, welches als Handbuch für jeden abgeklärten Bartender zwischen New York und Berlin ein Muss ist. Beginnend mit der Geschichte von Gin, der Herstellung verschiedener Verfahren und der entsprechenden Zusätzen den Botanics, bis hin zum richtigen Glas und Mix. Überleiten zu den Tonics mit einleitenden Worten beginnend: „Ein Gin ohne Tonic ist undenkbar. Unbedacht irgendein Tonic zu verwenden, wäre dasselbe, wie einfach irgendein Benzin in den Tank seines Autos zu füllen!“
Eigentlich müsste man für die Kriminalromane des Franz Dobler eine eigene Kategorie erfinden. Mit dem Buch „Ein Bulle im Zug“ lässt er den psychisch angeschlagenen Kommissar kreuz und quer durch Deutschland fahren. Dabei fabuliert der Autor über Gott und die Welt. Auf jeder Seite bringt er neue überraschende Erkenntnisse und nähert sich nur allmählich der Aufklärung des Falles.
Mit dem Werk „Schlag ins Gesicht“ nähert er sich zügiger der Aufklärung des Falles der ihn zu dem ehemaligen Filmsternchen Simone Thomas bring. Dobler beleuchtet aber die siebziger und die Lebensweisen der damaligen Jugend. Einige werden sich noch daran erinnern wie es war mit Beatmusik, langen Haaren und der freien Liebe, ohne Aids. Spannende Kriminalliteratur auf sehr hohem Niveau. Man muss sich schon Zeit nehmen um einem Franz Dobler Krimi zu folgen.
Leckere Rezepte nach dem Autoimmunprotokoll. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich den Begriff Autoimmun schon mal gehört, konnte damit aber nichts anfangen. Ich bin ja gesund und es hat mich auch nicht interessiert.Als ausgebildeter Koch mit Weiterbildung in der Feinschmeckerküche, sicherlich daher mit einer gewissen Voreingenommenheit belastet, habe ich dieses Buch in die Hand bekommen und gedacht: „Ach schon wieder ein Diätkochbuch“.
Der Monaco-Krimi mit den Kommissaren Coco Dupont und Henri Valeri ist ein ruhiger, gut geschriebener Krimi, der nicht nur Einblick in das harte Artistenleben eines Zirkus gibt, er entführt den Leser auch in die reale Welt der Monegassen. Den Bürgern, die abseits von der Schickeria in diesem kleinen Staat leben.
Das Medium Kriminalroman ist faszinierend. Mit Spannung aufgeladene Gesellschaftsbeschreibung, wie es dieser vorliegende Roman zeigt, sind neben vielen anderen Gesichtspunkten möglich. Tote gibt es in den meisten Krimis. Aber die Art der Aufklärung, die Methoden der Ermittler, die Charaktere der Handelnden sind doch sehr unterschiedlich. Völlig anders ist die Ermittlungsarbeit der Japaner. Es ist erstaunlich welche Methoden sie ansetzen, wie das Zusammenspiel der Ermittler ist. Hierarchien spielen eine gewaltige Rollen.
Gerichte und Geschichten von Tanten und Typen aus Italiens Mitte. Ein Kochbuch, ein Lesebuch was ist es? „ So kocht Umbrien“. Es ist eine Liebeserklärung an Italiens Mitte Umbrien mit seiner Landschaft, den Menschen und der Küche.
Wir kennen die toughe Ermittlerin Conway und ihren Partner Moran bereits aus Tana Frenchs Thriller Geheimer Ort. Wissen, dass Conway nicht nur verbal zutreten kann, besonders wenn es um ihre Kollegen im Morddezernat geht. Eine Bande von Machos, die den einzigen weiblichen Detective lieber heute als morgen wieder loswerden möchten. Als Conway und Moran jedoch nach einer Nachtschicht einen Mord, der wie ein Beziehungsdrama anmutet, übernehmen müssen, wird aus dem Morddezernat in Dublin plötzlich ein psychotischer Hexenkessel. Tana French verwirrt nicht nur ihre Protagonisten mit dem Fall, sondern auch die Leser und zeigt, dass ein eigentlich einfacher Mordfall von einer fantastischen Autorin, zu einem monströsen Bollwerk aus Verleumdung, Verwirrung und psychischen Spielchen gemacht werden kann. Ein großartiges Buch, mit dem sich Tana French endgültig in die Hall of Fame der Thriller-Autoren geschrieben hat.
Gastrezension: Dr. Ulrike Bolte