Kategorie: Buchbesprechungen

Oxen Das erste Opfer, Band I der dänischen Trilogie von Jens Henrik Jensen

Niels Oxen der traumatisierter Elitesoldat, eine Art dänischer Rambo mit Anspruch, kämpft sich durch die Wälder des Königreichs und gegen die Intrigen eines sehr alten, gefährlichen Geheimbund, der schon im Mittelalter zu Zeiten des Danehofs in Nyborg existierte. Es ist ein ernster Thriller, der Faken mit Fiktion berührt und sowohl von den Grauen des Balkankrieges erzählt, als auch von den schmutzigen Geschäften der Politiker und deren Seilschaften.

Eine neue Trilogie aus Dänemark erobert mal wieder die Bestsellerlisten in Deutschland und Autor Jens Hendrik Jensen tritt in die Fußstapfen seiner berühmten Kollegen, wie Henning Mankell und Jussi Adler Olsen.

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Elke Nansen: Tödliche Leyhörn und ein Recherchereisebericht der Autorin

In ihrem 2. Werk der Ostfriesenkrimis legt die Autorin Nansen einen gewaltigen Zahn zu. Immer dann wenn die Ostblockmafia mit im Geschäft ist fliegen die Fetzen. Die Protagonisten Faber u. Waatstedt mitten drin. Auch für den sympathischen Opa Kurth, der sich immer mit guten Ideen einmischt wird es gefährlich. Unbekannte Strippenzieher, deren Gier, die Umwelt in der Nordsee in große Gefahr bringt, gehen scheinbar über Leichen. Die Autorin hat ein schönes Stimmungsbild der Ostseeküste um die Leyhörn gezeichnet. Im Anhang dieser Rezension schildert sie der Leserschaft ihre Eindrücke der Originalschauplätze.  Weiterlesen

Volker Klüpfel, Michael Kobr: Kluftinger

Endlich, darauf haben die LeserInnen des Allgäuer Autorenteams gewartet. Kommissar Kluftinger klettert wieder die Bestsellerlisten hoch und hat ein neues/altes spannendes Abenteuer im Gepäck. Kommissar Kluftinger ist in Lebensgefahr! Wir die Leserschaft wollten ja schon immer wissen wie der manchmal tollpatschige, zurückhaltende Klufti seine Erika für sich gewinnen konnte und wie sich Kluftinger als Opa so macht. Auch die berufliche Vita des Herrn Kommissars wird in diesem doch sehr persönlichen Romans geschildert. Ein Krimi der auch die wunderschöne Allgäuer Landschaft mit ihren Typischen Einwohnern nicht nur als Staffage beleuchtet. Weiterlesen

Alex Beer: Die rote Frau, Ein Fall für August Emmerich

Die rote Frau von Alex Beer

Auch das zweite Buch mit dem Rayonsinspektor August Emmerich ist eine absolute Krimiperle. Wieder gelingt es der Autorin ein absolut atmosphärisch dichtes Bild einer zerstörten Stadt und einer zerrissenen Gesellschaft zu zeichnen. Wien 1920, die Einen sterben, die Anderen feiern. Korruption und Standesdünkel blühen. Die überlebenden Soldaten, physisch und psychisch am Ende, werden manipuliert und für gewissenlose Konzepte missbraucht. Ein Roman der aufzeigt, wie diese Zeit das „1000 jährige Reich“ vorbereitet hat. Weiterlesen

Die Myron Bolitar Serie, Harlan Coben und ein Interview mit dem Autor

Der Preis der Luege von Harlan Coben

Welche ein Trio-Infernale sind doch Harlan Coben, Myron Bolitar und Winsor Horne Lockwood der Dritte.

Der amerikanische Autor Harlan Coben fing 1995 mit seiner Myron Bolitar Serie an. Er schrieb über die Jahre zehn Thriller mit dem sympathischen Sportagenten und Ex-Star-Basketball Spieler der NBA. In 2011 war dann erst einmal Schluss und dieses Jahr kam dann der Knaller. Es gibt einen neuen Bolitar Roman, Home, der im August 2018 bei Randomhouse unter dem Titel Der Preis der Lüge erscheinen wird.

Diese Serie ist unvergleichlich spannend, genial und sehr witzig! Fangen Sie mit Band eins an und ich garantiere Ihnen, sie lassen nicht locker, bis sie Band elf gelesen haben.

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Größer als das Amt, James Comey Ex-FBI-Direktor der USA

Auf der Suche nach der Wahrheit ist James Comey, der im Justizministerium unter George Bush arbeitete, der von Präsident Obama zum FBI-Direktor gemacht wurde und in beiden Jobs heikle Situationen regeln musste. Nicht immer waren diese beiden Präsidenten glücklich über seine Entscheidungen, doch es ging Comey immer um das Gesetz und der Einhalt der Gewaltenteilung, was sowohl Bush als auch Obama respektierten. Nicht so Trump, der Comey ohne Vorwarnung von seinem Posten als FBI-Direktor gefeuerte, weil dieser nicht bereit war, die Konstitution zu verraten und an Trumps mafiosen Bruderschaften mitzuwirken. Ein mutiges Buch, das einen Einblick in die amerikanisch Politik gibt und vor allem in die Machenschaften Präsident Trumps. Wenn einem nicht schon die Haare zu Berge stehen, wenn es um Donald Trump geht, dann nach diesem Buch. Mehr als lesenswert.

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Charles MacLean (HRSG): „WHISKYs DER WELT“, Destillieren, Marken, Touren und Raritäten

Dieses umfassende Werk über 650 Whiskys ist von keinem geringeren verkostet, probiert, zusammengestellt und herausgegeben worden, als von Charles MacLean, dem  ausgewiesenen Whiskykenner. Nicht umsonst hat ihn die Fachwelt den Titel „ Keeper of the Quaich“ verliehen, die höchste Auszeichnung der Whisky–Industrie, in Anerkennung seiner Verdienste um den schottischen Single Malt. Charles MacLean schreibt seit über 30 Jahren für viele führende Fachmagazine über Whisky und hat bereits 10 Bücher veröffentlicht, die mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert worden. Er war Gründungsherausgeber des „Whisky Magazin“ und arbeitet gleichzeitig als Dozent und Berater. Weiterlesen

Viktor Glass: Schüssler und die verschwundenen Mädchen

Ein Kriminalroman der auch ein Sozialreport sein könnte. Glass schildert die Lebens-u. Arbeitsbedingungen der Dienstmädchen, Mägde und der Arbeiter. Das das kein Zuckerschlecken war, sieht man daran, dass die Menschen nicht alt wurden. Krankheiten durch Unterernährung und Auszehrung waren Standard. Die sozialen Errungenschaften durch Gewerkschaften gab es noch nicht. Herrschaften machten sich diese Umstände zu nutze, und gingen gnadenlos mit der Dienerschaft um. Menschenhandel, ähnlich wie heute, nur nicht so international, gab es auch schon. Ein exellenter Einblick in das Jahr 1890 und dazu noch spannend.

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Susanne Goga: Nachts am Askanischen Platz

Das Cabaret des Bösen, das hier der Autorin zur Vorlage diente, gab es tatsächlich in Paris. Da wurden schaurige Stücke aufgeführt. Das ist aber nur die „Hintergrundmusik“ für eine Familientragödie die ihren Anfang im I. Weltkrieg nimmt. Was treibt einen Mann aus der ländlichen Ukraine nach der Weltstadt Berlin nachdem er ein Bild dieses Kabaretthauses gesehen hat. Goga gelingt es die Verhältnisse des Berlins, seiner Bewohner deutlich zu beschreiben. Die Situation der kleinen Leute, der Juden und des Theatervolks werden deutlich gemacht. Die gute alte Zeit war gar nicht gemütlich, oder nur für wenige.

 

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Dieter Aurass: Frankfurter Schattenjagd

Ein was wäre wenn, Roman. Was wäre, wenn es 1989 nicht nur in Tschernobyl zu einer Reaktorkatastrophe gekommen und es in 200 ähnlichen Reaktoren in China Japan, Korea, Indien und Pakistan zu einem Super GAU gekommen wäre. Aurass setzt fiktiv eine riesige Völkerwanderung nach Europa in Bewegung. Die Folgen beschreibt er intensiv. Dabei macht er Frankfurt zur Europäischen Hauptstadt und setzt eine internationale Polizeitruppe ein, um verbrecherische Organisationen, die natürlich mit eingewandert sind, zu bekämpfen. Interessante Gedankenspiele die auch die heutige Situation der Einwanderung beleuchten. Kriminalromane, zumal spannende, wie dieser, decken auch diese Themen ab. Weiterlesen