
Maarten S. Sneijder, der wohl skurrilste Profiler des BKA ist in großen Nöten. Er glaubt, fast alle seines Teams verloren zu haben, vor allem Sabine Nemez, sein Eichkätzchen. Er sah die junge BKA-Beamtin in einem Schiffswrack untergehen. Oder auch nicht? Denn als er gerade aufgeben will, erhält er einen kurzen Telefonanruf und ist sich sicher, das war Nemez. Danach gibt es kein Halten mehr, ein neues Team wir zusammengestellt und die Schnitzeljagd der Suche ihres Aufenthaltsorts beginnt. Gut das Sneijder wenigsten den Interimschef Drohmeier als Verstärkung hat. Zeitgleich werden ein Richter und fälschlicherweise die Freundin der Tochter von einem Campingplatz entführt. Schnell wird klar, das Verbrechen steht im Zusammenhang mit Nemez Verschwinden. Und an der Stelle trifft Sneijder auf den Vater des entführten Mädchens, Kommissar Pulaski aus Leipzig. Damit vereint Andreas Gruber die Protagonisten von zwei seiner Serien zu einem schlagkräftigen Team.
Buch sieben der BKA-Reihe wird mit der Rache-Serie um Kommissar Pulaski gekreuzt, so wie man das schon bei den CSI-Serien im Fernsehen miterleben durfte. Für Fans von Andreas Gruber ein echtes Bonbon. Wer die Pulaski Serie jedoch nicht kennt, erlebt einen siebten Sneijder und wird erleichtert feststellen, dass bestimmt noch ein achter Teil folgen wird. Denn diese Serie ist immer gute Thriller-Unterhaltung.
Was für eine Geschichte vom erfolgreichen Kommissar in Paris zum Champagnerwinzer. Ich als Weinfreund, der immer damit geliebäugelt hatte, ein eigenes Weingut zu besitzen, bin natürlich tierisch neidisch auf Le Commissaire Cédric Bressons und sein Glück, eine Champagnerwinzerin geheiratet zu haben und jetzt den schwierigen Weg gehen muss, sich vom Schwiegervater zum Winzer umschulen zu lassen – müssen. Ich hätte es auch gewagt. Carlo Feber ist mit dieser Idee, ein Kommissar als Champagnerwinzer, mit der Hauptfigur Cédric Bressons, ein interessanter Auftakt gelungen.
Besser kann man es nicht machen und auch noch pünktlich zur Urlaubssaison für unsere Nordsee- oder Ostseeküste – Urlaubslektüre. Es ist wieder da, das neuste Buch von Elke Nansen „Tödliches Ostfriesenherz“. Man muss es einfach lesen! Ja! Jetzt sitze ich hier und möchte eine Rezension schreiben über das 13. Werk in der Reihe von Elke Nansens Tödlichen Ostfrieslandkrimis und mir fällt nur ein Satz ein, um alles zu sagen: Man muss es lesen! Auch will ich nicht irgendwelche Superlative aufrufen, wie genial, ihr bestes Werk, sie hat sich wieder selbst übertroffen. Das wäre zu einfach und auch ungerecht ihren 12 anderen Büchern und den hoffentlich folgenden gegenüber. Alle ihre Bücher sind in der Machart und Themenbesprechung etwas Besonderes und man sollte sich die Zeit nehmen, auch alle mal zu lesen. Elke Nansen schafft es immer wieder, heikle, sozialkritische Themen, die das Leben schreibt, in ihren leicht morbiden Kriminalromanen zu verarbeiten. Eigentlich ist es ein Lese-Muss.

