Rote Ikone

Rote Ikone ist schon der sechste Fall für Inspektor Pekkala, der im Russland während des Ersten und Zweiten Weltkriegs spielt. Inspektor Pekkala ist eigentlich Finne, doch durch die Großzügigkeit des Zaren wird aus dem jungen Mann schnell der wichtigste Geheimdienstler seiner Majestät, genannt das Smaragdauge. Er steht dem Zaren mit Rat und Tat zur Seite, besonders als eine der wichtigsten Ikonen Russlands gestohlen wird. Es ist nicht nur einfach ein Bild, es ist ein Heiligtum. Damals konnte die Ikone nie wiedergefunden werden, doch kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs stolpert ein Rote Armee Soldat ausgerechnet auf deutschem Boden über das Bild. Stalin beauftragt keinen geringeren als Inspektor Pekkala, um erneut herauszufinden, wie die Ikone auf deutsches Gebiet gelangte.

Was für eine fantastische Erzählung, ein Krimi mit geschichtlichem Hintergrund und enormer Atmosphäre. Spannend, interessant, mit wunderbarem Erzählstil und vor allem mit riesigem Suchtpotenzial. Mir wird nichts übrig bleiben, als die anderen fünf Pekkala Krimis auch zu lesen.

Fotocopyright: Robert McNamara

Sam Eastland ist das Pseudonym des amerikanischen Schriftstellers Paul Watkins, geboren 1964, der sich auch mit literarischen Werken einen Namen gemacht hat. Seinen ersten Roman veröffentlichte er im Alter von sechzehn Jahren. Mit seiner Familie lebt er in Hightstown, New Jersey.

 

 

Der Diebstahl der berühmtesten Ikone, Der Hirte, kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs war einer der Fälle, die Pekkala, genannt Smaragdauge, nie lösen konnte. Der Mythos erzählte, dass das Glück und der Erfolg der Zaren immer eng mit der Ikone verbunden waren. Daher verbiss sich der Inspektor in den Fall und das hätte ihm damals fast das Leben gekostet. Der Zar jedoch befahl ihm, den Fall ruhen zu lassen. Wie es schien, war der Täter, ein Priester gefunden. Der behauptet, die Ikone verbrannt zu haben. Auch wenn Pekkala seine Ermittlungen stoppte, obwohl er das Geständnis anzweifelte, so vergaß er doch nicht den Attentäter, der ihn mit einem Schlachtermesser fast getötet hatte.

Dreißig Jahre später ist Pekkala wieder im Dienst der Gerechtigkeit, jetzt jedoch auf Anweisung seines neuen Herrn, Stalin. Als ein russischer Soldat bei Vormarsch auf Berlin plötzlich regelrecht über die Ikone stolpert, beginnen die Ermittlungen von vorne. Stalin will von Pekkala wissen, wie die Ikone damals nach Deutschland kam und was wirklich hinter Machenschaften der Zarin und vor allem Rasputin steckten. Welche Rolle spielten die beiden beim Verschwinden der Ikone?

So macht sich Inspektor Pekkala mit Major Kirow und ihrem braven Fahrer Zolkin auf, eines der größten Geheimnisse Raputins und der Romanovs aufzudecken.

Sam Eastland versteht es einfach zu erzählen und irgendwie merkt man ihm auch eine gewisse Liebe zu Russland an. Großartige Unterhaltung, denn der Autor erzählt nicht nur einen Krimi, er verwebt viele kleine Geschichten in Zeiten großer Ereignisse. Verpassen Sie auf keinen Fall die Serie um Inspektor Pekkala.

Rote Ikone, Sam Eastland, Knaur, Taschenbuch, Seiten 365, ISBN 978-3-426-52211-0, Euro 10,99 Euro.

 

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