
Tana French kehrt erneut zurück nach Irland und zu Cal Hooper, dem ehemaligen US-Cop, der sich hier zu Ruhe gesetzt hat. Mittlerweile ist er einigermaßen akzeptiert, doch wird immer ein Fremder bleiben. Doch das ist Cal ganz recht, denn das kleine Dorf mit seinen scheinbar naiven Einwohnern hat eine wesentlich komplexere Struktur und dunkle Geheimnisse. Cal reicht es am Rande zu stehen, solange man nichts gegen seine Verbindung zu Trey hat. Einer Jugendlichen aus zerrütteter Familie, die ihm wie eine Tochter ans Herz gewachsen ist. Da er ebenfalls eine liebevolle Beziehung zu der verwitweten Lena führt, kommt auch niemand auf dumme Gedanken, wenn Trey ihn täglich besucht. Sie lernt bei ihm das Schreinern und eine Art Erziehung, was den Umgang mit Menschen angeht. Soweit wäre alles in bester Ordnung, würde nicht eines Tages Treys Vater Johnny wieder auf der Matte stehen. Der charmante Kleinkriminelle verließ seine Frau mit den vier Kindern vor Jahren und steht plötzlich vor ihrer Tür, mit der größten Geschäftsidee seines Lebens. Leider involviert er damit das ganze Dorf und wie im Rausch scheint ihm jeder auf den Leim zu gehen. Auch Trey lässt sich von Johnny vereinnahmen. In dem Moment kann sich Cal nicht mehr raushalten, was ihm in diesem Dorf nicht gut tun wird.
Auch der zweite Teil um Cal Hooper lebt von den Charakteren der Dorfbewohner, der manchmal gruseligen Dynamik ihres Handelns und den klaren Strukturen, die Fremde nie überschreiten sollten. Als Leser wollte ich zwischendrin Hooper warnen, aufhalten, aber für seine Trey, die ihm wie eine Tochter ans Herz gewachsen ist, würde er fast alles tun. Nur gut das seine Lena den Überblick nicht verliert. Tolle Geschichte, tolles Buch! Weiterlesen
Eine verschwundene Ehefrau, zwei korrupte Brüder im Drogenmilieu, das neue Buch des Großmeisters des deutschen Politthrillers. „Nacht der Verräter“! Der Verräter ist die Person, die das Vertrauen Anderer missbraucht, um interne oder vertrauliche Informationen an Dritte weitergibt. Der Verrat entsteht meist durch persönliche Demütigung, aus wirtschaftlichem Interesse oder politischer militärischer Beeinflussung. Es gibt auch den Verrat aus Nötigung. Der Verräter stellt seine persönlichen Interessen über die Loyalität seines Berufsethos und Arbeitsleben zu seinem persönlichen oder wirtschaftlichen Nutzen.
Zugegeben, es ist eine Weile her, dass ich mich mit Kinderbüchern beschäftigt, beziehungsweise aus Kinderbüchern vorgelesen hatte. Als ich allerdings die Autorin Susanne Layes-Schwarz auf der Buchmesse traf, war meine Neugier geweckt. Layes-Schwarz Freude darüber, dass sie auf der Buchmesse war und ihre Begeisterung, mit der sie über ihr Buch sprach, war ansteckend.
Ein Leitfaden für Auswahl, Anordnung und Pflege von Objekten in Ihrem Zuhause. Mit seinen Gedanken und Vorurteilen sollte man vorsichtig sein. Zu schnell fällt man ein Vorurteil und schon liegt man völlig falsch. Das ging mir bei diesem Titel und der Autorin so. Als ich die Ankündigung las, eine Schwedin hat das Möbel-Handbuch herausgebracht, war mein erster Gedanke, jetzt gibt der bekannteste schwedische Möbelhersteller noch ein Leitfaden zu seinen Möbeln heraus, brauchen wir das? Ich lag völlig falsch. Ich bin eines Besseren belehrt worden. Ein Blick ins Buch, etwas angelesen erkennt man sehr schnell, hier steckt nicht der Möbelhersteller dahinter, sondern Frida Ramstedt. Sie weiß wovon sie schreibt, bringt Licht in unseren Möbelwust, will mit diesem Möbel-Handbuch uns eine Hilfestellung geben in den Überlegungen, Planungen, Auswahl, Kaufhilfen und Entscheidungshilfen zur besseren Einrichtung, bis hin zur Pflege und Nachhaltigkeit.
Ein Jugendbuch, das auch für Erwachsene sehr lesenswert ist. Lesenswert deshalb, weil es die Leserschaft zwingt über das Gelesene zu reflektieren und um festzustellen ob das auch lustig war. Manche Geschichten sind auch nicht leicht zu verstehen. Da gibt es eine Geschichte mit Luftballons einer Partei die die Protagonisten geschickt hinterfragen. Selten werden solche Dinge in Kinder-Jugendbücher so verarbeitet. Schade auch, denn man sollte jungen Menschen auch die Gelegenheit geben zu hinterfragen und Dinge von mehreren Seiten zu betrachten.
Wenn man eine Vorliebe für heiße Schokolade, Helden, Mut und Neuanfänge hat, ist dieses Buch wie für einen geschrieben.
Viktoria Fuchs´s erstes Kochbuch hat sie unter dem Titel „Fuchsteufelswild“ herausgebracht. Der Fuchs gilt als schlau und listig. Teufelswild ist aufgeregt und hitzig. Jetzt frage ich mich bei dem Titel „Halb so Wild“ ist Viktoria Fuchs zahm geworden? Hier muss ich Viktoria aus dem Vorwort in ihrem Buch zitieren: Viele von euch fanden Fuchsteufelswild großartig und inspirierend, aber manchmal auch herausfordernd mit den vielen Zutaten und den nicht immer ganz einfachen Zubereitungsweisen. Weil es mein Ziel ist, dass sich unsere Gerichte auch wirklich ohne großen Aufwand zu Hause umsetzen lassen. … halb so viele Zutaten, halb so schwierig kochen, halb so wild. Welch hervorragende Erkenntnis – nicht so kompliziert, keine überbordende Zutatenlisten – einfach, leicht und locker, nachvollziehbar – „Halb so Wild“.
Anne Tyler versteht es auf bewundernswerte Weise gewöhnliche, alltägliche Situationen durch ihre intensiven Beobachtungen in etwas Außergewöhnliches und Fantasievolles zu verwandeln. So geschehen in „Drei Tage im Juni“. Und obwohl sie nicht mehr als 240 Seiten dafür benötigt, ihre – beziehungsweise Gails – Geschichte zu erzählen, ist am Ende alles gesagt. Weil sie nicht nur genau hinschaut, sondern auch präzise formuliert. Keine Sorge, es liest sich nicht etwa wie die Klageschrift eines Anwaltes. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte von Gail, stellvertretende Direktorin einer Mädchenschule, ist in der Mittelschicht angesiedelt, also bekanntes Terrain für die meisten Leser: innen, und Tyler versteht es, mit ihren wunderbaren 