Alle Artikel von Lutz Reigber

Sonia Purnell, Eine gefährliche Frau, Die Geschichte von Virginia Hall, der meistgesuchten Spionin des zweiten Weltkrieges

Eine Rezension zu schreiben ist immer eine Herausforderung! Mit eigenen Worten das Wichtigste zu formulieren und doch nicht zu viel preiszugeben. Jetzt liegt mir das Buch von Sonia Purnell auf dem Schreibtisch, auf der Rückseite nur ein sehr kurzer Text: Virginia Hall: Eine mutige Frau kämpft allen Widerständen zum Trotz gegen Nazideutschland und für die Freiheit. Darunter: „Herausragend – so spannend wie ein Thriller. Man kann dieses Buch kaum aus der Hand legen“.

New York Times. The Book of the The Year: Amazon – New York Public Library – Seattle Times – Washington Independent Review of Books – Minneapolis Star Tribune – BookBrowse – Spectator – Times of London. Muss man da noch eine Rezension schreiben?

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Annabel Abbs, Miss Elizas englische Küche, „Wie das erste, moderne Kochbuch entstand“

Eine wahre Geschichte über eine besondere Freundschaft. Verwundert und etwas sprachlos habe ich den Titel gelesen. Im Volksmund spöttisch bekannt: „Die gute englische Küche!“ gemeint ist genau das Gegenteil. (pers. Anmerkung: das hat sich extrem geändert. Zurzeit kommen die besten neuen Küchenideen und Innovationen, mit sehr hoher Qualität, aus Great Britain). Und nun soll eine junge Dame, um 1830, das erste wirklich brauchbare Kochbuch geschrieben und zusätzlich die Küche revolutioniert haben? (pers. Anm.: was ist in der Zwischenzeit passiert? Wo ist die Küche abhandengekommen?)

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Julie Clark, Der Plan, Zwei Frauen. Ein Ziel. Ein gefährliches Spiel

Geballte Frauenpower. Wenn zwei Frauen sich zusammentun, haben sie Macht. Wer ist Freund oder Feind? Was ist gerecht oder führt zur Gerechtigkeit. Das zweite Buch von Julie Clark, die mit ihrem Erstlingswerk „Der Tausch“ auf Anhieb als Nummer eins der Spiegel-Bestsellerliste gestartet ist, da muss und kann dieses Buch „Der Plan“ nur anschließen.

 

 

 

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Die Buchhändlerin, Macht der Worte, Ines Thorn Band 2

Ist es gut, wenn emanzipierte Männer Bücher von emanzipierten Frauen lesen. War meine Frage bei der Einleitung zum ersten Teil von Ines Thorns Roman „Die Buchhändlerin“. Und am Ende schrieb ich, dass ich es schade finde, dass das Buch zu Ende war. Ich hätte gerne mehr erfahren, von der Geschichte und wie die Entwicklung und Wünsche der Protagonisten weiter gehen. Mein Bitten ist erhört worden und Ines Thorn hat die Fortsetzung mit „Die Macht der Worte“ geschrieben. Mit großen Erwartungen und Freude habe ich die Geschichte über den Werdegang und den Wünschen einer jungen Frau vom Ende des Nationalsozialismus bis in die fünfziger Jahre und nun bis zum Ende der 60ziger Jahre weiterverfolgt. Ich wurde nicht enttäuscht.

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Austern Surprise, Lili Andersen, -Die Inselköchin ermittelt-

Ein Nordsee-Krimi oder eine Liebe zu Pellworm! Nach dem König Minos wird die bronzezeitliche Kultur Kretas als minoisch bezeichnet. Sie gilt als die älteste Hochkultur Europas von 2600 bis 1450 vor Christi. Pellworm, Nordfriesische Insel. Wer mit den Gezeiten lebt und die immer wiederkehrenden Sturmfluten kennt, mal stärker mal schwächer, weiß, dass dadurch die Inseln in ständiger Veränderung sind, bis hin dass Teile der Inseln untergehen und mit ihnen sogar ganze Ortschaften. Auch wenn es wenig oder nichts Schriftliches darüber gibt, so bleiben die mündlichen Überlieferungen als Legenden bestehen. Und schon als Kind habe ich solche Geschichten geliebt. In Lili Andersen neuen Roman „Austern Surprise“ geht es um so eine Legende: haben die Minoir mit der versunkenen Stadt Rungholt einen Handel betrieben. Unter den Archäologen gibt es zwei unterschiedliche Meinungen. Rungholt ist im Jahre 1362 bei einer Sturmflut untergegangen.

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New Wave Wine, Europas Winzer für die Zukunft, Janek Schumann, Wolfgang Staudt

Da lese ich gerade das Buch, von dem Mann, der als einer der besten Weinkenner Deutschlands gilt, er war jahrelang Chefredakteur des Vinum, von seinem Versuch einen eigenen Weinberg zu besitzen und einen großen Wein zu produzieren. Es ist ein herrlich ehrliches Buch. Es handelt vom Scheitern eines Weinkenners und der daraus resultierenden Demut und Respekt vor den Winzern, die es schaffen, jedes Jahr einen sehr guten Wein zu produzieren. Warum erwähne ich das? Um sein Scheitern zu begreifen, geht, jetzt erwähne ich doch mal seinen Namen, Carsten Sebastian Henn zu den, seiner Meinung nach, besten Weingütern Deutschlands, die, wie zu lesen ist meistens von der jüngeren Generation schon übernommen oder beeinflusst werden und hilft mit im Weinberg. Vom Binden der Triebe, dem Ausbrechen, dem Weinschnitt und der neuen Bewirtschaftung im Bioweinbau. Richtig gelesen. Winzer, die nicht die Abkehr vom konventionellen Weinbau betreiben, werden die Zukunft verpassen. Warum erwähne ich Herrn Henn. Ich habe jetzt das Buch von Janek Schuhmann und Wolfgang Staudt in der Hand „New Wave Wine“, Europas Winzer der Zukunft! Und was finde ich darin, genau die Winzer die Herr Henn besucht, sind im Buch von Janek Schuhmann und Wolfgang Staudt. Das ist kein Zufall, das von drei Personen, die sich auskennen müssen, die Empfehlung kommt.

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Curry, die 120 besten Rezepte von Indien bis Afrika, Vivek Singh

The Guardian: Die besten Currys aller Zeiten: Curry als Gewürz und später als süßlich, scharfes Gericht mit Lamm oder Geflügel und Früchten verfeinert haben die britischen Koloniallisten von Indien mit nach England und somit nach Europa gebracht. Doch wer mal den indisch-asiatischen Raum bis hin in die Südsee bereist hat, wird sie kennen, die Buden oder Garküchen an den Straßen oder besser gesagt, an den noch nicht mal befestigten Wegen. Zum Teil sehen sie auch nicht vertrauenserweckend aus, aber genau da, ja richtig genau da, sollte man hingehen und das „Curry of he day“ genießen. Die Zutaten sind meistens nicht zu erfahren, ein Curry of the day, ist eine Mischung von dem was man hat. Sie werden überrascht sein, wie köstlich es schmeckt und dass es keine Verdauungsprobleme gibt. Denn alles was richtig durchgegart ist, verträgt unser Organismus. Ich bin nie enttäuscht worden und würde sie auch jederzeit dort mit hinnehmen. Allein das Verbreitungsgebiet mit den vielen ethnischen Unterschieden zeigt die Vielfältigkeit von Currys.

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Einfach griechisch Kochen, Katerina Dimitriadis, Käts Lieblingsrezepte aus ihrer Heimat

Haben sie gewusst, dass der deutsche touristische Aufschwung auf Mallorca erst eingetreten ist, nachdem sich ein spanischer Gastronom nach Deutschland begeben hatte, dort die deutsche Kultur und Gastronomie sich angesehen hatte und daraufhin in seinem spanischen Lokal Schnitzel und deutsches Bier anbot. Von da ab war der Zustrom der deutschen Urlauber nicht mehr zu stoppen. Die Erkenntnis daraus ist, auch wenn wir in die Fremde reisen, wollen die Menschen trotzdem ihre Heimatküche genießen. Umgekehrt und daher auch dieses Buch ging es Katerina Dimitriadis. Ihre Eltern sind als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Die Mutter hat die griechische Küche ihrer Heimat weiter gekocht. Katerina Dimitriadis nennt sich selbst Kät. Dann machen wir das jetzt auch. Also, Kät aufgewachsen in Deutschland, wollte als junges Mädchen, genauso wie ihre deutschen Freundinnen, lieber Schnitzel als griechische Küche.

Erst die Besuche in der Heimat ihrer Eltern, bei den Großeltern haben sie zu ihrer eigentlichen Herkunft gebracht. Und daher ihre Liebe und Heimatverbundenheit zur griechischen Küche.

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Tacos, Burritos und Co., Thomasina Miers

Mexikanische Küche für Zuhause: Bekannt ist die mexikanische Küche für Tacos, Burritos, Salsa und Guacomole. Dann steht das auch noch als Buchtitel. Doch wer dieses Lebenswerk von Thomasina Miers liest, so muss man dieses Buch bezeichnen, es ist von Thomasina Miers eine Liebeserklärung an die mexikanische Küche, ist überrascht, wie vielfältig die mexikanische Küche ist und nicht nur aus Tacos und Burritos besteht.

 

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Frische Gemüseküche, James Strawbridge

Grüner Genuss nach Jahreszeiten – Anbau, Verarbeitung und mehr als 135 Rezepte.

James Strawbridge ist zur Gemüseküche gekommen, weil er auf einem kleinen Hof aufgewachsen ist. Auf einem kleinen Hof war man früher Selbstversorger. Und wer sich mit eigenem angebautem und geerntetem Gemüse und Obst auskennt, weiß, man hat auf einmal von der jeweiligen Sorte viel zu viel. Da schießt der Salat hoch. Die Bohnen, die im Übermaß geerntet werden müssen, damit sie bei Überreife nicht hart und trocken werden. Die Kohlrabis in Reih und Glied, die man ernten muss, bevor sie holzig werden. Oder die Gurken und Zucchini, die immer größer werden, dann aber an Geschmack verlieren. Natürlich freut man sich in der Jahreszeit, wenn man das jeweilige erste Gemüse oder Obst ernten kann. Ich kenn es noch aus eigner Erfahrung, dass wir Geschwister uns gestritten haben, wer die ersten Radieschen ernten durfte. Oder die ersten Süßkirschen hatten keine Chance reif zu werden, da waren sie schon in einem unserer Mäuler verschwunden. Doch dann kommt die Zeit des Übermaßes und jeden Tag Bohnen nach dem gleichen Rezept hat man schnell über. Hier ist dann Kreativität gefragt mit neuen, originellen, geschmackvollen Rezepten bis hin zur Haltbarmachung für Später oder wie es bei uns zu Hause war, für den Winter.

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