Eine Rezension zu schreiben ist immer eine Herausforderung! Mit eigenen Worten das Wichtigste zu formulieren und doch nicht zu viel preiszugeben. Jetzt liegt mir das Buch von Sonia Purnell auf dem Schreibtisch, auf der Rückseite nur ein sehr kurzer Text: Virginia Hall: Eine mutige Frau kämpft allen Widerständen zum Trotz gegen Nazideutschland und für die Freiheit. Darunter: „Herausragend – so spannend wie ein Thriller. Man kann dieses Buch kaum aus der Hand legen“.
New York Times. The Book of the The Year: Amazon – New York Public Library – Seattle Times – Washington Independent Review of Books – Minneapolis Star Tribune – BookBrowse – Spectator – Times of London. Muss man da noch eine Rezension schreiben?
Eine wahre Geschichte über eine besondere Freundschaft. Verwundert und etwas sprachlos habe ich den Titel gelesen. Im Volksmund spöttisch bekannt: „Die gute englische Küche!“ gemeint ist genau das Gegenteil. (pers. Anmerkung: das hat sich extrem geändert. Zurzeit kommen die besten neuen Küchenideen und Innovationen, mit sehr hoher Qualität, aus Great Britain). Und nun soll eine junge Dame, um 1830, das erste wirklich brauchbare Kochbuch geschrieben und zusätzlich die Küche revolutioniert haben? (pers. Anm.: was ist in der Zwischenzeit passiert? Wo ist die Küche abhandengekommen?)
Geballte Frauenpower. Wenn zwei Frauen sich zusammentun, haben sie Macht. Wer ist Freund oder Feind? Was ist gerecht oder führt zur Gerechtigkeit. Das zweite Buch von Julie Clark, die mit ihrem Erstlingswerk „Der Tausch“ auf Anhieb als Nummer eins der Spiegel-Bestsellerliste gestartet ist, da muss und kann dieses Buch „Der Plan“ nur anschließen.

Da lese ich gerade das Buch, von dem Mann, der als einer der besten Weinkenner Deutschlands gilt, er war jahrelang Chefredakteur des Vinum, von seinem Versuch einen eigenen Weinberg zu besitzen und einen großen Wein zu produzieren. Es ist ein herrlich ehrliches Buch. Es handelt vom Scheitern eines Weinkenners und der daraus resultierenden Demut und Respekt vor den Winzern, die es schaffen, jedes Jahr einen sehr guten Wein zu produzieren. Warum erwähne ich das? Um sein Scheitern zu begreifen, geht, jetzt erwähne ich doch mal seinen Namen, Carsten Sebastian Henn zu den, seiner Meinung nach, besten Weingütern Deutschlands, die, wie zu lesen ist meistens von der jüngeren Generation schon übernommen oder beeinflusst werden und hilft mit im Weinberg. Vom Binden der Triebe, dem Ausbrechen, dem Weinschnitt und der neuen Bewirtschaftung im Bioweinbau. Richtig gelesen. Winzer, die nicht die Abkehr vom konventionellen Weinbau betreiben, werden die Zukunft verpassen. Warum erwähne ich Herrn Henn. Ich habe jetzt das Buch von Janek Schuhmann und Wolfgang Staudt in der Hand „New Wave Wine“, Europas Winzer der Zukunft! Und was finde ich darin, genau die Winzer die Herr Henn besucht, sind im Buch von Janek Schuhmann und Wolfgang Staudt. Das ist kein Zufall, das von drei Personen, die sich auskennen müssen, die Empfehlung kommt.
The Guardian: Die besten Currys aller Zeiten: Curry als Gewürz und später als süßlich, scharfes Gericht mit Lamm oder Geflügel und Früchten verfeinert haben die britischen Koloniallisten von Indien mit nach England und somit nach Europa gebracht. Doch wer mal den indisch-asiatischen Raum bis hin in die Südsee bereist hat, wird sie kennen, die Buden oder Garküchen an den Straßen oder besser gesagt, an den noch nicht mal befestigten Wegen. Zum Teil sehen sie auch nicht vertrauenserweckend aus, aber genau da, ja richtig genau da, sollte man hingehen und das „Curry of he day“ genießen. Die Zutaten sind meistens nicht zu erfahren, ein Curry of the day, ist eine Mischung von dem was man hat. Sie werden überrascht sein, wie köstlich es schmeckt und dass es keine Verdauungsprobleme gibt. Denn alles was richtig durchgegart ist, verträgt unser Organismus. Ich bin nie enttäuscht worden und würde sie auch jederzeit dort mit hinnehmen. Allein das Verbreitungsgebiet mit den vielen ethnischen Unterschieden zeigt die Vielfältigkeit von Currys.
Haben sie gewusst, dass der deutsche touristische Aufschwung auf Mallorca erst eingetreten ist, nachdem sich ein spanischer Gastronom nach Deutschland begeben hatte, dort die deutsche Kultur und Gastronomie sich angesehen hatte und daraufhin in seinem spanischen Lokal Schnitzel und deutsches Bier anbot. Von da ab war der Zustrom der deutschen Urlauber nicht mehr zu stoppen. Die Erkenntnis daraus ist, auch wenn wir in die Fremde reisen, wollen die Menschen trotzdem ihre Heimatküche genießen. Umgekehrt und daher auch dieses Buch ging es Katerina Dimitriadis. Ihre Eltern sind als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Die Mutter hat die griechische Küche ihrer Heimat weiter gekocht. Katerina Dimitriadis nennt sich selbst Kät. Dann machen wir das jetzt auch. Also, Kät aufgewachsen in Deutschland, wollte als junges Mädchen, genauso wie ihre deutschen Freundinnen, lieber Schnitzel als griechische Küche.
Mexikanische Küche für Zuhause: Bekannt ist die mexikanische Küche für Tacos, Burritos, Salsa und Guacomole. Dann steht das auch noch als Buchtitel. Doch wer dieses Lebenswerk von Thomasina Miers liest, so muss man dieses Buch bezeichnen, es ist von Thomasina Miers eine Liebeserklärung an die mexikanische Küche, ist überrascht, wie vielfältig die mexikanische Küche ist und nicht nur aus Tacos und Burritos besteht.