Ein berührendes Bilderbuch über Freundschaft und den Spaß am Teilen für Kinder ab 3 Jahren. Ein kleiner Wal, eine große Reise durchs Meer und viele Dinge, die einfach nicht fair sind.
Die Wale wandern immer in Gruppen von gemäßigten Zonen in kältere und umgekehrt. Immer auf der Suche nach den besten Weidegründen. Diesmal begleitet der kleine Wal seine Mutter. Neugierig und unternehmungslustig will der kleine Wal die Gruppe gleich anführen. Er schwimmt eiligst nach vorne, doch da ist seine Freundin Frida schon. Enttäuscht zieht er zurück. So geht es ihm in vielen Situationen. Als der kleine Wal das Seegras entdeckt und von der Schildkröte auf dem Arm genommen wird. Doch am Ende stellt er fest, dass alles halb so schlimm ist: Vom Seegras ist genügend da und man kann es genauso gut teilen, wie die Mama, die hat schließlich zwei Flossen, so dass Frida dazu gehört. Überhaupt ist Freundschaft und Vertrauen viel wichtiger, als etwas für sich allein zu haben.
Gibt es etwas schöneres, als einen eignen Garten zu haben? Zu sähen, zu Pflanzen, zu Zusehen wie die Pflanzen wachsen und dann den ganzen Sommer über zu Ernten. Die ersten Früchte gepflückt und direkt in den Mund gesteckt. Das erste Radieschen gezogen, kurz mit den Fingern von der Erde befreit und die frische Schärfe probiert. Gelungen und einladend ist die Einladung zu dem eigenen Garten: Hast du schon einmal deine Hände in die Erde gesteckt? Nein? Das fühlt sich nämlich richtig gut an! Du kannst dabei klarer denken, fühlst dich glücklicher und genießt ganz den Moment.
Zusatztitel: Was eine gesunde Ernährung zur Rettung des Planeten beiträgt! Wow, was für ein Wissen, wie belesen ist dieser Volkmar Nüssler? Allein die Liste der Quellangaben ist sechs Seiten lang, in minimal Schriftgröße und keinen Zeilenabstand. Da
Omas, Opas, Tanten, Onkels und Eltern aufgepasst: Hier ist der Tipp für das nächste Geschenk für die Enkel, Nichten, Neffen und Kinder. Fazit: Zugreifen! Sind wir doch mal ehrlich, steht man in einer Buchhandlung vor dem Bücherregal für Kinderbücher, ist man leicht überfordert, welches Kinderbuch passt zu welchem Alter. Ich sage ihnen, dieses Buch passt zu jedem Alter, selbst ich mit weit über sechzig habe mich riesig an den Erinnerungen und Zuordnungen erfreut. Für Kleinkinder ein Mitmachbuch, für Teens ein Orientierungsbuch und für uns Erwachsene ein Buch, um unseren Kindern und Enkel die Natur beizubringen. Lassen sie sich nicht von der Optik abschrecken. Als ich das Buch auf dem Schreibtisch hatte, war mein erster Gedanke, oh, wie dick ist das denn für ein Kinderbuch. Doch gleich nach dem Aufschlagen hatte ich es erkannt. Die Dicke ist für den Ton – ganz wichtig. Es gibt nur ein paar Seiten mit wunderbaren Vogelbilder und kurzen Erklärungen.
Auch wenn dieses Buch schon 2019 veröffentlicht wurde, gibt es leider bei uns im Eschborner Stadtmagazin keine Rezension darüber. Weil das Buch so genial ist, habe ich mich dazu entschlossen noch eine Rezension über Karsten Dusses Buch „Achtsam Morden“ zu verfassen. Allein die Kommentare laden zu dieser gelungenen, humorvollen Lektüre ein. „Herrlich Böse und sehr lustig: ein origineller, spannender Lesespaß.“ Für Sie. „Schön schräg wie sein Titel, steckt voller Klischees und voller Überraschungen, ist süffisant, tiefsinnig und sehr spannend. “SR 3“. „Auf jeder Seite Spannung, ungebetene Ratschläge und Galgenhumor… Das kriegt halt nur ein Anwalt hin. Und keiner so gut wie Karsten Dusse.“ Jan Böhmermann.
Outet man sich, wenn man zugibt kein Veganer zu sein und dann eine Rezension über ein veganes Koch- oder Backbuch schreibt. Ich bin der Meinung nein! Eher das Gegenteil. Es ist sogar eine Anerkennung an das Buch, wenn ein in allen Richtungen offen, ausgebildeter Koch und Gourmet gerade diese Bücher und Rezepte durch eine positive Rezension ehrt. Dann müssen die Gerichte doch gut sein. „Vegan Baking“ von Daniela Lais & Jérome Eckmeier ist so ein Buch.
Hippokrates: Lass deine Nahrung deine Medizin sein. Mit den heutigen ernährungsphysiologischen Kenntnissen ist diese Lehre aktueller als je zuvor. Der berufliche und familiäre Stress lässt uns viel zu häufig zu Fertigprodukten und Fastfood greifen, ohne zu merken, dass wir uns eigentlich Schaden. Die Ayurvedische Gesundheitslehre und Philosophie hat das schon 1500 vor Christi proklamiert. „Essen ist die beste Medizin und wächst direkt vor deiner Tür“. Tue noch etwas für die Umwelt. Ernähre dich regional und saisonal. Geht das mit der Ayurvedischen Küche? Andreas Hollards Ansatz für dieses Buch ist die Transformation von der indischen ayurvedischen Ernährung auf unsere europäische Klimazone, mit den saisonalen und regionalen Lebensmitteln. Für mich beim Lesen, genau der richtige Ansatz. Denn ayurvedische Kochbücher gibt es genügend. Andreas Hollard ist davon überzeugt, dass die Tradition und Kenntnisse unserer Mütter und Großmütter, die auch ihre Kräuter und Hausmittel aus ihren Überlieferungen schon immer zur Gesunderhaltung oder Genesung angewandt haben und dass man diese Tradition mit der ayurvedischen Philosophie verbinden kann.
Oliver Pötsch bekannt durch seine Historienromane, zuletzt „Die Henkerstochter und die Schwarze Madonna“ und nun dazu sein Kochbuch „Das Kochbuch der Henkers-tochter“. Keine Angst, es geht nicht um das letzte Mahl für den Delinquenten. Henker oder Scharfrichter galt im Mittelalter als Beruf und dieser musste sogar vor anderen Scharfrichtern sein Meisterstück abliefern. Hört sich sehr makaber an, aus unserer Sicht war es sicherlich auch so. Versuchen wir es auf die damalige Zeit zu schieben. Obwohl der Scharfrichter ein anerkannter Beruf war, gehörte dieser Personenkreis doch zu den nicht gern gesehen Mitbürgern. In der Kirche mussten sie in der hintersten Ecke sitzen und im Wirtshaus in der dunkelsten Ecke, meist in der Nähe des Aborts. Ebenso galten sie nicht unbedingt als sesshaft, man wanderte in die Orte, indem Aufträge oder Anstellungen zu erwarten waren. Diese Reise oder Wandertätigkeit brachte es mit, dass die Familien aus den verschiedenen Regionen die spezifischen Gerichte mitgebracht haben. Und wenn es sich ergab, dass eine schöne Henkerstochter in einen neuen Ort kam, hat sich schon der eine oder andere Jüngling drin verguckt. Sowie Heinrich Heine zu seiner ersten großen Liebe zum roten Sefchen, der Tochter des Scharfrichters. Und wenn diese dann noch Kochen konnte, war es um den Jüngling geschehen.
Jetzt der Krimi zum Kochbuch „Chez Luc“ von Alexander Oetker. Wie schon bei meiner Rezension zum Kochbuch, veröffentlicht am 13. Dezember 2022 im Eschborner Stadtmagazin, bin ich aus persönlichen Erlebnissen voreingenommen. Wie man dort lesen kann, habe ich die Ausbildung zum Koch gemacht und wollte unbedingt meine Kenntnisse bei dem damals angesagtesten Koch Michel Guérard in Eugenie-le-Bain erweitern. Der Kriminalroman von Alexander Oetker spielt genau in dem Metier der Sternegastronomie „Sternen – Meer“, in Frankreichs Südwesten dem Aquitaine. Die Region von der spanischen Grenze dem Baskenland, Saint-Jean-de-Luz über Biarritz, Eugenie-le-Bain, Bordeaux mit seinen unterschiedlichen Weinanbaugebieten, bis hin zur Gironde-Mündung, Soulac-sur-Mer. Ich verstehe Alexander Oetker, dass er seine Kriminalromane in diese Region gelegt hat. Ich war auch dort und mir ist vieles in bester Erinnerung.
In der Ankündigung steht: „Der neue große Roman von Spiegel-Bestseller-Autor Ewald Arenz“. Bis vor kurzen noch ein unbekannter Autor. Doch mit seinem Erstlingswerk, sensibel, einfühlsam und Lebensweise (Bayrischer Rundfunk über Alte Sorten) ist ein neuer Stern aufgegangen. Auch für mich, wenn ich nicht durch Zufall „Alte Sorten“ in die Hand bekommen hätte und ich von der Sprache und dem Schreibstil so begeistert gewesen bin, dass ich bei der Ankündigung dieses neuen Werkes von Ewald Arenz sofort die Bestellung aufgegeben habe. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Ich kann mich nur den Worten von Dora Heldt anschließen: „Was da so ans Herz geht, und zwar mitten rein trifft, das ist die Sprache“.